Direkt zum Inhalt
  • Deutsch
  • Français
Spenden
Logo der Website
  • Aktuell
    • Medienmitteilungen
    • News
    • Magazin umverkehRen
    • Veranstaltungen
  • Projekte
  • Aktiv werden
  • Über uns
  1. Startseite
  2. Aktuell

Die unverzichtbare Klimaabgabe auf Flugtickets

9. März 2026
Photo Angela Zimmermann
Angela Zimmermann Berthoud

Angesichts des ungebremsten Wachstums des Flugverkehrs und seiner irreparablen Auswirkungen auf das Klima ist offensichtlich, dass wir etwas unternehmen müssen. Aber wie viel bringt eine Flugticketabgabe?

Innerhalb von zwanzig Jahren hat sich die Zahl der Flugreisen an Schweizer Flughäfen fast ver- doppelt. Die Anwendung des Verursacherprinzips, mit einer Flugticketabgabe proportional zur Entfernung und zur Klasse, setzt einen wirksamen Anreiz zur Reduzierung von Flugreisen.

Auswirkungen auf das Klima

2021 haben Wissenschaftler*innen den Nutzen einer Flugticketabgabe modelliert. Ihr Fazit: Eine solche Massnahme könnte die Zahl der Passagier*innen um 21 Prozent und die CO2- Emissionen des Flugverkehrs um 16 Prozent reduzieren.

Diese Prognosen stützen sich auf eine Wirtschaftsstudie, die zeigt, dass die Nachfrage nach Flügen sinkt, wenn die Preise steigen. Bei einem Kurzstreckenflug in der Economyklasse in Europa führt beispielsweise ein Preisanstieg von einem Prozent zu einem Rückgang der Nachfrage um 1,2 Prozent.

Die Preissensibilität variiert jedoch je nach Flugdistanz und Klasse: Passagier*innen von Kurzstreckenflügen in der Economyklasse reagieren stärker auf eine Preiserhöhung als Käufer* innen von Langstreckenflügen in einer Luxusklasse.

Luxusflug

Wer auf Langstreckenflügen Business oder First fliegt, verursacht mindestens viermal mehr Emissionen als in der Economy.

Nicht nur die Distanz, auch die Flugklasse zählt

Philippe Thalmann, Professor an der EPFL und Mitautor der Studie, erklärt: 

«Unabhängig davon, wie hoch die Abgabe für Langstreckenflüge in der Economyklasse ist, sollte sie für die Premiumklassen (Business, First) mindestens viermal so hoch sein. Denn diese schwereren und geräumigeren Sitze verursachen viermal so viele Emissionen und werden von Passagieren belegt, die viermal weniger preissensibel sind. Bei Kurzstreckenflügen könnte das Verhältnis der Premium- zu den Economy-Abgaben zwischen 1,5 und 2 liegen.»

Philippe Thalmann

«Unabhängig davon, wie hoch die Abgabe für Langstreckenflüge in der Economyklasse ist, sollte sie für die Premiumklassen (Business, First) mindestens viermal so hoch sein. Denn diese schwereren und geräumigeren Sitze verursachen viermal so viele Emissionen und werden von Passagieren belegt, die viermal weniger preissensibel sind. Bei Kurzstreckenflügen könnte das Verhältnis der Premium- zu den Economy-Abgaben zwischen 1,5 und 2 liegen.»

Philippe Thalmann, Professor EPFL

Zudem machen Langstreckenflüge zwar nur 20 Prozent der Passagiere aus, sind aber für 60 Prozent der Emissionen verantwortlich. Eine höhere Besteuerung für Passagier*innen dieser Flüge, insbesondere in den Luxusklassen, könnte daher die Klimaauswirkungen des Flugverkehrs weiter reduzieren und für zusätzliche Gerechtigkeit sorgen.

Und wie geht es weiter?

Unsere Mobilitätsbon-Initiative sieht eine regelmässige Überprüfung der Höhe der Abgabe vor, die bei Bedarf angepasst werden kann. Langfristiges Ziel ist es, den Flugverkehr wirksam zu reduzieren und Alternativen auf dem Landweg zu fördern und auszubauen. Eine solche Veränderung erfordert eine tiefgreifende Umgestaltung unserer Beziehung zum Reisen: weniger weit, weniger oft, dafür umso entspannter und erlebnisreicher.



Lust das umverkehRen regelmässig zu lesen?

Werde Mitglied!
umverkehRen
Flugverkehr
Mobilitätsbon-Initiative

Mehr Artikel aus dem Magazin umverkehRen

Jetzt gehts los! - umverkehRen Nr. 125

19. März 2020

Exakt zehn Jahre nach dem ersten Abstimmungserfolg der Städte-Initiative in St. Gallen lanciert umverkehR diesen Frühling die «Stadtklima-Initiativen» in mehreren Städten. Konkret soll während zehn Jahren jährlich ein Prozent der Strassenfläche in Grünräume beziehungsweise in Flächen für den Fuss- und den Veloverkehr sowie den öffentlichen Verkehr umgewandelt werden. Damit leisten die Stadtklima-Initiativen einen Beitrag zu mehr Klimaschutz und der Anpassung unserer Städte an den Klimawandel.

 

Weiterlesen

Zurück in die Mottenkiste!- umverkehRen Nr. 125

19. März 2020

 

Das unsinnige Rosengartenprojekt wurde im Kanton Zürich am 9. Februar 2020 überraschend deutlich abgelehnt. umverkehR hat sich in der Abstimmungskampagne stark engagiert und damit zum erfolgreichen Ausgang der Abstimmung beigetragen. Jetzt gilt es, die Quartierbevölkerung mit Sofortmassnahmen end-lich vor den täglichen Autolawinen zu schützen!

 

 

Weiterlesen

Gelungener Coup - umverkehRen Nr. 125

19. März 2020

Der Angriff auf die Städte-Initiative von umverkehR in Basel wurde mehr als abgewehrt. So sind ab 2050 ausschliesslich emissionsarme, klima- und ressourcenschonende Verkehrsmittel im Kanton Basel-Stadt zugelassen.

Weiterlesen

Zug fahren und Meer - umverkehRen Nr. 125

19. März 2020

 

Mit dem Zug nach Schottland in die Sommerferien. Das habe ich letztes Jahr umgesetzt. Wie? Das erfahren Sie in meinem Reisebericht – ergänzt mit Tipps, Ideen und Forderungen.

 

 

Weiterlesen

Fussgängerzone ja – Parking nein! - umverkehRen Nr. 125

19. März 2020

 

umverkehR wehrt sich gegen mehr Parkplätze mitten im Zentrum von Genf. Zusammen mit anderen Umweltorganisationen hat umverkehR deshalb 6400 Unterschriften gegen ein völlig überdimensioniertes Parkhaus gesammelt.

 

 

Weiterlesen

Magazin umverkehRen N°124 online

19. November 2019

 

Das umverkehRen N°124 jetzt lesen!

Strassenbau = Sackgasse

 

Editorial: Engpassbeseitigung 2.0

Standpunkt: Strassenbau-Moratorium gesucht

Strassenbau: Strassenschneisen in Wohnquartieren?

Strassenbau: Nein zum Rosengartentunnel

Strassenbau: Die gleichen Fehler wie vor 50 Jahren

Städte-Initiative: Auto-Initiativen als Steilpass?

pl@net

Zug statt Flug: Harte Fakten zum Flugverkehr

PARK(ing) Day: Parkplätze zum Leben erwecken

Fokus: Städte-Initiativen in Zürich und Basel verteidigen!

Agenda

 

Weiterlesen

Auto-Initiativen als Steilpass? - umverkehRen Nr. 124

19. November 2019

Die Basler Verkehrspolitik ist eine delikate Angelegenheit. Einerseits hat der Stadtkanton den schweizweit tiefsten Motorisierungsgrad und einen der höchsten Veloanteile. Andererseits wurden in den letzten Jahren diverse Vorlagen zum Ausbau der Tram- oder der Veloinfrastruktur von der Bevölkerung abgelehnt. Voraussichtlich steht im Februar 2020 eine wegweisende Abstimmung an.

Weiterlesen

Nein zum Rosengartentunnel - umverkehRen Nr. 124

19. November 2019

Am 9. Februar 2020 stimmt die Bevölkerung des Kantons Zürich – auch dank der Unterstützung des Referendums
durch umverkehR – über den Rosengartentunnel in der Stadt Zürich ab. Das Projekt entspricht einer
Verkehrspolitik aus dem letzten Jahrhundert und verdient darum ein klares Nein.

Ein Beitrag von Simone Brander, Mitglied der umverkehR-Regionalgruppe Zürich und Gemeinderätin SP Stadt Zürich

Weiterlesen

Tunnelblick - umverkehRen Nr. 122

1. Juni 2019

Der Zürcher Kantonsrat hat das Projekt «Rosengartentunnel und Rosengartentram» angenommen. Mit dem Bau eines neuen Tunnels soll die Kapazität von zurzeit vier auf künftig sechs Spuren erhöht werden. Gemäss Gemeindeordnung der Stadt Zürich muss sich der Stadtrat gegenüber dem Kanton aber gegen eine Kapazitätserhöhung aussprechen.

Weiterlesen
  • Erste Seite « First
  • Vorherige Seite ‹‹
  • …
  • 8
  • 9
  • 10
  • Nächste Seite ››
  • Letzte Seite Last »

Über umverkehR

umverkehR ist eine verkehrspolitische Umweltorganisation und parteipolitisch unabhängig. Wir setzen uns für eine ökologische, sozialverträgliche und zukunftsweisende Mobilität ein.

IBAN CH84 0900 0000 8006 7097 2
Bank: PostFinance
Clearing-Nummer: 0900

umverkehR

umverkehR
Idaplatz 3
Postfach
8036 Zürich

+41 44 242 72 76

info@umverkehr.ch
www.umverkehR.ch

  • SPENDEN
  • Newsletter anmelden
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
To top

© Copyright 2023 umverkehR. All rights reserved.