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ÖV-Test

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ÖV schafft Arbeitsplätze (2006)

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100 Mia. für neue Strassen? (2003)

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Oktober 2003. In einer Vergleichsuntersuchung des Bus- und Tramangebotes von 44 Städten und Agglomerationen in der Schweiz erhalten die Tarife der Monatsabonnemente die schlechtesten Noten von insgesamt 10 Kriterien. Dabei zeigt die Studie bedeutende Preisunterschiede zwischen den Agglomerationen auf.

 

Umfragen bestätigen wiederholt, dass der öffentliche Verkehr als zu teuer wahrgenommen wird. Tatsächlich sind aber die Kilometerkosten bei einem Monatsabonnement des öffentlichen Verkehrs durchwegs geringer als beim Auto. Wenn man nämlich beim privaten Motorfahrzeug auch Kosten wie Versicherung, Motorfahr-zeugsteuer, Reifen, Service, Amortisation etc. berücksichtigt, belaufen sich die Kilometerkosten bei einem Mittelklassewagen auf über 70 Rappen.

In Agglomerationsgemeinden günstiger
Eine allgemein gültige Aussage über das Tarifniveau der diversen Tarifverbunde ist kaum möglich. Je nach gewähltem Einzugsgebiet können die Preise erheblich differieren. Am günstigsten fährt man in Emmen, Gossau-Herisau und Thalwil mit Kosten von 17-20 Rappen pro Kilometer.
Da diese Städte jeweils Teil einer grösseren Agglomeration sind, wurden in der Studie die Distanzen ins Zentrum dieser Agglomerationen berücksichtigt. Für Emmen war also die Strecke nach Luzern, für Gossau die Fahrt nach St. Gallen massgebend. Wegen der grösseren Distanzen profitieren diese Städte von einem Distanzrabatt.
Aber auch in Grossstädten kann man relativ günstig fahren. So ist in Lausanne das Busfahren mit 32 Rappen pro Kilometer um beinahe 50% billiger als beispielsweise in St. Gallen, Genf oder Zürich. Mit lediglich 44 Franken für ein Monatsabonnement bezahlt man in Lausanne gleich wenig, wie beispielsweise im viel kleineren Uster.
Am teuersten fährt man in kleineren Agglomerationen wie Grenchen oder Burgdorf. Hier kostet ein Kilometer mit einem Monatsabonnement immerhin 59 Rappen pro Kilometer. Damit ist die Differenz zu den Vollkosten nicht mehr gross, die beim Gebrauch eines Autos anfallen.

Tarifzonen oft eine Schuhnummer zu gross
Das günstigste Tarifniveau weist der Tarifverbund Nordwestschweiz mit monatlich 62 Franken für das gesamte Verbundgebiet auf. Fährt man allerdings ausschliesslich in der Stadt Basel, bewegen sich die Kosten innerhalb des Schweizer Durchschnitts.
Schlecht schneiden die Vertreter des Kantons Aargau ab. Beim Tarifverbund Aargau müssen beispielsweise mindestens zwei Zonen gelöst werden. Wer also innerhalb der Agglomeration Aarau verkehrt, bewegt sich in der Tarifzone 10. Da die A-Welle aber nur ab zwei Zonen erhältlich ist, muss eine zweite Tarifzone zusätzlich gelöst werden, die vielleicht gar nicht gewünscht wird. Nur ab zwei Zonen erhältlich ist im übrigen auch Berns Bäreabo.
Die Tarifzonen bieten also oft einen Gültigkeitsbereich an, der für die tatsächlichen Bedürfnisse eine Schuhnummer zu gross ist. Eine Verbesserung bringt nur die Einführung eines günstigeren Abonnements für den Kernbereich, wie es beispielsweise im Tessin eingeführt worden ist.

Einzelfahrscheine relativ günstig
Die Studie untersuchte auch die Kosten der Einzelbillette, deren Preise mit den Parkuhren der Stadtzentren verglichen wurden. Am günstigsten fährt man in Basel und im Tessin. Dieses Resultat steht im krassen Gegensatz zur Einschätzung der Tessiner: In der Umfrage des Mikrozensus 2000 haben der Frage, ob der öffentliche Verkehrs zu teuer sei, anteilsmässig mehr Tessiner zugestimmt, als beispielsweise Deutschschweizer.
Das höchste Tarifniveau weist zwar Zürich auf. Dies wird aber durch die hohen Parkgebühren und die relativ langen Distanzen wieder relativiert. In La Chaux-de-Fonds hingegen ist das Parkieren in der Innenstadt gratis, was natürlich die Konkurrenzfähigkeit des Bussystems stark untergräbt.

 


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