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Strassenbauatlas der Schweiz (2007) PDF Drucken E-Mail
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Zürich, 2.8.2007. Rund 100 Milliarden Franken kostet es, realisiert man alle Strassenprojekte, die für die nächsten 20 Jahre geplant werden. Das vorhandene Geld reicht bei weitem nicht. Mit Investitionen in Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr können wesentlich mehr Kapazitäten geschaffen werden. umverkehR fordert deshalb in Städten und Agglomerationen künftig klare Prioritäten beim ÖV zu setzen und auf den Bau neuer Hochleistungsstrassen zu verzichten.

Gegen 100 Milliarden Franken würde die Fortsetzung der aktuellen Strassenbaupolitik in den nächsten 20 Jahren erfordern, wie eine von umverkehR publizierte Studie zeigt. Hauptgrund für die hohen Kosten sind nicht zuletzt Tunnelprojekte mit einer Gesamtlänge von rund 400 km – die Strecke von St. Margrethen nach Genf!

Geld reicht nur für jedes dritte Agglomerationsprojekt

Die meisten Projekte liegen in den Agglomerationen. Hier beträgt der Bedarf, rechnet man auch alle Autobahnprojekte ein, 60 Milliarden Franken. Der neu geschaffene Fonds für Agglomerationsprojekte ist nur imstande, einen Drittel der Projekte zu finanzieren. Auch auf dem Nationalstrassennetz werden Staus zur Gewohnheit werden: Die im Infrastrukturfonds für die Engpassbeseitigung auf dem bestehenden Nationalstrassennetz vorgesehenen 5.5 Milliarden Franken reicht nur für einen Viertel des notwendigen Betrages aus. Staus werden

ÖV die bessere Alternative

Damit ist die Verkehrspolitik, die prioritär auf die Engpassbeseitigung auf den Strassen setzt, von vorneherein zum Scheitern verurteilt, zieht Christian Harb, Präsident von umverkehR, Fazit.
«Gerade in Agglomerationen bieten aber Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr beste Alternativen», fährt er fort. Ein einziger Zug der Zürcher S-Bahn bietet beispielsweise bis zu 1200 Sitzplätze, was umgerechnet einer stehenden Autokolonne von beinahe 7 km Länge entspricht. Bahn und Bus sind also um ein Vielfaches effizienter als der motorisierte Individualverkehr. Bei knappen Geldressourcen werden die Mittel sinnvollerweise prioritär beim ÖV, Fuss- und Veloverkehr eingesetzt.
Um den prognostizierten Mehrverkehr auffangen zu können, genügen 25 Mrd. Franken (inklusive Betrieb und Unterhalt) wie eine Studie der Metron im Jahre 2004 aufzeigte. Eine solche Politik wäre nicht nur billiger, sie würde auch helfen, die Emissionsziele beim CO2 zu erreichen, welche bisher deutlich verfehlt wurden. Weniger Lärm, Ozon und Feinstaub wären die willkommenen «Nebenwirkungen».

Radikale Neuorientierung gefordert

umverkehR fordert, dass die Prioritäten in Städten und Agglomerationen künftig eindeutig auf die umweltfreundlichen Verkehrsträger gesetzt werden. Lediglich Agglomerationsprojekte des öffentlichen, Fuss- und Veloverkehrs sollen in den Genuss von Bundessubventionen kommen. Neue Hochleistungsstrassen schaffen Mehrverkehr und verschärfen die Probleme. Sie konkurrenzieren sinnvolle Massnahmen bei den umweltfreundlichen Verkehrsträgern und wirken so kontraproduktiv.

Weiter zur Studie.
 

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