Direkt zum Inhalt
  • Deutsch
  • Français
Spenden
Logo der Website
  • Aktuell
    • Medienmitteilungen
    • News
    • Magazin umverkehRen
    • Veranstaltungen
  • Projekte
  • Aktiv werden
  • Über uns
  1. Startseite
  2. Aktuell

Röstis irreführenden Behauptungen zum Autobahnausbau

26. Januar 2024
Rosti Autobahn

In seinem gestern von Tamedia veröffentlichten Interview verteidigt Bundesrat Albert Rösti sein Projekt zum Ausbau der Autobahnen mit sehr fragwürdigen Argumenten und mehreren Unwahrheiten, die es zu berichtigen gilt.

Zubetonieren von Bauernland

Zunächst zum Zubetonieren von Bauernland für den Ausbau der Autobahnen: Zwar behauptet Bundesrat Rösti, dass man "soweit möglich" Land für die Landwirte "zurückgewinnen" könne, erklärt aber nie konkret, wie er das anstellen will und wo genau man dieses Land zurückgewinnen wird. Durch den Rückbau anderer Autobahnen? Eines ist sicher: Die Erweiterungsprojekte, insbesondere im Kanton Bern und in Nyon, werden Tausende Quadratmeter Ackerland zerstören und diese dauerhaft für den Ackerbau ungeeignet machen. Allein dem Projekt Wankdorf-Schönbühl würde 13,4 Hektaren zu Opfer fallen, davon 3,7 Hektaren wertvolle Fruchtfolgeflächen. Weitere 13 Hektaren Fruchtfolgeflächen würden während mehreren Jahren für die Baustelle beansprucht werden. Dieses kostbare Land mit Beton zerstören für ein vages, illusorisches Versprechen einer Kompensation? Das ist ein wahres Täuschmanöver! 

Öffentlicher Verkehr

Was den öffentlichen Verkehr betrifft, so sind die Investitionen des Bundes im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf viel zu gering. Ein Beweis dafür? Die SBB-Tarife steigen für die Nutzer:innen immer weiter. In den letzten dreissig Jahren haben sie sich sogar verdoppelt, während die Kosten für das Auto im Vergleich zur Inflation gesunken sind. Der unfaire Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse wird durch die Tatsache verstärkt, dass das Auto seine externen Kosten nicht einmal annähernd deckt: Umweltverschmutzung, Lärm, Unfälle und andere Schäden kosten die Allgemeinheit jedes Jahr 10 Milliarden! 

Preis OV Auto

Source: beobachter.ch

Elektromobilität

Albert Rösti stilisiert die Elektromobilität zu einer "Wunderlösung" für das Klima- und Verkehrsproblem hoch. Zwar ist die Elektrifizierung des Fahrzeugparks eine Notwendigkeit, aber sie kommt zu langsam und reicht nicht, um die CO2-Neutralität zu erreichen. Elektroautos können die CO2-Emissionen des Verkehrs maximal um 50% reduzieren, da die Herstellung ihrer Batterien sehr emissionsintensiv ist. Das im Juni verabschiedete Klimaschutzgesetz verlangt jedoch, dass die Emissionen im Verkehrsbereich bis 2050 um 100% gesenkt werden. Der motorisierte Verkehr muss also parallel zu seiner Elektrifizierung stark reduziert werden, was im Übrigen auch alle Szenarien und Klimapläne in den Städten und Kantonen vorsehen. Welchen Sinn macht es, die Autobahnen auszubauen, wenn die Zahl der Autos sinken soll?

Induzierter Verkehr

Bei der Frage des induzierten Verkehrs, sind Röstis Ausführungen am weitesten vom wissenschaftlichen Konsens entfernt. Denn sämtliche Studien und Beobachtungen zeigen: Ja, Herr Bundesrat, wenn man die Autobahnen ausbaut, entsteht neuer Verkehr. Autofahrer:innen sind nämlich dynamische Wesen, die sich dem neuen Angebot anpassen. Dieses Phänomen ist so bekannt, dass es von Mobilitätsexpert:innen gar als "Grundgesetz der Strassenüberlastung" bezeichnet wird. Eine kalifornische Studie hat errechnet, dass die wenigen Vorteile für den Verkehrsfluss, die eine Erhöhung der Kapazität einer Autobahn mit sich bringen, in nur fünf bis zehn Jahren wieder zunichte gemacht werden. Zudem ist dieses Phänomen umso ausgeprägter, je stärker die Strasse ursprünglich verstopft war und je mehr sie sich in einer städtischen Umgebung oder in einem Ballungsraum befindet, was bei allen hier vom Bund geplanten Projekten der Fall ist. Zusammengefasst heisst dies: Die Staus werden auf den verbreiterten Autobahnen rascher wieder da sein, als die Baustellen gedauert haben. Ausserdem werden die Staus noch breiter sein als zuvor, wodurch sich der Trichtereffekt an den Stadteinfahrten weiter verschärft.

Man sieht also: Die Argumente, mit denen Bundesrat Rösti die Fortsetzung des Autobahnwahns verteidigt, sind irreführend und widersprechen meist der wissenschaftlichen Evidenz.

Zum Referendum gegen den Autobahnausbau


Strassenbau

Mehr zum Thema Strassenbau

Verkehr ’45: umverkehR weist Autobahnpaket entschieden zurück

Verkehr45
9. Oktober 2026

Trotz des Volks-Neins zum Autobahnausbau 2024 will Bundesrat Rösti weiterhin Milliarden in Strassenprojekte verlochen. umverkehR lehnt dieses Vorhaben ab. Zudem warnt die Umweltorganisation vor einer Verknüpfung von Bahn- und Nationalstrassenprojekten.

Weiterlesen

Finanzkontrolle zerpflückt Röstis Verkehr ’45

Autobahn
15. September 2026

Gestern hat die eidgenössische Finanzkontrolle einen vernichtenden Bericht über Röstis Prestige-Projekt Verkehr ’45 publiziert. Veraltete Zahlen, nicht geprüfte Alternativen und ungenügende Grundlagen: Das sind Kritikpunkte, die umverkehR seit Jahren ins Feld führt.

Weiterlesen

Autobahnausbau in Genf und im Aargau

Autobahnausbau Aarau-Birrfeld
12. September 2026

«Verkehr ’45»: Einmal mehr zeigt sich, dass Bundesrat Rösti sich lieber an der Vergangenheit orientiert, statt unsere Mobilität zukunftsfähig zu gestalten.

Weiterlesen

Verkehr '45: umverkehR lehnt sämtliche Autobahnprojekte ab

Rosti autoroutes
19. Juni 2026

Heute Freitag hat der Bundesrat die Vernehmlassung zu den Autobahnprojekten eröffnet. umverkehR fordert die Achtung des Volkswillens, verurteilt das Zubetonieren unserer Landschaft und lehnt den klimaschädlichen Ausbau der Autobahnen ab.

Weiterlesen

Röstis Traum von neuen Autobahnen lebt weiter

Albert Rösti
20. März 2026

Eineinhalb Jahre nach dem Nein zum Autobahnausbau hat Autominister Rösti seine Pläne für die Verkehrszukunft der Schweiz vorgestellt. Darunter befinden sich drei der von der Bevölkerung abgelehnten Autobahnprojekte.

Weiterlesen

Bundesrat Rösti missachtet demokratischen Entscheid

Nein bleibt Nein!
28. Januar 2026

Albert Rösti hat heute die Eckewerte Vernehmlassung zu den Autobahnprojekten präsentiert. Dabei werden mehrere, in einer Volksabstimmung abgelehnten Projekte auf den Tisch gebracht. Dieses undemokratische Vorgehen ist inakzeptabel.

Weiterlesen

Volkswillen respektieren: Mobilitätswende statt Autobahnausbau

27'530 Unterschriften für Nachtzüge und gegen Autobahnen
2. Dezember 2025

Über 27'500 Menschen fordern eine grundsätzliche Neuausrichtung der Verkehrspolitik in der Schweiz. Die Petition wehrt sich gegen den im «Entlastungspaket 27» vorgesehenen Sparhammer beim ÖV und die Streichung des Nachtzugs nach Kopenhagen und Malmö.

Weiterlesen

Autobahnausbau: Nein bleibt Nein!

Nein bleibt Nein!
9. Oktober 2025

Der heute von Prof. Weidmann veröffentlichte Bericht folgt wenig überraschend seinem Auftraggeber Bundesrat Rösti. umverkehR verurteilt das undemokratische und klimaschädliche Come-Back der abgelehnten Autobahnausbauten.

Weiterlesen

Nein zur Monsterstrasse mit Autobahnanschluss bei Rorschach

Nein zum Autobahnanschluss Witen
17. Juni 2025

Der St. Galler Kantonsrat will eine neue Monsterstrasse zum See mit Autobahnanschluss Witen bei Rorschach bauen. Gemeinsam können wir diesen fossilen Strassenausbau stoppen. Unterschreibe jetzt das Referendum.

Weiterlesen
  • 1
  • 2
  • 3
  • …
  • Nächste Seite ››
  • Letzte Seite Last »

Über umverkehR

umverkehR ist eine verkehrspolitische Umweltorganisation und parteipolitisch unabhängig. Wir setzen uns für eine ökologische, sozialverträgliche und zukunftsweisende Mobilität ein.

IBAN CH84 0900 0000 8006 7097 2
Bank: PostFinance
Clearing-Nummer: 0900

umverkehR

umverkehR
Idaplatz 3
Postfach
8036 Zürich

+41 44 242 72 76

info@umverkehr.ch
www.umverkehR.ch

  • SPENDEN
  • Newsletter anmelden
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Kontakt
To top

© Copyright 2023 umverkehR. All rights reserved.