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Genf, 4.3.2009. Die Umweltorganisation umverkehR hat heute ihre Initiative zur Förderung des Velo- und Fussverkehrs in Genf lanciert. Vor einer stark befahrenen Genfer Strasse hat umverkehR einen rund zehn Meter langen grünen Vorhang aufgezogen Die Aktion machte deutlich, dass die Stadtbevölkerung durch die Annahme der Initiative an Lebensqualität gewinnen wird. Die Städte-Initiative will die umweltfreundlichen Fortbewegungsmittel dank der Entwicklung von sicheren und attraktiven Fuss- und Velowegen sowie Veloparkplätzen fördern. Fünf weitere Städte-Initiativen mit ähnlich lautenden Forderungen sind bereits in Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich eingereicht worden.
Zusammen mit Mitgliedern von zwölf weiteren Organisationen und Parteien (von der CVP bis zum VCS) haben AktivistInnen von umverkehR heute Morgen an einer der meist befahrenen Strassen Genfs die Städte-Initiative lanciert. Ein kleines Lokal am Strassenrand wurde plötzlich gemütlich, als die Strasse durch einen grünen Vorhang ausgeblendet wurde, auf dem flanierende Fussgänger und eine Velofahrerin zu sehen sind. Der Verantwortliche der Städte-Initiative Genf, Philippe de Rougemont, erläuterte an der Aktion: «Durch die Städte-Initiative gewinnen Genf und die fünf anderen Städte Lebensqualität, konkret eine geringere Luftverschmutzung, weniger Lärm und Staus. Durchgehende Fahrrad- und Fusswege werden zum Umsteigen auf Drahtesel und Schusters Rappen ermuntern.» Die Initiative setzt bei den grössten Verkehrsproblemen an. Diese sind heute nicht primär am Gotthard, sondern vor allem in den Zentren. Die Städte und Agglomerationen ersticken immer mehr im motorisierten Individualverkehr. Busse und Züge sind zu den Hauptverkehrszeiten überfüllt (so z.B. die Linie Genf - Lausanne). Es muss gehandelt werden. Nadia Bischof, die Zuständige für die Deutschschweizer Initiativen, unterstreicht: «Durch die hohe Siedlungsdichte bieten sich die Städte und Agglomerationen für Alternativen zum Auto förmlich an. Zug, Tram, Bus, Velo- und Fussverkehr sind hier ein Vielfaches effizienter als der motorisierte Individualverkehr.» Während über dem Automobilsalon und der Autobranche düstere Wolken aufziehen, sehen Velofahrende und FussgängerInnen einer rosigen Zukunft entgegen – zum Wohl der Bevölkerung, der Umwelt und einer zurück eroberten Wohnlichkeit in der Stadt. |