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ÖV-Test 2006 - Bedienungshäufigkeit PDF Drucken E-Mail
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  Rangliste
Bedienungs-
häufigkeit (Min.)
Note
1 Zürich 5.7 5.53
2 Basel 6.7 5.44
3 Luzern 7.5 5.38
4 Bern 8.2 5.32
  Genève 8.2 5.32
6 Neuchâtel 10.1 5.16
7 Winterthur 10.2 5.15
8 Biel 10.8 5.10
  Lausanne 10.8 5.10
10 Schaffhausen 11 5.08
  St. Gallen 11 5.08
12 Fribourg 11.1 5.08
13 Lugano 11.6 5.03
14 La Chaux-de-Fonds 12 5.00
15 Baden 12.2 4.98
16 Thun 13.5 4.88
17 Zug 14.5 4.79
18 Basel-Süd 14.7 4.78
19 Limmattal 14.9 4.76
20 Emmen 15.7 4.69
21 Chur 16.4 4.63
22 Küsnacht-Zollikon 17.5 4.54
23 Kreuzlingen 17.9 4.51
24 Vevey-Montreux 18.2 4.48
25 Glattal 18.5 4.46
26 Aarau 18.7 4.44
27 Liestal 19.4 4.38
28 Olten 19.6 4.37
29 Uster 21.5 4.21
30 Frauenfeld 22.4 4.13
31 Furttal 23.2 4.07
32 Locarno 23.7 4.03
33 Rheintal 24.8 3.93
34 Solothurn 26.6 3.78
35 Morges 27.1 3.74
36 Rapperswil-Jona 27.6 3.70
37 Wetzikon 28.8 3.60
38 Schwyz 29.7 3.52
39 Yverdon 30.2 3.48
40 Thalwil 32.3 3.31
41 Burgdorf 35.8 3.02
42 Grenchen 36.6 2.95
43 Bellinzona 39.2 2.73
44 Sion 41.4 2.55
45 Zofingen-Wiggertal 42.3 2.48
Die Bedienungshäufigkeit einer Haltestelle ist wohl das wichtigste Kriterium. Sie ist sowohl Ausdruck für die maximale Wartezeit, aber auch für die Flexibilität, die der öffentliche Verkehr in der Benutzung erlaubt. Bei Taktfrequenzen von unter 10 Minuten wird beispielsweise die Konsultation eines Fahrplanes überflüssig.

Resultate
Wie erwartet weisen grössere Städte und Agglomerationen mit hoher Siedlungsdichte auch die höhere Bedienungshäufigkeit auf. Mit 5.7 Min. ist die Stadt Zürich an der Spitze zu finden, gefolgt von Basel, Luzern, Bern und Genève. Hier muss man keinen Fahrplan mehr konsultieren, wenn man mit dem öffentlichen Verkehr unterwegs ist. Unter den Grossstädten weist Lausanne die tiefste Bewertung auf. Dabei fällt der Sonntagsfahrplan ins Gewicht, der auf den meisten Hauptlinien nur einen 20 Min.-Takt vorsieht.
Als ungenügend bewertet werden das St. Galler Rheintal, Solothurn, Morges, Wetzikon, Schwyz, Burgdorf, Grenchen und Zofingen-Wiggertal. Es handelt sich um kleine Agglomerationen mit geringer Siedlungsdichte, die auch entsprechend schlechter mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen werden können. Dies gilt weniger für Rapperswil-Jona, Yverdon, Thalwil, Bellinzona und Sion, welche ebenfalls ein «ungenügendes» Fahrplanangebot aufweisen. Ursache ist hier hauptsächlich der mangelnde oder fehlende Abend- und Sonntagsfahrplan.
Seit 2003 hat sich Burgdorf am meisten verbessert. Neben häufigeren Buskursen fällt hier auch die Einführung des Tarifverbundes «Libero» ins Gewicht. Da Busbillette nun auch für die S-Bahnzüge gültig sind, wurden neu auch deren Fahrpläne berücksichtigt.
Von weiteren Einzelfällen mit markanten Fahrplanverdichtungen abgesehen, zu denen auch das Zürcher Glattal, Frauenfeld, Liestal und in geringerem Masse auch Olten und Genève zu zählen sind, fanden ansonsten keine markanten Veränderungen statt. Der grosse Fahrplanwechsel vom Dezember 2004 hatte in diesem Bereich also nur geringe Wirkung.

Details zur Bewertung
Die Bedienungshäufigkeit ergibt sich aus der Anzahl Abfahrten von einer bestimmten Haltestelle und wird in Minuten ausgedrückt. Massgebend sind alle Linien, die eine Haltestelle bedienen (jeweils nur in eine Richtung).
Es wird von einer Betriebsdauer von 18 Stunden (beispielsweise von 6 bis 24 Uhr) während allen sieben Wochentagen ausgegangen. Bussysteme ohne Abend- oder Sonntagsfahrplan werden also entsprechend schlechter bewertet.
Berücksichtigt werden alle öffentlichen Verkehrsmittel, die innerhalb des Untersuchungsgebietes mit einem Einzelbillett benutzt werden können, beispielsweise auch S-Bahnen und Regionalbusse. Haltestellen, die nur in eine Richtung bedient werden, werden nur zur Hälfte gezählt.
  • Note 6 (Höchstwert): Der Höchstwert wird so festgelegt, dass die Bedienungshäufigkeit derjenigen des motorisierten Individualverkehrs entspricht. Da das Auto immer verfügbar ist, entspricht dies einer «Wartezeit» von null Minuten.
  • Note 1 (Tiefstwert): Der Tiefstwert wird mit 60 Min. festgelegt. Wenn eine Haltestelle in einer Richtung also weniger als 1x pro Stunde bedient wird, wird dies als unzumutbar bezeichnet.
  • Note 4 (genügender Wert): Aus der Festlegung von Höchst- und Tiefstwert ergibt sich die Note 4, die bei 24 Min. liegt. Anders ausgedrückt: Ein Fahrplan mit einem durchgehenden Halbstundentakt und Zusatzkursen in den Spitzenzeiten wird für den städtischen Raum als «genügend» erachtet.
 

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