4 x JA für das Stadtklima in Winterthur

Die Stadtklima-Initiativen und die Gegenvorschläge kommen am 9. Juni in Winterthur zur Abstimmung. Die Gute-Luft-Initiative leistet einen wesentlichen Beitrag zur Anpassung von Winterthur an den Klimawandel. Sie bringt mehr Bäume in die Stadt und schützt damit die Bevölkerung vor Hitzetagen und Tropennächten. Die Zukunfts-Initiative fördert die klimafreundlichen Verkehrsmittel. Dies ermöglicht, dass wir sicher und bequem zu Fuss, mit dem Velo und im Bus unterwegs sein können.








Logo Stadtklima-Initiativen Winterthur

Gemeinsam mit dir wollen wir die Verkehrs-Zukunft in Winterthur gestalten. Wir möchten einen Teil des Strassenraums in Grünraum mit vielen Bäumen umwandeln. Die Stadtklima-Initiativen sind zwei Initiativen: Die Zukunfts-Initiative und die Gute-Luft-Initiative.

Logo Zukunftsinitiative Winterthur
  • Jährlich werden 0.5% der Strassenfläche in Fläche für ÖV, Fuss- oder Veloverkehr umgewandelt.
     
  • Wir fordern die Umsetzung konkreter Massnahmen zum Klimaschutz.
     
  • Kinder und Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen sich in der Stadt frei und sicher bewegen können.
     
  • Wir machen die Bahn frei für einen klimafreundlichen Verkehr.
     
  • Fuss, Velo und ÖV: Die Initiative fördert im dichten urbanen Raum eine zukunftsweisende Mobilität.
Logo Gute-Luft-Initiative Winterthur
  • Jährlich werden 0.5% der Strassenfläche in Grünfläche mit Bäumen umgewandelt.
     
  • Die Initiative sorgt dafür, dass wir in unseren Städten cool bleiben.
     
  • Steigerung der Lebensqualität: Besseres Stadtklima, bessere Luft und mehr Biodiversität, denn Klimaschutz und Biodiversitätsförderung sollten Hand in Hand gehen.
     
  • Hitzewellen: Die Hitzebelastung ist in Städten besonders gross und wird in den kommenden Jahren massiv zunehmen. Mit unserer Initiative wird die Bevölkerung vor der Hitze geschützt.
     
  • Schwammstadt: Mit der Klimaerwärmung sind stärkere Niederschläge zu erwarten.
    Die Entsiegelung unterstützt das Versickern des Meteorwassers in den Untergrund und schützt dadurch vor Überschwemmungen.


Der Klimawandel ist bereits dermassen fortgeschritten, dass Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung gegen die negativen Auswirkungen wie mehr Hitzetage und stärkere Niederschläge, respektive Trockenheit notwendig sind.
Modellrechnungen von MeteoSchweiz zeigen, dass Hitzewellen, wie sie heute nur ungefähr alle zehn Jahre auftreten, schon bald jedes Jahr vorkommen können. Tropennächte sind die Folge von Hitzetagen. Die Forschung prognostiziert, dass beide in Zukunft zunehmen werden. Die Bevölkerung muss geschützt werden.

In Städten ist die Hitzebelastung besonders gross und wird in den kommenden Jahren noch massiv zunehmen. Mittel- und langfristig müssen Städte und Agglomerationen so gestaltet werden, dass sie auch bei zunehmender Sommerhitze eine angenehme Aufenthalts- und Wohnqualität bieten.

Die Stadt Winterthur nennt im Bericht «Stadtklima Winterthur» die Begrünung von Gebäuden und die Schaffung neuer Grünflächen als zwei Handlungsfelder, die für ein besseres Stadtklima anzugehen sind.

Genau hier knüpft die Gute-Luft-Initiative an. Die effizientesten und günstigsten Klimaanlagen sind Bäume. Mit ihrem Schattenwurf sorgen sie dafür, dass der Untergrund weniger stark erwärmt wird. Durch das Verdunsten von Wasser in der Krone kühlen Bäume ihre Umgebung zusätzlich merklich ab. 

Bäume können die urbane Temperatur um bis zu 10 Grad senken. Sie sind damit die wirksamsten «Klimaanlagen» für Städte. Die Kühlwirkung wird einerseits durch die Beschattung bewirkt, andererseits durch die Verdunstung von Wasser über die Blattoberflächen. Bäume können durch ihre Wurzeln Wasser aus der Tiefe aufnehmen und über die Blätter verdunsten. Vor allem während heisser und trockener Perioden haben Bäume dadurch einen grösseren Kühlungseffekt als Grünflächen ohne Bäume. Am besten wirkt die Kombination aus Grünflächen, die es ermöglichen, dass Regenwasser versickert und im Boden gespeichert wird, und Bäumen.

In diesem Video des Bundesamts für Umwelt (BAFU) wird erklärt, wie die Stadtklima-Initiativen die Städte vor Hitzewellen schützen.

umverkehR führte im August 2022 beim Merkurplatz, bei der Stadthausstrasse und am Bahnhof in Winterthur Messungen der Oberflächentemperatur durch. 

Beim Merkurplatz war es im Schatten unter Bäumen über 40 Grad kühler als auf dem schattenlosen Platz gleich nebenan. Auf den Sitzbänken, die eigentlich zur gemütlichen Verpflegung über Mittag einladen sollen, erreichte die Oberflächentemperatur äusserst unangenehme 71.5 °C. Verständlicherweise setzte sich heute niemand dort hin. Viel angenehmer war das Picknick auf der Wiese unter den Bäumen direkt neben an. Hier betrug die Temperatur angenehme 26.9 °C.

Temperaturmessung Merkurplatz Winterthur

Zwischen den Gebäuden an der Stadthausstrasse betrug die Temperatur der Teerfläche sogar 67.7 °C. In der Grünrabatte direkt daneben lag die Temperatur mit 38.9 °C deutlich tiefer.

Oberflächentemperatur Bahnhofplatz Winterthur

Vor dem Bahnhof Winterthur stieg die Oberflächentemperatur der besonnten Teerfläche am Mittag auf über 55 Grad.

Bäume spielen eine Schlüsselrolle für die urbane Biodiversität. Sie bieten eine Vielfalt von ökologischen Nischen für Insekten, Vögel und Wirbeltiere. So ist die Erhöhung der Anzahl der Bäume die effektivste Massnahme dar, um die Biodiversität in urbanen Räumen zu fördern. Zudem tragen Baumreihen und -rabatten zur wichtigen Vernetzung der Lebensräume bei.

Der Autoverkehr ist für 45% der klimaschädlichen Treibhausgase verantwortlich*. Zur Umsetzung von Netto-Null bis 2040 in Winterthur muss daher der Umstieg auf klimafreundliche Verkehrsmittel gefördert werden. Die Zukunfts-Initiative setzt diese Forderung konkret um. Es entstehen mehr verkehrsberuhigte Begegnungszonen, sichere Velorouten und die Pünktlichkeit des öffentlichen Verkehrs nimmt dank der Priorisierung bei Lichtsignalanlagen und separaten Bus- und Tramspuren zu.
* Quelle: https://stadt.winterthur.ch/themen/leben-in-winterthur/energie-umwelt-natur/klimaschutz

Die «Stadtklima-Initiativen» leisten auf unterschiedliche Art und Weise einen wertvollen Beitrag für die Gesundheit der Bevölkerung der Stadt Winterthur. Mit der «Zukunfts-Initiative» wird muskelgetriebene Fortbewegung gefördert sowie das Unfallrisiko gesenkt, was sich beides positiv auf die Gesundheit auswirkt.
Die Initiative will die Fussgänger- und Veloinfrastruktur voranbringen und schafft attraktive Bedingungen für mehr Alltagsbewegung. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung, denn regelmässige körperliche Aktivität fördert die Gesundheit massgeblich. Das Bundesamt für Raumentwicklung beziffert den diesbezüglichen Nutzen des Fuss- und Veloverkehrs auf rund 1.4 Millionen Franken pro Jahr. 
Bereits eine tägliche körperliche Aktivität von einer halben Stunde reduziert das Risiko für Diabetes, Herzkreislauferkrankungen, verschiedenen Krebsarten, Demenz und Depression. 

Mit einer besseren Fussgänger- und Veloinfrastruktur wird auch die Verkehrssicherheit erhöht und es können Unfälle vermieden werden. Unfälle, die sehr häufig auch aus der räumlichen Konfliktsituation mit dem Autoverkehr entstehen.

Die «Zukunfts-Initiative» schafft Raum für eine sichere Fuss- und Velo-Infrastruktur, fördert die Bewegung und führt damit zu einer Verbesserung der Gesundheit für die Stadtbevölkerung.

Ein Beispiel für eine Umsetzung in einer Quartierstrasse ist die Feldstrasse. Zur Aufwertung der Strasse als Lebensraum könnte eine Baumreihe gepflanzt und der Boden darunter entsiegelt werden. Tempo 30 oder eine Begegnungszone verbessern die Verkehrssicherheit.

Stadtklima-Initiativen Winterthur

Zur Umsetzung der Stadtklima-Initiative eignen sich zudem

  • die Einrichtung und Begrünung von Begegnungszonen,
  • die punktuelle Verbreitung von Trottoirs, wo dies sinnvoll ist,
  • die Pflanzung von Bäumen entlang grösserer Strassen, überall wo es möglich ist,
  • die Schaffung von sicheren Velorouten,
  • die Förderung von Tram und Bus durch eine Priorisierung bei den Lichtsignalanlagen und durch separate Spuren, wo dies notwendig ist, damit der ÖV nicht im Stau stecken bleibt.

Mit der Gute-Luft-Initiative sollen jedes Jahr 0,5 % der Strassenfläche in Grünflächen mit Bäumen umgewandelt werden. Dies soll primär im Rahmen von ohnehin geplanten Bauprojekten und Strassensanierungen umgesetzt werden. Zudem sollen jährlich  0,5 % der Strassenfläche für den Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehr verbessert werden.

Stadtklima Flächen Winterthur

Stadtklima-Initiativen gibt es bereits in 10 Städten und Gemeinden. In St. Gallen, Genf, Chur und Ostermundigen können wir bereits einen Erfolg feiern: In St. Gallen entstehen dank der Initiativen in den nächsten 10 Jahren 200‘000 m² mehr Grünflächen mit Bäumen und Platz für den Fuss- und Veloverkehr sowie den ÖV. Im Kanton Genf wird in den nächsten zehn Jahren mindestens 8% der Strassenfläche in Flächen für Grünräume mit Bäumen und für den Fuss- und Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr umgewandelt. Konkret werden 175 km zusätzliche Infrastruktur für den Fuss- und Veloverkehr, 8 km Verlängerung und eine Ringlinie für das Tramnetz sowie 22 km neue Buslinien geschaffen und mindestens 25'000 Bäume vorrangig im Strassenraum gepflanzt. In Basel-Stadt wurden die Initiativen am 26. November leider abgelehnt. In Chur wurde am 3. März der Gegenvorschlag der Stadt angenommen. In Ostermundigen wurde der Gegenvorschlag zur Klima-Initiative angenommen und die Mobilitätsinitiative aufgrund der positiven Raumplanungs-Entwicklung zurückgezogen.

Innovative Städte in ganz Europa zeigen, wie mit der Förderung des Fuss-, Velo- und öffentlichen Verkehrs die Lebensqualität für die Bevölkerung erhöht werden kann:








Testomonial Lara Stoll
Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
Testimonial Stadtklima Winterthur
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Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
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Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
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Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
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Testimonial Stadtklima-Initiativen Winterthur
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Testimonial Stadtklima Winterthur
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Am 9. Juni stimmen wir über die Stadtklima-Initiativen ab. Möchtest du dazu beitragen, dass Winterthur mehr Grünflächen kommt und die Strassen sicher für Menschen zu Fuss und mit dem Velo werden?

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Feldstrasse Winterthur
Strassenanimation aus Winterthur







Initiative für eine zukunftsfähige Mobilität (Zukunfts-Initiative)

Die Unterzeichnenden fordern, es sei folgender Beschluss zu fassen:

1 Die Stadt Winterthur trifft Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen des Verkehrs.

2 Die Stadt Winterthur trifft die dazu notwendigen Massnahmen. Sie setzt konsequent auf den öffentlichen Verkehr und auf ein attraktives und sicheres Fuss- und Velowegnetz.

3 Ab Inkrafttreten dieses Beschlusses ist während zehn Jahren jährlich eine Fläche, welche mindestens 0,5 Prozent der gesamten Strassenfläche auf Stadtgebiet im Referenzjahr 2021 entspricht, von befestigter Strassenfläche in Flächen für den Fussverkehr, den Veloverkehr sowie Flächen mit Bevorzugung des öffentlichen Verkehrs umzuwandeln. Flächen für den Fussverkehr, den Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr sind je mindestens in ihrem Bestand zu erhalten.

4 Die Stadt Winterthur veröffentlicht jährlich einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Massnahmen und deren Wirkung.

 

Costantino Daniel, Diener Reto, Gerber Markus, Germann Willy, Landolt Felix, Mérillat Stève, Rüegg Alfred, Schadegg Peter, Verdieri Aurelia, Witschi Karin, Zäch Benedikt, Zeugin Michael

Initiative für ein gesundes Stadtklima (Gute-Luft-Initiative)

Die Unterzeichnenden fordern, es sei folgender Beschluss zu fassen:

1 Die Stadt Winterthur trifft wirksame Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen der Klimaerwärmung, wie insbesondere gegen Hitzetage und Tropennächte.

2 Zu diesem Zweck erhöht sie insbesondere die Anzahl Bäume und schafft oder sichert sie zusätzliche Grünflächen.

3 Sie wandelt im erforderlichen Umfang insbesondere Strassenflächen in Flächen für Bäume und Grünflächen um. Flächen für den Fussverkehr, den Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr sind je mindestens in ihrem Bestand zu erhalten.

4 Ab Inkrafttreten dieses Beschlusses ist während zehn Jahren jährlich eine Fläche, welche mindestens 0,5 Prozent der gesamten Strassenfläche auf Stadtgebiet im Referenzjahr 2021 entspricht, von befestigter Strassenfläche in Flächen für Bäume und Grünflächen umzuwandeln.

5 Die Stadt Winterthur veröffentlicht jährlich einen Bericht über den Stand der Umsetzung der Massnahmen und deren Wirkung.

 

Costantino Daniel, Diener Reto, Gerber Markus, Germann Willy, Landolt Felix, Mérillat Stève, Rüegg Alfred, Schadegg Peter, Verdieri Aurelia, Witschi Karin, Zäch Benedikt, Zeugin Michael