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100 Mrd. - Romandie PDF Drucken E-Mail

 

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Die wichtigsten Strassenbauvorhaben in der Romandie

 

Kanton Neuenburg

Der Kanton Neuchâtel plant, die H10 und die H20 in Richtung Landesgrenze (Le Col-des-Roches bzw. Les Verrières) auszubauen und so die internationalen Verkehrsbeziehungen über den Jura zu verbessern. Dabei sollen mittels Ortsumfahrungen die letzten Engpässe eliminiert werden (Umfahrungen von Corcelles [NE4], Peseux [NE5]  und Rochefort [NE6] bei der H10; 2. Etappe Umfahrung La Chaux-de-Fonds [NE7] und Untertunnelung von Le Locle [NE8] bei der H20). Punkto Ausbaus des Nationalstrassennetzes ist im Jahre 2020 die Überlastung der Verzweigung Vauseyon [NE2] und des Anschlusses Maladière [NE3] absehbar, weshalb entsprechende Ausbauten in der Zusammenstellung berücksichtigt worden sind.


Das Projekt NE1 gehört zur Fertigstellung des Nationalstrassennetzes und wird hier beschrieben.

 

Kanton Waadt

Das grösste Strassenprojekt in der Agglomeration Lausanne stellt die Umfahrung von Morges dar. Seit der Eröffnung der A1 im Vorfeld der Expo Lausanne wird Morges von der Autobahn entzwei geschnitten. Täglich frequentieren über 82’000 Fahrzeuge diesen Abschnitt (Zählstelle Préverenges, 2006). Der Kanton Waadt plant deshalb eine neue Umfahrungsautobahn von der Verzweigung Villars-Sainte Croix nach Morges Ouest [VD9], wobei die bestehende Autobahn zu einem städtischen Boulevard umgebaut werden würde.
Mehr oder weniger grosse Kapazitätsengpässe bis 2020 sind auf der A1 von Genf bis Lausanne und weiter nördlich bis Chavornay sowie auf der A9 von Lausanne bis ins Rhônetal zu erwarten. Ein Ausbau dieser Autobahnabschnitte [VD1-8] würde schätzungsweise auf über 4 Mrd. Franken zu stehen kommen. Unsinnig wäre ein solcher Ausbau, da hier der öffentliche Verkehr noch ein grosses Potenzial beinhaltet. Ein Ausbau der Strecke Lausanne-Saint-Triphon [VD3-5] ist schliesslich auch daher problematisch, da er einen landschaftlichen Eingriff in das kürzlich als Unesco-Welterbe klassierte Lavaux-Gebiet bedeuten würde.

 

Kanton Genf

Rund 70% der Stimmberechtigten lehnten 1996 je ein Brücken- und ein Tunnelprojekt für eine Über- bzw. Unterquerung des unteren Genferseebeckens («Traversée de la Rade») an der Urne ab. Den Ausschlag für die klare Absage gaben die ausserordentlich hohen Kosten von über einer Milliarde Franken sowohl für das Tunnel- wie auch das Brückenprojekt, die der Kanton Genf selber hätte bezahlen müssen. So war beispielsweise die Rede einer Erhöhung der  Motorfahrzeugsteuer um 50% während zwei Generationen.
Inzwischen wird das Projekt wieder diskutiert: einerseits wegen dem für die Region Genève prognostizierten Mehrverkehr von 40% und andererseits wegen der Aussicht auf eine Bundesbeteiligung im Rahmen des Fonds für Agglomerationsprojekte. Die aktuelle Linienführung soll die Avenue de la France (rechtes Seeufer) mit dem Quai Gustave Ador (linkes Seeufer) verbinden und eine Verlängerung bis zur Route de la Malagnou aufweisen [GE2].
Allerdings hat der grösste Teil des Verkehrs das Stadtzentrum selber zum Ziel. Der Tunnel würde nur gerade 15% des Verkehrs der Mont-Blanc-Brücke übernehmen. Berücksichtigt man den prognostizierten Mehrverkehr von 40% ist absehbar, das von einer dauerhaften Entlastung des Genfer Stadtzentrums keine Rede sein kann. Der zunehmende Verkehr benötigt ausserdem Parkplätze und diese ihrerseits Erschliessungsstrassen. Alle diese Fragen sind angesichts der prekären Platzverhältnisse auch mit einem Tunnel unter dem See hindurch ungelöst.
Neu wird vom Regierungsrat auch eine <Grande Traversée de la Rade> [GE3] ins Auge gefasst. Dabei handelt es sich um eine Verbindung zwischen Le Vengeron (rechtes Seeufer) und Belotte (linkes Seeufer) mit einer Verlängerung bis zur französischen Autobahn in Annemasse, wodurch Genf einen Autobahnring erhielte. Eine solche Verbindung würde 2-3 Mrd. Franken kosten. Eine Abstimmung über die Finanzierung würde entfallen, wenn der Bund diese Autobahn ins Bundesstrassennetz aufnehmen würde. Wegen des langfristigen, zeitlichen Rahmens wird die <Grande traversée> bei den Kostenschätzungen aber nicht weiter berücksichtigt. Hingegen ist ein bis 2020 mit einer Überlastung der Umfahrungsautobahn von Genf zu rechnen, weshalb ein entsprechender Ausbau in der vorliegenden Zusammenstellung berücksichtigt wurde [GE1].

Die Übersicht über die Strassenbauvorhaben im Kanton Jura finden Sie hier.
Die Übersicht über die Strassenbauvorhaben im Kanton Wallis finden Sie hier.
Die Übersicht über die Strassenbauvorhaben im Kanton Freiburg finden Sie hier.

 

Nr. Strecke Kosten (Mio.) Stand/Bau Bemerkungen
NE1 Tunnel de Serrières 140 2008-2014  
NE2 Réaménagement échangeur de Vauseyon *15    
NE3 Réaménagement Jonction de la Maladière *15    
NE4 Evitement de Corcelles **18 2003-2008  
NE5 Evitement de Peseux 90 après 2010  
NE6 Evitement de Rochefort 25 après 2010  
NE7 Evitement de Chaux/Fonds, 2ème étappe 112    
NE8 Traversée Le Locle 180 après 2010  
  Total Neuenburg 595    
VD1 Chavornay-Cossonay *260    
VD2 Cossonay-Verzw. Crissier *80    
VD3 Vennes-Villars Sainte Croix *240    
VD4 Vevey-Lausanne *497    
VD5 Saint-Triphon-Vevey *690    
VD6 Rolle-Morges *180    
VD7 Nyon-Rolle *210    
VD8 Vengeron-Nyon *400    
VD9 Contournement de Morges 1400 ab 2022  
VD10 Contournement de Morges (études) 100 nach 2008  
VD11 Nouvel accès Yverdon Ouest *30 Priorité 1  
VD12 Nouvel accès Yvereon Sud *15 Priorité 1  
VD13 Bretelle autoroutière Corsy-Lutry 250 2011-2015  
VD14 Réaménagement A1 Ecublens-La Maladière 95 2010-2013  
VD15 Adapatation Morges Ouest-Venoge 72 2010-2013  
VD16 Compléments locaux/jonction de Chavannes 20 2015-2016  
VD17 Extension Jonction Blécherettes 30 2010-2013  
VD18 Lausanne, Réseau routier Sous-Gare 80 2015-2017  
VD19 Évitement de Coppet 10    
VD20 Évitement du centre d'Aubonne 18    
VD21 Évitement de Donatyre 3    
VD22 Évitement de Daillens 5    
VD23 A144 Rennaz VD-Les Evouettes 80.7    
VD24 Évitement de Moulins 10    
VD25 Nyon, Grande Ceinture *24    
VD26 Contournement de Sullens *15    
VD27 Contournement de Mont *15    
VD28 Contournement de Morrens 10    
VD29 Nouvelle liaison Prilly-Route de la Broye *400 Option  
VD30 Évitement du Mont sur Lausanne *160    
VD31 Évitement de Chavannes-de-Bogis *30    
VD Tunnel sous Ouchy ???      
  Total Waadt 5430    
GE1 A1, Elargissement Vengeron-Plan Les Ouates *720    
GE2 Traversée de la Rade 800    
GE3 Grande traversée du lac/"contournement est" nicht berücksichtigt   2-3 Mrd. Franken
GE4 Connexion Genève Sud-contourn. autoroutier *80    
GE5 évitement Meyrin 74 dès 2008  
GE6 Traversée de Vésenaz 45 dès 2008  
GE7 Jonction autoroutière de Versoix 15    
GE8 Evitement de Versoix *20    
GE9 Jonction autoroutière de Fernex 20    
GE10 Route des Nations, Grand-Saconnex 100    
GE11 Evitement de Chancy 10    
  Total Genf 1884    
         
    *Kosten geschätzt
    **im Bau: nur Kostenanteil der restlichen Bauzeit
 

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