umverkehR thematisiert in einer Aktionsreihe die SBB-Tariferhöhung und präsentiert nicht ganz ernst gemeinte Alternativen zur geplanten Preiserhöhung für den öffentlichen Verkehr:
in einer ersten Aktion hat umverkehR am 17. August 2010 die Einführung von Parkuhren in den Zugabteilen gefordert; wer in Zukunft sitzen möchte soll für einen Sitzplatz pro halbe Stunde 1.- Franken bezahlen. Mehr Infos: Medienmitteilung, Fotos.
Aktivistinnen und Aktivisten von umverkehR haben am 25. August 2010 beim Hauptbahnhof Bern einen Prototypen eines vier Meter langen Stehplatzwagens aufgestellt. Vor dem SBB-Zug wurde die Petition für Stehplatzwagen an das Bundesamt für Verkehr überreicht - eine verführerische Idee, aber sicherlich keine sinnvolle Lösung.
Die Reihe ist am 2. September 2010 mit einer eine Medienkonferenz in Bern abgeschlossen worden. Medienmitteilung.
Hintergrund der Aktionsreihe sind die Tariferhöhungen der SBB auf Ende Jahr. Die Kosten für den öffentlichen Verkehr sind zwischen 1990 und 2009 um fast 30 Prozentpunkte stärker gestiegen, als diejenigen für den motorisierten Individualverkehr (MIV). umverkehR ist nicht grundsätzlich gegen höhere Tarife für den ÖV. Die ÖV-Tarife dürfen aber in der Zukunft nur dann steigen, wenn auch die Kosten für das Auto erhöht werden – ansonsten kommt es zu einer Wettbewerbsverzerrung auf Kosten der Umwelt. Die wachsenden Infrastrukturausgaben dürfen zudem nicht den Bahngästen überwälzt werden, dazu muss die Politik Lösungen suchen. Ansonsten verliert der öffentliche Verkehr – der heute immer noch günstiger als das Auto ist – an Attraktivität.
weitere Hintergründe finden Sie in einem umverkehR-Gastbeitrag (leicht aktualisiert).