Sie sind hier

Medienmitteilungen

Am 5. Juni 2016 stimmen wir über die unsinnige Verkehrsfinanzierungs-Initiative der Auto- und Strassenbaulobby ab. Diese möchte jährlich 1,5 Milliarden Franken mehr in den Strassenbau stecken. Dies ist weder nachhaltig noch zukunftsweisend. Darum engagiert sich umverkehR für ein klares Nein zu dieser Initiative und ist heute in Luzern auf dem Theaterplatz mit einer Aktion präsent.

Der von Kanton und Stadt geplante Rosengartentunnel führt zu mehr Autoverkehr und widerspricht der von der Stadtzürcher Stimmbevölkerung 2011 angenommenen Städte-Initiative von umverkehR. Zudem bringt er den BewohnerInnen von Wipkingen nicht die erhoffte Entlastung.

Die heute vom Regierungsrat des Kantons Basel Stadt veröffentlichten Verkehrszahlen zeigen deutlich, dass mit der städtischen Verkehrpolitik die von der Stimmbevölkerung geforderten 10 Prozent weniger Autoverkehr nicht umgesetzt werden können. Diese Zahlen bestätigen die ungenügende Stringenz der städtischen Verkehrspolitik und den fehlenden politischen Willen zur konsequenten Umsetzung des Volkswillens. Um die Vorgaben des Gegen-vorschlags zur Städte-Initiative zu erreichen, braucht es deutlich weitergehende Massnahmen.

Dienstag, 26. April 2016
Daniel Costantino

umverkehR wehrt sich zusammen mit der Allianz zur Rettung der Nachtzüge gegen die fortschreitende Abschaffung der Nachtzüge. In einem offenen Brief an die EU-Verkehrskommisarin Violeta Bulc fordert die Allianz das europäische Verkehrsministerium dazu auf, sich für den Erhalt der Nachtzuglinien der Deutschen Bahn einzusetzen.

Donnerstag, 17. Dezember 2015
Philippe Koch

Die Deutsche Bahn (DB) hat an ihrer gestrigen Ausschussitzung definitiv beschlossen, alle ihre Nachtzugverbindungen per Ende 2016 einzustellen. Dies betrifft die Nachtzugreisenden aus der Schweiz unmittelbar: Die Verbindungen nach Hamburg / Amsterdam / Berlin / Prag / Dresden werden von der DB betrieben und landen, wenn nicht andere Bahnunternehmen einspringen, auf dem Abstellgleis.

Am Samstag 28.11.2015 fahren die „Train-to-Paris“ Züge der International Union of Railways (UIC) in Paris ein und bringen so hunderte Delegierte und Regierungsmitglieder zum Klimagipfel. Mit der „Train-to-Paris“ Kampagne will die UIC auf das ungenutzte Potenzial des Schienenverkehrs bei der Erreichung der Klimaziele hinweisen. Merkwürdigerweise fehlt die SBB und die Schweizer Delegation für den Klimagipfel fast gänzlich bei der diesjährigen UIC-Kampagne. Noch vor sechs Jahren wurde die Reise des damaligen Bundesrats und UVEK-Vorstehers Moritz Leuenberger an den Klimagipfel nach Kopenhagen mit einem Sonderzug aufwändig inszeniert. Und die SBB übernahmen damals sogar die Kosten für die Bundesrats-Bahnreise.

Die Luzerner Stimmberechtigten haben heute ein deutliches Zeichen gesetzt: Mit dem Nein zur radikalen SVP-Verkehrsinitiative sagen sie gleichzeitig Ja zu einer lebenswerten Stadt und einer stadtverträglichen Mobilität. Das Komitee „Verkehrsinfarkt Nein“ ist erfreut über dieses Ergebnis. Die Bürgerinnen und Bürger unterstützen den Weg, den die Stadt Luzern seit 2010 und der Zustimmung zum „Reglement für eine nachhaltige städtische Mobilität“ eingeschlagen hat und sagen damit Ja zur Kontinuität.

Hat der Nachtzug eine Zukunft? Diese Frage stand im Zentrum des umverkehR-Podiums von gestern Abend in Bern. Für die rund 60 Gäste, die der Diskussion folgten, wurde aus den Aussage von Armin Weber (Leiter Internationaler Personenverkehr der SBB) schnell klar, dass das Nachtzugangebot weder bei der SBB noch bei der DB strategische Priorität hat. Bei der SBB liegt der gegenwärtige Fokus im Fernverkehr auf Tagesverbindungen, die von Hochgeschwindigkeitszügen am Tag bedient werden können und in einem Radius von 4-6 Stunden liegen.

umverkehR hat heute gemeinsam mit weiteren Organisationen (IGöV, Grüne Partei, Pro Velo, Pro Bahn, Junge Grüne, JUSO, Fussverkehr Schweiz) 11ʼ114 Unterschriften für die Petition «Rettet den Nachtzug» dem UVEK in Bern übergeben. Mit der Petition fordern die Unterzeichnenden Bundesrätin Doris Leuthard und die SBB auf, die noch bestehenden Nachtzugverbindungen zu erhalten, die bereits gestrichenen Linien wieder in Betrieb zu nehmen und eine nachhaltige Strategie für den internationalen Schienenpersonenverkehr auszuarbeiten.

Seiten

Jetzt abonnieren!