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Winterthur, 8.8.2011. Die Umweltorganisation umverkehR nimmt mir grosser Freude zur Kenntnis, dass der Gegenvorschlag zur Städte-Initiative in Winterthur rechtsgültig ist. Winterthur ist bereits die fünfte Stadt, in der die Städte-Initiative einen Erfolg erzielt hat. Damit der Anteil des motorisierten Verkehrs bis 2025 auch tatsächlich um 8 Prozent reduziert werden kann, braucht es nun eine gezielte Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs und verkehrsberuhigende Massnahmen in den Quartieren.
Nachdem kein Referendum gegen den Gegenvorschlag zur Städte-Initiative eingereicht worden ist, ist der Richtplan-Eintrag rechtsgültig. Die Umweltorganisation umverkehR als Initiantin sieht den Winterthurer Gegenvorschlag zur Städte-Initiative als einen guten Kompromiss; aus diesem Grund hat das Initiativkomitee die Initiative im Juni auch bedingt zurückgezogen.
Der Gegenvorschlag verlangt, dass der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs in der Stadt um 8 Prozentpunkte gesteigert wird. «Damit das Ziel der Vorlage erreicht wird, braucht es nun von der Regierung und vom Parlament eine konsequente Bevorzugung der umweltfreundlichen Verkehrsmittel», verlangt Thomas Stahel, Geschäftsleiter von umverkehR. Das neue städtische Gesamtverkehrskonzept, welches diesen Frühling in der Vernehmlassung war, zeigt eine Reihe von Massnahmen dazu auf. Der ÖV beispielsweise muss mit einem dichteren Taktfahrplan und dem längeren Betrieb am Abend gestärkt werden. Ganz wichtig ist, dass Busse auf den Hauptstrassen und an den Lichtsignalen bevorzugt werden. Zudem braucht es verkehrsberuhigende Massnahmen in den Quartieren. «Eine Stadt- oder Agglobahn in der Region Winterthur könnte gar einen ÖV-Quantensprung bewirken», sagt Reto Diener vom Initiativkomitee der Städte-Initiative und Gemeinderat der Grünen. Weiter brauche es mehr gedeckte Veloabstellplätze, so Diener, v.a. an den Bahnhöfen. «Mit durchgängigen Velorouten könnte der Veloanteil weiterhin so gesteigert werden, dass Winterthur DIE Velostadt in der Schweiz bleibt.»
Nach den Abstimmungserfolgen in Basel (Gegenvorschlag), Genf (Initiative), Luzern (Gegenvorschlag) und St. Gallen (Initiative), ist Winterthur bereits die fünfte Stadt, wo die Städte-Initiative erfolgreich ist. «Die guten Resultate der Städte-Initiativen zeigen deutlich, dass die Bevölkerung in den Städten eine Trendwende in der Verkehrspolitik wünscht und die Prioritäten bei ÖV, Fuss- und Veloverkehr sieht», stellt Stahel fest. Die letzte der Vorlage kommt am 4. September in Zürich an die Urne. Stahel ist überzeugt, dass die Städte-Initiative auch dort gut abschneiden wird.
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