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ÖV-Test 2006 - Distanz zur Haltestelle PDF Drucken E-Mail
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  Rangliste
Distanz (m) Note
1 Chur 113 5.10
2 Biel 115 5.07
3 Frauenfeld 125 4.93
4 Lugano 130 4.86
5 Schaffhausen 133 4.81
  Zug 133 4.81
7 Luzern 134 4.80
8 Kreuzlingen 135 4.78
9 La Chaux-de-Fonds 136 4.77
10 Yverdon 139 4.73
11 Fribourg 141 4.70
  Zürich 141 4.70
13 Morges 142 4.69
14 Grenchen 143 4.68
15 Lausanne 143 4.68
16 Genève 144 4.66
  Schwyz 144 4.66
18 Bellinzona 146 4.63
  Rapperswil 146 4.63
20 Emmen 148 4.60
  Glattal 148 4.60
22 Bern 150 4.57
  Neuchâtel 150 4.57
24 Sion 154 4.51
  Uster 154 4.51
  Vevey-Montreux 154 4.51
27 Thalwil 156 4.49
28 Burgdorf 158 4.46
29 St. Gallen 159 4.44
  Wetzikon-Gossau 159 4.44
31 Zofingen-Wiggertal 162 4.40
32 Basel 166 4.35
  Thun 166 4.35
34 Furttal 167 4.33
  Winterthur 167 4.33
36 Olten 169 4.30
37 Baden 170 4.29
38 Aarau 171 4.27
39 Locarno 172 4.26
40 Limmattal 173 4.24
41 Liestal 179 4.16
42 Küsnacht-Zollikon 182 4.11
43 Solothurn 186 4.06
44 Basel-Süd 199 3.87
45 Rheintal 232 3.40
Die durchschnittliche Distanz zur nächsten Haltestelle gibt auch einen Wert dafür, wie gut der öffentliche Verkehr das Siedlungsgebiet in der Fläche erschliesst.

Resultate
Generell wird dieses Teilkriterium in der Schweiz gut erfüllt. Die mit Abstand besten Werte weisen Chur und Biel mit durchschnittlich lediglich 113 bzw. 115 m Distanz zu einer Bushaltestelle auf.

distanz

Grosse Änderungen fanden in den letzten drei Jahren keine statt. Einzig in Thun (neue Buslinie ins Westquartier) und in Frauenfeld (neue Linie 4) sind sichtbare Verbesserungen festzustellen. Schlechter bewertet als das letzte Mal wird Aarau. Hier schlägt die Aufhebung der Ortsbuslinie in Suhr zu Buche. Als ungenügend bewertet wurden die südlichen Agglomerationsgemeinden von Basel und das St. Galler Rheintal. In Basel-Süd wirken vor allem die Tramlinien mit relativ grossen Haltestellenabständen ungünstig. Zu beachten ist aber, dass diese grossen Haltestellenabstände relativ hohe Fahrgeschwindigkeiten erlauben, wodurch die tiefere Bewertung bei der Distanz zur Haltestelle wieder aufgewogen wird. Im Rheintal liegt ein grundsätzliches, strukturelles Problem durch die geringe Siedlungsdichte vor. Die Erschliessung von grossflächigen Einfamilienhausquartieren lohnt sich wegen dem geringen Potenzial entlang der Strecke weniger.

Details zur Bewertung
Die durchschnittliche Distanz zur Haltestelle wird indirekt über die Erschliessung in der Fläche berechnet. Massgebend dafür sind die Siedlungsfläche und die Zahl der Haltestellen des gesamten Liniennetzes. Dabei werden Haltestellen, die nur in einer Richtung bedient werden (vor allem Endhaltestellen und Haltestellen von Ringlinien) auch nur zur Hälfte gezählt.
Berücksichtigt werden alle öffentlichen Verkehrsmitteln, die innerhalb des Untersuchungsgebietes mit einem Einzelbillett benutzt werden können, beispielsweise auch S-Bahnen und Regionalbusse.
  • Note 6 (Höchstwert): Der Höchstwert wird so festgelegt, dass die Qualität der Erschliessung durch den motorisierten Individualverkehr entspricht (Nähe zu Parkplatz). Dass das Auto sprichwörtlich «vor der Haustür» steht, ist in den wenigsten Fällen so. Für den ÖV-Test wird der Höchstwert mit 50 m festgelegt.
  • Note 1 (Tiefstwert): Der Tiefstwert wird so festgelegt, dass die Erschliessung durch den öffentlichen Verkehr so schlecht ist, dass eine Alternative gewählt werden muss. Diese Grenze wird hier bei 400 m festgelegt. Bei grösseren Entfernungen zu einer Haltestelle, wird es plötzlich attraktiv, den ganzen Weg zu Fuss zurückzulegen.
In der Praxis werden sowohl Höchst- wie auch Tiefstwert durch den öffentlichen Verkehr kaum erreicht.
 

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