Die Medien haben viel über den Erfolg von umverkehR in St. Gallen berichtet. Hier einige Auszüge.
Klares Votum
Tele Ostschweiz, 9.3.2010
Ein klarer Auftrag
«Das mit 59 Prozent Zustimmung deutliche Resultat ist Bestätigung und Zustimmung zugleich. [ …] Mit dem Ja zur Städte-Initiative wird die Stadt zu konkreten Massnahmen für den ÖV und Langsamverkehr verpflichtet. Potenzial für grosse und kleine Verbesserungen gibt es genug.» St. Galler Tagblatt, 8.3.2010
St. Gallens grünes Vorbild dürfte Schule machen
«Es reicht, mehr Autos und Motorräder verträgt es nicht: In diesem Sinn äussersten sich gestern die StimmbürgerInnen von St. Gallen. […] Der St. Galler Volkswille dürfte in Zürich, Luzern, Basel und in Winterthur besonders aufmerksam registriert worden sein. Denn dort kommen bald ähnliches Vorlagen zur Abstimmung.» Echo der Zeit, Radio DRS, 8.3.2010
Nach dem Ja zur Initiative: «Jetzt wollen wir ein Tram»
«Beflügelt vom Ergebnis ist auch das St. Galler Ja-Komitee. […] Bei der Stadt rennt man mit der Tramforderung aber offene Türen ein: Laut Stadträtin Elisabeth Beéry wurden bereits Überlegungen in dieser Richtung gemacht.» 20 Minuten St. Gallen, 8.3.2010
St. Gallen will den Autoverkehr stoppen
«Die Stadt St. Gallen setzt in Zukunft konsequent auf den öffentlichen Verkehr, die Velofahrer und die Fussgänger. […] Das Resultat fiel mit 59 Prozent Ja-Stimmen überraschend klar aus.» Bund, 8.3.2010
St. Gallen soll den Autoverkehr einfrieren
«Der Abstimmungskampf hat eine Temperatur erreicht, die für die beschauliche Gallus-Stadt beachtlich ist.» Tages-Anzeiger, 3.3.2010
St. Gallen – Genf 1:0
«Aber dass es die erste einer ganzen Serie solcher Stadt-Initiativen ausgerechnet in St. Gallen geschafft hat, macht sogar müde Männer wieder munter. Plötzlich nehme ich die Jahr für Jahr um den Genfer Salon herum anschwellende Flut der Autoreklamen gelassener zur Kenntnis. ʻHerzklopfen-Tageʼ bei Renault vom 13. bis 21. März? Vielleicht kommt der Frühling anders.» Hans Steiger im P.S. vom 11.3.2010
«Nach Annahme des Reglements wird der politische Druck zur Förderung des öffentlichen Verkehrs noch zunehmen.» St. Galler Nachrichten, 11.3.2010
St. Gallen gibt den Takt vor
«Die Abstimmung in St. Gallen ist der nur der erste Streich: in Zürich, Winterthur, Luzern, Basel und Genf sind bereits ähnliche Initiativen eingereicht worden. Hinter der Kampagne steckt die Organisation umverkehR mit Sitz in Zürich. Sie agierte bisher politisch geschickt: Wegen den politischen Machtverhältnissen in St. Gallen wurde auf einen deutlich moderateren Initiativtext gesetzt als in den anderen Städten.» Wochenzeitung, 11.3.2010.
Den Velos gehört mehr Platz
«Bundesrat Moritz Leuenberger etwa betont gern, dass bei der Hälfte aller Autofahrten weniger als fünf Kilometer zurückgelegt werden. Würde nur schon ein Viertel dieser Kurzfahrten statt mit dem Auto mit dem Velo absolviert, wären auf den Strassen doppelt so viele Velofahrer wie heute unterwegs. Die Folgen würden alle Verkehrsteilnehmer spüren: weniger verstopfte Strassen, weniger Lärm, bessere Luft. Der Gedankengang des Verkehrsministers scheint mehrheitsfähig zu sein: Im März hat die Stadt St. Gallen mit 59 Prozent Ja-Stimmen eine Initiative des Vereins Umverkehr angenommen – der öffentliche Verkehr, Fussgänger und Velofahrer sollen in Zukunft bessergestellt werden. Ein Fingerzeig für die weiteren Abstimmungen, die bald in anderen Städten folgen werden.» Beobachter Nr. 8, 16.4.2010.
Diagonal durch St. Gallen
«Im Abstimmungskampf bezeichneten die Gegner der Städte-Initiative die Vorlage unter anderem als ʻPapiertigerʼ. Nun scheint das von linker Seite lancierte ʻReglement für eine nachhaltige Verkehrsentwicklungʼ […] aber bereits seine Wirkung zu entfalten. Konkret: Auf den Fahrplanwechsel vom 12. Dezember hin soll eine neue Buslinie vom Hauptbahnhof über das Klosterviertel, die Steinacherstrasse, Heiligkreuz und Bruggwald bis zum Abacus-Platz in Betrieb benommen werden.» St. Galler Tagblatt, 4.5.2010