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Medienmitteilungen

Der Trend zu mehr autofreien Haushalten setzt sich fort, wie der neu publizierte Städtevergleich Mobilität eindrücklich belegt. In Winterthur hat der Anteil autofreier Haushalte gegenüber 2010 um 4 Prozentpunkte zugenommen. Der Trend zu einem Leben ohne Auto setzt sich den Städten ungebremst fort. In den drei grössten Deutschschweizer Städten Basel, Bern und Zürich leben über die Hälfte der Haushalte autofrei. Es ist höchste Zeit, die Verkehrspolitik ihren Bedürfnissen anzupassen.

20 Jahre lang nichts tun. Das hat der Stadtrat mit dem Zeughausareal vor. Jetzt handeln und ein innovatives Wohnprojekt mit Vorbildcharakter aufgleisen: Das wollen 1095 Personen, die diesen Sommer die umverkehR-Petition für ein familienfreundliches und autofreies Zeughausareal in Winterthur unterzeichnet haben.

Dienstag, 24. Juni 2014
Philippe Koch

Seit knapp zwei Monaten ist Stadtrat Josef Lisibach als Vorsteher des Departements Bau im Amt. Die Umweltorganisation umverkehR hat Herrn Lisibach heute ein «Starter-Kit» zur Umsetzung des Gegenvorschlags zur Städte-Initiative überreicht. umverkehR erwartet vom Stadtrat ein klares Bekenntnis zur Festlegung im kommunalen Verkehrsrichtplan, wonach der Modalsplit zugunsten des ÖV und des Langsamverkehrs verschoben werden soll. Im überreichten Massnahmenkatalog machen die InitiantInnen konkrete Vorschläge, wie ÖV, Fuss- und Veloverkehr in Winterthur gestärkt werden können.

umverkehR fordert den Stadtrat auf, neben dem Zeughausareal auch weitere Entwicklungsgebiete autoarm zu realisieren. Autofrei zu leben ist ein Lebensstil, den immer mehr StadtbewohnerInnen wählen und der sowohl die Umwelt als auch das Haushaltsbudget schont. Mit dem brach liegenden Zeughausareal bietet sich in Winterthur die Möglichkeit, eine autofreie Siedlung mit bezahlbarem Wohnraum zu schaffen.

Am 22. September stimmt die Stadt Winterthur über die Zukunft des Zeughausareals ab. Auf dem Areal plant die Investorin Luxuswohnungen. Das Thema nachhaltige Mobilität scheint dabei nicht zu interessieren. Die Umweltorganisation umverkehR setzt sich für ein doppeltes NEIN zu Umzonung und Verkauf der Brache ein. Mit der Realisierung einer autofreien Siedlung auf dem Gelände könnte die Stadt ein wichtiges Zeichen setzen. Ebenso wäre es eine Gelegenheit, um die Umsetzung des Gegenvorschlags zur Städte-Initiative endlich voranzutreiben.

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