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Fussverkehrs-Test in acht Städten

Fussverkehrs-Test in acht Städten

umverkehR wollte es genauer wissen: Wie viel Platz bleibt den FussgängerInnen in unseren Städten im täglichen Gerangel um genügend Raum? Denn geht es in verkehrspolitischen Debatten um die knappen Raumverhältnisse in den Städten, ist meistens vom Kampf zwi-schen Auto und Velo oder von der Förderung des öffentlichen Verkehrs die Rede. Der Fuss-verkehr geht hierbei allzu häufig vergessen. Wieso eigentlich? Ist das Gehen doch die Basis unserer alltäglichen Fortbewegung. Etwa jeder vierte Weg wird in den Städten zu Fuss zurückgelegt.

Um herauszufinden, wie fussgängerfreundlich die Fusswege in unseren Städten sind, führte umverkehR im Sommerhalbjahr 2016 in acht Deutschschweizer Städten einen Fussver-kehrs-Test durch. Es sind dies die folgenden Städte: Basel, Bern, Biel, Luzern, St. Gallen, Thun, Winterthur und Zürich.

 

Naht die Rettung der Nachtzüge?

Naht die Rettung der Nachtzüge?

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollen zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember den Großteil der Verbindungen ersetzen, die die Deutsche Bahn aufgibt. Das geht aus internen Unterlagen hervor, in denen die Trassenanmeldungen für den Nachtzugverkehr im kommenden Jahr dokumentiert sind. Sie liegen dem Grünen-Bundestagsabgeordneten und Bahnexperten Matthias Gastel vor. Nach dpa-Informationen soll das neue Nachtzugkonzept im September offiziell vorgestellt werden. Die ÖBB werden nach den vorliegenden Trassenanmeldungen täglich drei Euronight-Züge (EN) mit Schlaf-, Liege- und Sitzwagen zusätzlich durch Deutschland fahren lassen.

Beide Bahngesellschaften wollten zu den Strecken keine Auskunft geben. "Das Nachtzugsegment ist interessant für uns, wir wollen es ausbauen", sagte ein ÖBB-Sprecher auf Anfrage. Konkrete Verbindungen könnten noch nicht genannt werden. "Wir rechnen damit, dass wir im Herbst Nägel mit Köpfen machen können", fügte er hinzu. Die Deutsche Bahn führt nach eigenen Angaben bereits seit Monaten mit den ÖBB Gespräche über den Weiterbetrieb klassischer Nachtzüge. Sie selbst will unabhängig davon die Zahl ihrer Nacht-ICE, nur mit Sitzen, erhöhen.

Gute Nachrichten gibt es auch für Schweizer Nachtzug-Fans. Laut dem «Handelsblatt» soll auch auf der Achse Basel–Zürich–Prag eine Nachtzug verkehren. Die ÖBB werden nach den vorliegenden Trassenanmeldungen täglich drei Euronight-Züge (EN) mit Schlaf-, Liege- und Sitzwagen zusätzlich durch Deutschland fahren lassen.
Weder die Deutsche Bahn noch die ÖBB wollten zu konkreten Strecken Stellung nehmen. Sie bestätigten aber die Recherchen der «Handelszeitung». «Das Nachtzugsegment ist interessant für uns, wir wollen es ausbauen», sagte ein ÖBB-Sprecher.

Wir bleiben dran.

umverkehR-News

Präsentationen der GewinnerInnen der Vorausscheidung des umverkehR-Wettbewerbs zur urbanen Verkehrszukunft: wer – was – wo – wie – warum – verkehR 2050?

umverkehR ist dafür bekannt, in der Verkehrspolitik weiterzudenken. Neben der verkehrspolitischen Realpolitik braucht es auch Visionen, abgefahrene und umverkehRte, Visionen fürs Jahr 2050 und darüber hinaus.

umverkehR brachte gestern den internationalen PARK(ing) Day auch nach Basel. In Basel wurden mehrere Parkplätze an der Maulbeerstrasse und an der Alemannengasse umgestaltet. Es gab Zeit und Platz zum Verweilen, Spielen, Essen, Trinken und Musizieren oder um sich über umverkehR zu informieren. Ausserdem gab es die Möglichkeit mittels Velotaxi vom einen Parking Day Standort zum anderen zu gelangen.

Parking Day 2016 – Die Strasse gehört uns!
umverkehR fordert öffentliche Freiräume statt Parkplätze. Zu viele Autos stehen in den Städten herum, versperren unseren Raum, nehmen uns den Platz zum Verweilen, Flanieren und Spielen weg. Autos verstellen unsere Lebensqualität. Hochgerechnet von den in Basel-Stadt zugelassenen gut 62 000 Personenwagen belegen alle Parkplätze zusammen gegen 4,5% der Kantonsfläche. Ist das nicht wahnsinnig?

 

 

Medienmitteilungen

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben heute endlich kommuniziert, welche Nachtzugverbindungen sie von der Deutschen Bahn (DB) übernehmen wollen. Es findet nun ab Dezember 2016 ein weiterer Abbau der umwelt- und klimafreundlichen Nachtzugverbindungen von der Schweiz Richtung Norden statt. umverkehR kritisiert diesen deutlichen Abbau und die damit verbundene weitere Einschränkung der freien Verkehrsmittelwahl.

Die StadtzürcherInnen sagten heute mit einer Mehrheit von 51,6% Ja zu einer minimalen Verteuerung der Parkgebühren für die Strassenparkplätze in der Innenstadt von Zürich. umverkehR begrüsst diesen überfälligen Schritt. Es braucht aber weitere wirklich lenkungswirksame Massnahmen, um den motorisierten Individualverkehr (MIV) in Zürich und insbesondere seine schädlichen Auswirkungen zu reduzieren. So wie dies von der Städte-Initiative, die schon im Jahr 2011 von den ZürcherInnen angenommen wurde, gefordert wird.

Am Samstag, 20. August 2016, haben drei umverkehR-Aktivisten innert einer Stunde in der Stadt Luzern fiktive Bussen verteilt. Sie hätten als Polizisten sage und schreibe 2‘120 Fr. eingenommen! Für umverkehR Luzern ist klar: Der öffentliche Raum gehört allen und nicht einzelnen ParksünderInnen! Es kann nicht sein, dass durch die Bauarbeiten in der Neustadt Trottoirs und Velowege als Parkplatz missbraucht werden. Die öffentliche Hand soll die Kontrolltätigkeit über das Parkverhalten intensivieren. So würde der Staat Einnahmen generieren und die Öffentlichkeit erhielte den ihr zustehenden Platz zurück!

Gestern hat sich umverkehR mit einem Badetuch in der Grösse eines Parkfelds in der Badeanstalt Oberer Letten in Zürich breitgemacht. Löst man den Parkplatz aus seinem «natürlichen Kontext», dem Strassenraum, und platziert ihn auf der grünen Wiese, dann zeigt sich auf eindrückliche Weise, dass parkierte Autos viel zu viel Platz brauchen.