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umverkehR hat es sich zum Ziel gemacht, mit der Städte-Initiative dem Verkehrschaos den Kampf anzusagen und die Lebensqualität in den Städten zu steigern. Die verkehrspolitische Umweltorganisation reichte im 2008 in fünf Deutschschweizer Städten bzw. Stadtkantonen Volksinitiativen ein. Diese sollen den ÖV, Fuss- und Veloverkehr fördern und eine Kapazitätserhöhung von Haupt- und Hochleistungsstrassen unterbinden. Die Stossrichtung ist in allen fünf Städten die Gleiche: Mehr Lebensqualität dank besserer Luft, weniger Lärm und Staus, durchgehenden Velowegnetzen und einem attraktiven ÖV-Angebot.
Bis Frühling 2009 wurden die Städte-Initiativen in Basel, Genf, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich mit sehr guten Sammelresultaten eingereicht. In März 2010 nahm die Stimmbevölkerung in St. Gallen die erste der sechs Städte-Initiativen mit 59 Prozent Ja-Stimmen deutlich an. Das positive Resultat wird auch in den anderen Städten zur Kenntnis genommen. Ausser in Genf, wo sich die Regierung hinter das Volksbegehren stellt, haben alle anderen Städte einen Gegenvorschlag formuliert. Die verschiedenen Vorlagen kommen im 2010 bzw. 2011 zur Abstimmung; die nächste Abstimmung ist am 26. September 2010 in Luzern - Kampagnen-Homepage.

Die Initiative setzt bei den grössten Verkehrsproblemen an. Diese sind heute nicht am Gotthard, sondern in den Zentren: Die Städte und Agglomerationen ersticken immer mehr im Verkehr – und auch die Busse und Züge werden immer voller. Der Handlungsbedarf ist dringend. Und die Voraussetzungen für Alternativen zum Auto sind im städtischen Raum dank der hohen Siedlungsdichte ideal. Zug, Velo, Tram- und Fussverkehr sind hier um ein vielfaches effizienter als der MIV (motorisierte Individualverkehr): Die Kapazität eines S-Bahnzugs beispielsweise entspricht einer 7 Kilometer langen stehenden Autokolonne.
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