Direkt zum Inhalt
  • Deutsch
  • Français
Spenden
Logo der Website
  • Aktuell
    • Medienmitteilungen
    • News
    • Magazin umverkehRen
    • Veranstaltungen
  • Projekte
  • Aktiv werden
  • Über uns
Schließen
  1. Startseite
  2. Aktuell

Autolobby gegen Verkehrssicherheit

23. Mai 2024
Tonja Zürcher
Tonja Zürcher

Tempo 30 bringt gesunden Schlaf, sichere Strassen und einen gleichmässigeren Verkehr. Kein Wunder, fordert der Städteverband, dass innerorts Tempo 30 zum Standard wird.

Mit Tempo 30 sinkt der Lärm deutlich wahr- nehmbar, und schlafstörende Lärmspitzen nehmen stark ab. Durch die Einführung von Tempo 30 innerorts können laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) ein Drittel der schweren Unfälle und damit jährlich 640 Schwerverletzte und 20 Tote vermieden werden.

Rund 40 Prozent der Bevölkerung können bereits die Verkehrsberuhigung in ihrem Wohnumfeld geniessen. Wer an einer stark befahrenen Strasse lebt, hatte aber lang das Nachsehen. Das ändert sich nun Stück für Stück. In Lausanne gilt nachts stadtweit Tempo 30.

Tempo 30 Feldbergstrasse

In Freiburg wird seit vergangenem Herbst auf 60 Prozent der Strassen maximal 30 km/h gefahren – tags und nachts. Zürich ist daran, auf vielen grösseren Strassen zur Lärmsanierung Tempo 30 einzuführen. Die Liste liesse sich problemlos fortsetzen. Der deutlichste Beweis für den Erfolg von Tempo 30 ist aber die immer verbissenere Gegenwehr der Autolobby.

Autolobby gegen Tempo 30

Mit einer Motion wollen TCS-Verwaltungsrat Peter Schilliger und seine Mitstreiter von ACS, Gewerbeverband, strasseschweiz und autoschweiz auf grösseren Strassen durch Dörfer und Quartiere – den sogenannt verkehrsorientierten Strassen – Tempo 50 vorschreiben. National- und Ständerat haben der Motion bereits zugestimmt. Der Bundesrat muss nun eine Änderung des Strassenverkehrsgesetzes ausarbeiten.

Umweltschutzgesetz gegen Umweltschutz

Als wäre das nicht genug, hat ACS-Präsident Thomas Hurter das Verbot von Tempo 30 als Antrag direkt in die laufende Beratung des Umweltschutzgesetzes eingebracht. Konkret verlangt er, dass eine Temporeduktion zum Lärmschutz auf grösseren Strassen ausgeschlossen wird. Der Nationalrat hat dem Antrag von Hurter bereits zugestimmt. Falls der Ständerat ebenfalls gegen Tempo 30 entscheidet, ist das Referendum so gut wie sicher.

Weniger Zeitverlust dank Tempo 30

Auch in den Kantonen Zürich, Luzern und Baselland geht die Autolobby – unterstützt von bürgerlichen und rechten Parteien – mit Initiativen gegen Verkehrsberuhigung vor. Aber warum eigentlich? Es ist längst erwiesen, dass die Einführung von Tempo 30 keinen relevanten Einfluss auf die Durchfahrtszeit hat. Tagsüber steht man bei Tempo 50 mit dem Auto bestenfalls etwas früher beim nächsten Lichtsig- nal. Manchmal wird mit Tempo 30 die Durchfahrtszeit wie auf der Seftigenstrasse in Wabern und der Schwarzenburgstrasse in Köniz sogar kürzer, da der Verkehr stetiger ist. Und nachts sind Autofahrende auch auf längeren Strecken durch mehrere Orte mit Tempo 30 höchstens wenige Minuten länger unterwegs.

Das letzte verbliebene Argument, dass Blaulichtfahrzeuge ausgebremst würden, gilt seit letztem Herbst definitiv nicht mehr. Vorher wurde mancherorts als Richtgrösse für die zulässige Geschwindigkeit im Notfall das Anderthalbfache der signalisierten Höchstgeschwindigkeit angenommen. Neu ist nur noch die für den Einsatz angemessene Geschwindigkeit relevant, ohne Bezug zur signalisierten Geschwindigkeit.



Lust das umverkehRen regelmässig zu lesen?

Werde Mitglied!
umverkehRen
Verkehrszukunft
Tempo 30

Mehr Artikel aus dem Magazin umverkehRen

Klimagerechte Flugticketabgabe

Flughafen Zürich
26. Juni 2025

Der Flugverkehr ist mit 27 Prozent für den grössten Anteil des schädlichen Klimaeffekts in der Schweiz verantwortlich. Eine Flugticketabgabe ist entscheidend, um das Passagierwachstum zu begrenzen und Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Weiterlesen

Privatjets verbieten

Privat Jet
25. Juni 2025

Privatjets stehen exemplarisch für die Klimazerstörung durch eine kleine, reiche Elite. Trotz Klimakrise nimmt die Nutzung von Privatjets stark zu. Für einen wirksamen Klimaschutz und Gerechtigkeit muss diese Masslosigkeit verboten werden.

Weiterlesen

NEIN zum Angriff auf Tempo 30

Angriffe auf Tempo 30
20. Juni 2025

Kaum hat die Einführung von Tempo 30 Fahrt aufgenommen, rufen die rechten Parteien zum Widerstand auf. Allen voran die SVP, die das Dossier regelrecht zum Kulturkampf hochstilisiert.

Weiterlesen

Autosteuer und Ungleichheit

Tanken
15. Juni 2025

Es ist eine uralte und bestechende Idee: Mit einer Besteuerung des Autoverkehrs sollen die vom Verkehr verursachten Schäden ausgeglichen werden. Aber sie stösst auf heftigen Widerstand. Wie kommen wir aus der Sackgasse?

Weiterlesen

Kettensägen-Politik

Nachtzug
7. April 2025

Weniger Geld für Klimaschutz, die Bahninfrastruktur, Regionalzüge und Nachtzüge: An allen Ecken und Enden will der Bundesrat bitter nötige Investitionen zusammenkürzen. Und das, obwohl der Bund 2024 1,3 Milliarden Franken Überschuss gemacht hat.

Weiterlesen

Bye, bye Autobahnen

The Journey ends here
5. April 2025

Das Nein am 24. November 2024 war ein Entscheid gegen noch mehr Autoverkehr, für mehr Klimaschutz und für die Förderung des öffentlichen Verkehrs und
des Veloverkehrs. Der Entscheid läutet eine neue Verkehrspolitik ein.

Weiterlesen

Peak Autobahn

Autopresse
3. April 2025

Die klare Ablehnung des Autobahnausbaus durch die Bevölkerung ist der Auftakt für eine neue Verkehrspolitik. Die Verkehrswende kommt, auch wenn sich die Autolobby verzweifelt dagegen wehrt.

Weiterlesen

Neuausrichtung der Verkehrsfinanzierung

Der Autoverkehr ist mit jährlich 20 Milliarden Franken für den Löwenanteil der externen Kosten des Verkehrs verantwortlich.
2. April 2025

In der verkehrspolitischen Debatte herrscht die Meinung vor, dass nur der ÖV von der Allgemeinheit subventioniert wird. Tatsächlich verursacht der Autoverkehr enorm hohe Kosten, die auf die Bevölkerung abgewälzt werden.

Weiterlesen

Gratis-ÖV: eine Erfolgsstrategie?

Gratis ÖV Genf
31. März 2025

Gratis-ÖV wird zunehmend als ökologische und soziale Massnahme gesehen, um die Verlagerung vom Auto auf den ÖV zu fördern. Es gibt aber auch Gegenstimmen.

Weiterlesen
  • 1
  • 2
  • 3
  • …
  • Nächste Seite ››
  • Letzte Seite Last »

Über umverkehR

umverkehR ist eine verkehrspolitische Umweltorganisation und parteipolitisch unabhängig. Wir setzen uns für eine ökologische, sozialverträgliche und zukunftsweisende Mobilität ein.

IBAN CH84 0900 0000 8006 7097 2
Bank: PostFinance
Clearing-Nummer: 0900

umverkehR

umverkehR
Idaplatz 3
Postfach
8036 Zürich

+41 44 242 72 76

info@umverkehr.ch
www.umverkehR.ch

  • SPENDEN
  • Newsletter anmelden
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
To top

© Copyright 2023 umverkehR. All rights reserved.