Vor einem Jahr hat die Stadtzürcher Stimmbevölkerung die Volksinitiative für ein VBZ Jahresabo für 365 Franken mit 63% deutlich angenommen. Die heute von Stadtrat Michael Baumer vorgelegte Umsetzungsvorlage missachtet den Volkswillen. UmverkehR fordert eine Korrektur und die rasche Einführung des 365-Jahresabos in der Stadt Zürich.
Missachtung des Volksentscheids
Die Zürcher:innen haben sich klar dafür ausgesprochen, dass künftig ein VBZ-Jahresabo nur noch 365 Franken pro Person kosten sollte. Der heute vorgelegte Umsetzungsvorschlag sieht hingegen vor, dass das Jahresabo in Zukunft statt 365 Franken ganze 602 Franken kosten sollte. «Was Michael Baumer mit diesem Vorschlag macht, ist völlig inakzeptabel» meint Dominik Waser, Initiativkomiteemitglied und Vorstand umverkehR und sagt weiter «Die Bevölkerung hat ein Abo für 365 Franken gefordert, dieses muss nun auch Realität werden». Der von Baumer vorgesehene Kürzungsmechanismus würde faktisch dazu führen, dass jedes Jahr nur die Hälfte der geforderten Preisreduktion weitergegeben würde.
Verzögerung und Behinderung
Weiter beantragt der Stadtrat einen jährlich wiederkehrenden Betrag von völlig übertriebenen 195 Millionen Franken. Dies ist deutlich über den Kosten, welches ein 365-Franken-Jahresabo in der Stadt Zürich kosten würde. Silas Hobi, Geschäftsleiter von umverkehR meint dazu: «Mit dem überrissenen Betrag von 195 Millionen soll einerseits die Hürde einer zweiten Volksabstimmung massiv erhöht und andererseits die Einführung des vergünstigten Abos verzögert werden, das können wir so nicht hinnehmen!». Die Verhinderungstaktik von Michael Baumer ist leicht durchschaubar und muss vom Gemeinderat korrigiert werden.
Ökologische und bezahlbare Mobilität
Für umverkehR ist klar, dass angenommene Volksentscheide rasch und konsequent umgesetzt werden müssen. Ein vergünstigtes Jahresabo ist angesichts der immer weiter steigenden ÖV-Preise dringlicher denn je. Zudem soll mit dem 365-Jahresabo der Umstieg auf ökologische Formen der Mobilität erleichtert und beschleunigt werden. Dies würde nicht zuletzt einen Beitrag zum Netto Null Ziel der Stadt Zürich leisten.
