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In der Stadt Zürich will die Städte-Initiative den drohenden Verkehrskollaps verhindern, indem sie fordert, den Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs am gesamten Verkehr in den nächsten zehn Jahren um 10 Prozentpunkte zu erhöhen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den fehlenden Tangentialverbindungen. Wer heute mit dem ÖV beispielsweise vom Limmat- ins Glatttal oder vom Konaueramt ins Limmattal reist, muss den Umweg über den Hauptbahnhof nehmen. Die direkten ÖV-Verbindungen zwischen den Wachstumsgebieten Zürich Nord, Zürich West und Zürich Süd müssen deshalb verbessert werden. Weiter fehlt in Zürich ein sicheres und attraktives Velowegnetz; die Städte-Initiative fordert ein durchgehendes Veloroutennetz entlang der Hauptstrassen.

Da die Förderung der Alternativen zum Auto nur dann Sinn macht, wenn nicht gleichzeitig neue Strassen gebaut werden, fordert die Initiative, dass der Neu- oder Ausbau von Hochleistungs- und Hauptverkehrsstrassen nur dann zulässig ist, wenn sich die Kapazität für den motorisierten Individualverkehr nicht erhöht. Die geplanten Strassenbauprojekte «Stadttunnel» und «Waidhaldetunnel» stehen dem diametral entgegen: Ihre Realisierung ist nicht nur extrem teuer – allein der Stadttunnel soll 2 Milliarden Franken kosten –, sondern sie wird den Autoverkehr um rund 20 Prozent ansteigen lassen. An der Veranstaltung «Ideenstau in Zürich? Workshop für einen zukunftsfähigen Verkehr» vom 10. Januar 2008 wurden konkrete Massnahmen zur Umsetzung der Städte-Initiative erarbeitet und in einer Resolution verabschiedet. Die besten 99 Massnahmen wurden im Juni 2009 an Regierungsrat Markus Kägi überreicht.
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