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Basel hat heute im Vergleich zu anderen Deutschschweizer Städten einen relativ hohen Anteil an ÖV, Fuss- und Veloverkehr. Mit der im Sommer 2008 eröffneten Nordtangente wird die Belastung auf den Hochleistungstrassen um Basel weiter zunehmen (neue Strassen führen ja bekanntlich zu mehr Verkehr). Es besteht somit die Gefahr, dass der Verkehr der überlasteten Osttangente in die umliegenden Quartiere ausweicht. Der Druck, bestehende Hochleistungstrassen auszubauen und geplante zu realisieren, wird durch den wachsenden Autoverkehr stark ansteigen: Der Bund wünscht einen Ausbau der Osttangente von zwei auf drei Spuren, und auch der so genannte Gundelitunnel wird von den Behörden gepusht.

Die Städte-Initiative Basel möchte dieser Entwicklung entgegensteuern. Sie fordert, dass der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs in den nächsten zehn Jahren um 10 Prozentpunkte erhöht wird. Zudem sollen der Neu- und Ausbau von Hauptverkehrsstrassen nur dann zulässig sein, wenn dadurch die Kapazität des Strassennetzes für den motorisierten Individualverkehr nicht erhöht wird.
Nach einer turbulenten Debatte im Grossen Rat hat das Parlament einen Gegenvorschlag verabschiedet. Dieser kommt zusammen mit der Städte-Initiative vors Volk, sofern die Initiative nicht bis Ende August zurückgezogen wird.
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