Direkt zum Inhalt
  • Deutsch
  • Français
Spenden
Logo der Website
  • Aktuell
    • Medienmitteilungen
    • News
    • Magazin umverkehRen
    • Veranstaltungen
  • Projekte
  • Aktiv werden
  • Über uns
Schließen
  1. Startseite
  2. Aktuell

Röstis Traum von neuen Autobahnen lebt weiter

20. März 2026
Magdalena Erni
Magdalena Erni

Eineinhalb Jahre nach dem Nein zum Autobahnausbau hat Autominister Rösti seine Pläne für die Verkehrszukunft der Schweiz vorgestellt. Darunter befinden sich drei der von der Bevölkerung abgelehnten Autobahnprojekte.

Ende Januar war es so weit: Nach dem Bericht von ETH-Professor Weidmann, in dem dieser eine Priorisierung sämtlicher Ausbauprojekte für Schiene und Strasse vornahm, stellte Albert Rösti mit der Vernehmlassungsvorlage die politische Antwort darauf vor. Erstmals überhaupt werden Autobahn- und Eisenbahnprojekte in einer gemeinsamen Vorlage zusammengefasst. Dadurch entsteht die Gefahr, dass Bahninfrastrukturprojekte bloss gebaut werden, wenn die Bevölkerung auch den Autobahnausbau abnickt.

Fäsenstaubtunnel, Rheintunnel und Rosenbergtunnel bis 2045

Obwohl die Strassen- und Schienenprojekte nach Röstis Willen nun gemeinsam dem Parlament vorgelegt werden sollen, gab es keine Gesamtanalyse. Rösti gab nämlich vor, dass bis 2045 neun Milliarden Franken in Autobahnprojekte verlocht werden müssen, unabhängig davon, ob es aus Weidmanns Sicht nicht sinnvoller wäre, damit die Bahninfrastruktur zu verbessern.

Unter den Projekten befinden sich auch drei der 2024 durch die Stimmbevölkerung abgelehnten Projekte. «Aus Rücksicht auf den Volksentscheid » würden diese gemäss Rösti zwar nicht schon in den nächsten Ausbauschritt 2027 aufgenommen, sollen aber bis 2045 gebaut werden. Rösti begründet dies damit, dass bei dieser Abstimmung zum gesamten Paket Nein gesagt wurde, nicht aber zu den einzelnen Projekten. Das ist erwiesenermassen falsch.

Nachwahlbefragungen zur Abstimmung vom November 2024 haben klar ergeben, dass die Abstimmenden mehr Klimaschutz und weniger Verkehr wollen – und keine neuen Autobahnen, egal wo. Eine kürzlich vom VCS publizierte, repräsentative Umfrage bestätigt das. Auch die für den nächsten Ausbauschritt vorgesehenen Autobahnprojekte Perly–Bernex und Aarau–Birrfeld widersprechen dem Volkswillen gegen den Autobahnausbau. Sie gefährden die Klimaziele und zerstören wertvolle Landwirtschaftsfläche.

Röstis Autobahnprojekte

In Orange die für den nächsten Ausbauschritt ab 2030 vorgesehenen Autobahnprojekte. In Rot die Autobahnen, die nach Röstis Willen bis 2045 ausgebaut werden sollen.

Dreissig Autobahnprojekte weniger

Doch es gibt auch passable Nachrichten. Der Bundesrat verabschiedet sich immerhin von dreissig Autobahnprojekten wie beispielsweise der Glatttalautobahn, die nun definitiv nicht gebaut werden sollen. Zudem soll es für die Bahninfrastruktur mehr Geld geben, als ursprünglich vorgesehen. Ob das Geld aber beispielsweise beim Bau des Grimsel-Tunnels gut investiert ist, bleibt jedoch fraglich. Für dieses primär touristische und dennoch mindestens 800 Millionen Franken teure Projekt müsste erst noch eine Nachfrage generiert werden. Währenddessen bleiben wichtige Ausbauten, wie die zweite Linie zwischen Genf und Lausanne oder die Verkürzung der Fahrzeit zwischen Winterthur und St. Gallen, wortwörtlich auf der Strecke.

Unser Engagement für eine fossilfreie Mobilität wird nicht nur in der Luft, sondern auch am Boden noch lange notwendig sein – bis im Sommer mit einer Vernehmlassungsantwort auf Röstis Autobahnpläne und in eineinhalb Jahren dann vielleicht wieder mit einem Referendum.



Lust das umverkehRen regelmässig zu lesen?

Werde Mitglied!
umverkehRen
Strassenbau

Mehr Artikel aus dem Magazin umverkehRen

Feminismus und Verkehrswende verbinden

Destroy Patriarchy not the Planet
23. November 2022

Jahrzehntelang haben Politiker und Planer die Städte autogerecht umgebaut. Seither verstellen Blechkisten den Menschen den Weg. Besonders betroffen sind Kinder, Ältere und Menschen, die unbezahlte Sorgearbeit leisten. Höchste Zeit, das zu ändern!

Weiterlesen

Verkehrswende für alle

Fuck Patriarchy Ferrari
6. November 2022

«Gender Planning» oder warum eine Verkehrswende mit Blick auf die Sorgearbeit unsere Städte lebenswerter macht.

Weiterlesen

Verkehrsplanung als Männerdomäne

Architektin Beatrix Jeannottat
6. November 2022

In den 1990er-Jahren entstand in der Schweiz eine breite feministische Stadtplanungskritik, die sich gegen die «männerdominierte» Verkehrsplanung wehrte und die Berücksichtigung anderer Mobilitätsmuster und Ansprüche von Frauen forderte.

Weiterlesen

Bern ist in den Startlöchern, St. Gallen ist schon im Ziel

Mögliches Szenario am Laubeggplatz in Bern vor und nach Umsetzung der Initiative
17. März 2022

Nur 14 Monate nach der Lancierung unserer Stadtklima-Initiativen in St. Gallen konnten wir bereits einen Erfolg feiern. Das ist aber kein Grund zum Ausruhen. Im Gegenteil: In Bern werden wir die Stadtklima-Initiative demnächst lancieren.

Weiterlesen

Zurück auf die Strasse - umverkehRen Nr. 132

Illustration Karl Jilg
13. Dezember 2021

Der öffentliche Raum wurde jahrhundertelang von der Bevölkerung genutzt und dies überwiegend zu Fuss. Erst in den letzten hundert Jahren wurden Fussgänger*innen auf das Trottoir an den Rand gedrängt. Höchste Zeit, den verlorenen Raum zurückzuerobern.

Weiterlesen

Die Sprache legt Denkfahrbahnen aus - umverkehRen Nr. 131

Gotthardröhre mit Verkehrsfluss
8. November 2021

Die Wortschöpfung «umverkehR» macht auf einen Blick klar: Der Verkehr soll verändert werden. Das Beispiel zeigt, dass Wörter auch Sichtweisen und
damit Haltungen und Interessen mit sich führen.

Weiterlesen

Engagierter Ruhestand nach 18 Jahren umverkehR - umverkehRen Nr. 131

Andrea von Maltitz in ihrem Element
25. Oktober 2021

Die erste Pensionierung bei umverkehR! Andrea von Maltitz, seit 2003 zuständig für die Koordination in der Romandie und einige Jahre auch Vorstandsmitglied bei umverkehR, trat Ende Juli in den Ruhestand.

Weiterlesen

Die Politik auf die Strasse bringen - umverkehRen Nr. 131

Brings uf d'Strass kurz nach dem Aufbau
12. Oktober 2021

Wem gehört die Strasse? Rechtlich gesehen, gehören die meisten Strassen der öffentlichen Hand, also uns allen. Der juristische Blick gibt allerdings ein verzerrtes Bild der Realität wieder.

Weiterlesen

Magazin umverkehRen - Nr. 126

Titelblatt  umverkehRen N°126 - Mai 2020
19. Mai 2020

Strassen zurückerobern!
Wenn uns der Platz fehlt, holen wir ihn uns eben selbst zurück. Ob fürs Flanieren, Velofahren oder für schattenspendende Bäume - alle profitieren von einer Umwandlung der Stassen.
Jetzt das Magazin von umverkehR lesen!

Weiterlesen
  • Erste Seite « First
  • Vorherige Seite ‹‹
  • …
  • 6
  • 7
  • 8
  • …
  • Nächste Seite ››
  • Letzte Seite Last »

Über umverkehR

umverkehR ist eine verkehrspolitische Umweltorganisation und parteipolitisch unabhängig. Wir setzen uns für eine ökologische, sozialverträgliche und zukunftsweisende Mobilität ein.

IBAN CH84 0900 0000 8006 7097 2
Bank: PostFinance
Clearing-Nummer: 0900

umverkehR

umverkehR
Idaplatz 3
Postfach
8036 Zürich

+41 44 242 72 76

info@umverkehr.ch
www.umverkehR.ch

  • SPENDEN
  • Newsletter anmelden
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
To top

© Copyright 2023 umverkehR. All rights reserved.