NEIN zu noch mehr Inlandflügen!

Mitten in der Klimakrise wollen Parlamentarier*innen die Anzahl Inlandflüge weiter erhöhen. Sie wollen auch ausländischen Flugunternehmen erlauben, kommerzielle Flüge zwischen zwei schweizerischen Flughäfen anzubieten. Dieser Vorschlag ist komplett verantwortungslos. Wir müssen die Emissionen reduzieren und ganz sicher nicht den Flugverkehr weiter ankurbeln! Wir fordern National- und Ständerat auf, NEIN zu stimmen zu noch mehr Inlandflügen in der Schweiz.

Petition Inlandflüge
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Während dieser Sommer von einer noch nie dagewesenen Zahl von Klimakatastrophen geprägt war (Rekordhitze und -trockenheit, Waldbrände etc.), die Emissionen der Schweiz noch immer nicht wirklich zurückgehen und der Flugverkehr der Hauptverursacher der direkten Klimawirkung unseres Landes ist (beinahe ein Drittel), ist dieser absurde Vorstoss für noch mehr Inlandflüge ein weiterer Beweis für das fehlende Bewusstsein unserer Parlamentarier*innen für die Klimakrise und ihre Folgen. Deswegen braucht es uns! Mit dieser Petition fordern wir den National- und den Ständerat auf, diese parlamentarische Initiative abzulehnen. Ihre Annahme würde ein komplett falsches Signal für die Schweizer Klimapolitik senden und sämtlichen Bemühungen für konsequente Klimaschutzmassnahmen zuwiderlaufen. 

Das Luftfahrtgesetz erlaubt aktuell nur Schweizer Flugunternehmen, kommerzielle Flüge zwischen zwei inländischen Flughäfen anzubieten. Nun möchten jedoch mehrere Parlamentarier*innen diese Regelungen lockern, um insbesondere wieder Flüge zwischen Genf und Lugano anzubieten.

Die Emissionen des Flugsektors sind in den vergangenen Jahrzehnten unaufhaltsam angestiegen und tragen massgeblich zur Klimakrise bei, deren verheerendes Ausmass aktuell besonders bedrohlich sichtbar wird. Während sich Expert*innen einig sind, dass der Flugverkehr sofort und entschieden reduziert werden muss, ist es äusserst beunruhigend zu sehen, wie sich Parlamentarier*innen für ein Projekt einsetzen, welches die Klimakrise auf vollkommen unnötige Weise weiter verschärfen würde.

Unter dem Vorwand, dass die Zugfahrt Genf – Lugano zu lange dauere für Geschäftsleute, die zwischen den beiden Wirtschaftsstandorten hin- und herreisen wollen, sind die Befürworter*innen bereit, die CO₂‑Emissionen weiter ansteigen zu lassen. Derzeit lässt sich die Distanz von ungefähr 480 Kilometern in weniger als fünf Stunden bewältigen. Will man die Romandie tatsächlich besser ans Tessin anbinden, könnte man die Zugverbindungen dahingehend optimieren und schnellere Direktverbindungen schaffen. Sicher ist: In einer Welt, die in Flammen steht, kann der Ausbau des Flugverkehrs keine Lösung sein!

Hinzu kommt, dass diese Flugverbindung den Reichsten vorbehalten wäre: Die kleinen Flugzeuge mit ungefähr 30 Plätzen, die auf dieser Strecke eingesetzt würden, stellen keine kritische Masse dar, um günstige Tickets anzubieten. Bloss einige wenige Privilegierte, reiche Tourist*innen und Geschäftsleute profitieren, während wir alle unter Hitzewellen und Dürren leiden.

Aus all diesen Gründen rufen wir den National- und den Ständerat dazu auf, diesen absurden Vorstoss abzulehnen. Um unsere demokratisch verabschiedeten Klimaziele einzuhalten und Netto-Null 2050 zu erreichen, müssen wir unsere Emissionen konsequent reduzieren – auch im Flugsektor.