STRASSEN FÜR ALLE



Credits: WATG and Pixelflakes
flyer P_day_strassenfueralle
Flyer_P_day_strassenfueralle_R

Unser Ziel: 

Im Pilotquartier Netto-Null der Stadt Zürich (Binz / Alt-Wiedikon) werden öffentliche Strassenparkplätze weitgehend entfernt und die Quartierstrassen – abgesehen von den Hauptachsen – als Begegnungs- und Fussgängerzonen ausgewiesen. Temporäre Umgestaltungen wie Hochbeete, Tischtennistische, Fitnessgeräte, Sitzgelegenheiten oder Baumalleen schaffen Raum für Begegnung und Aktivitäten. So entsteht ein lebendiger, sozialer und klimaresilienter öffentlicher Raum.





Das Pilotquartier Netto-Null erstreckt sich über Alt-Wiedikon und Binz. Das Gebiet zeichnet sich durch verschiedene kleinere Nachbarschaften mit unterschiedlichen Charakteristiken aus. Für die Umsetzung der Idee «STRASSEN FÜR ALLE» wird das Gebiet sinnvollerweise in kleinere Blöcke eingeteilt. Die Umsetzung soll primär auf Quartierstrassen / Erschliessungsstrassen stattfinden, da diese Strassen häufig lediglich den Park-Suchverkehr beinhalten. Ausserdem sind diese Strassen typischerweise primär der Wohnnutzung gewidmet und entsprechend sind sie insbesondere für Kinder und ältere Menschen wichtige Aufenthaltsräume. 

Der gesamte Projektperimeter soll auf den Quartier- / Feinerschliessungsstrassen autofrei werden. Konkret sollen alle öffentlichen Strassenparkplätze (blaue und weisse) umgewidmet werden. Ausserdem sollen flächendeckend Begegnungszonen und punktuell Fussgängerzonen signalisiert werden. Die Massnahmen sollen im Sinne eines «Pilotversuchs» temporär – idealerweise mehrere Monate - angeordnet werden, um daraus Erkenntnisse für eine langfristige Umsetzung zu gewinnen. 

Vorbereitung

Im Rahmen des jährlich stattfindenden «PARK(ing) Day» werden fünf Parkplätze umgestaltet. In diesem Zusammenhang werden Nachbar*innen, Passant*innen und Anwohner*innen ein erstes Mal auf das Projekt «STRASSEN FÜR ALLE» angesprochen und haben die Möglichkeit ihre spontane Reaktion auf Post-it-Zetteln festzuhalten. Dabei können neue Ideen gesammelt, aber auch erste Bedenken und Herausforderungen identifiziert werden. Gleichzeitig dient er auch als erster Gradmesser, um die Akzeptanz im Quartier abzuholen. Ausserdem können sich interessierte Personen melden, damit sie über weitere Aktivitäten informiert bleiben und sich aktiv in die Umsetzung einbringen können.

Mitwirkung

In jedem Block findet mindestens eine Veranstaltung mit den Anwohner*innen statt, um über das Projekt zu informieren, Ideen, Wünsche, Anregungen und Bedenken abzuholen und einfliessen zu lassen sowie aktive Personen miteinander zu vernetzen. Zu jedem Anlass gehört ein Inspirationsteil (z.B. Kurzfilm über Superblocks in Barcelona), ein Informationsteil über das Projekt sowie ein Workshopformat, um die Rückmeldungen der Teilnehmer*innen abzuholen. Zudem wird ein «autofreier Sonntag» im gesamten Perimeter durchgeführt – ein grosses Quartier- / Strassenfest, um als Vorbereitung an nur einem Tag zu erleben, was sich verändern könnte.

Umsetzung

Leichter gesagt als getan – es braucht Lösungen für alle Autos in diesen Quartierstrassen. Das ist einer der grossen Knackpunkte des Projektes. Sind die Autos einmal weg, beginnt der kreative Prozess. Gemeinsam mit Profis kann die Quartierbevölkerung in begleiteten Workshops an Mittwoch-Nachmittagen oder Samstagen die Strassen umgestalten. Dabei werden temporäre Möblierungen (z.B. aus Paletten) erstellt, die Strassen eingefärbt, Pflanzkisten aufgestellt, Spiel-, Sport- und Fitnessgeräte installiert und andere Ideen und Wünsche der Anwohner*innen umgesetzt.





Wie könnten die Strassen auch aussehen?

Dieses Beispiel der Zurlindenstrasse am Rande des Pilotquartiers zeigt eindrücklich, wie Strassen auch gestaltet werden können, wenn konsequent der ÖV, der Fuss- und der Veloverkehr im Zentrum stehen. Willst du, dass das im Pilotquartier umgesetzt wird?

Können wir trotzdem mobil sein?

Klar, Mit dem Auto braucht eine Person 10-mal mehr Platz als mit dem Tram oder dem Velo. Der Umstieg auf ÖV, Fuss- und Veloverkehr schafft Platz für Grünflächen mit Bäumen.