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ÖV-Test 2006 - Alter Fahrzeugpark PDF Drucken E-Mail
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  Rangliste
Alter Fahrzeug-
park (Jahre)
Note
1 Kreuzlingen 2 6.00
2 Thalwil 3.3 6.00
3 Chur 3.5 6.00
4 Frauenfeld 4 6.00
  Solothurn 4 6.00
6 Burgdorf 4.1 6.00
7 Lugano 4.2 6.00
8 Grenchen 4.9 6.00
9 Rheintal 5.6 5.76
10 Glattal 5.8 5.68
11 Emmen 6 5.60
12 La Chaux-de-Fonds 6.2 5.52
13 Morges 6.25 5.50
14 Schwyz 6.3 5.48
15 Uster 6.6 5.36
  Wetzikon-Gossau 6.6 5.36
17 Limmattal 6.7 5.32
  Rapperswil-Jona 6.7 5.32
19 Yverdon 6.9 5.24
20 Sion 7.3 5.03
21 Baden 7.5 5.00
22 Furttal 7.8 4.88
  Liestal 7.8 4.88
  Vevey-Montreux 7.8 4.88
25 Zug 8 4.80
26 Locarno 8.4 4.64
27 Basel 8.6 4.56
28 Aarau 8.8 4.48
29 Winterthur 8.9 4.44
30 Neuchatel 9.1 4.36
31 Thun 9.2 4.32
32 Schaffhausen 9.7 4.12
33 Biel 10 4.00
  Küsnacht-Zollikon 10 4.00
  Zofingen-Wiggertal 10 4.00
36 Luzern 10.1 3.96
37 Bellinzona 10.2 3.80
38 Olten 10.4 3.97
39 Bern 10.5 3.80
40 Fribourg 10.8 3.68
41 Genève 11.6 3.36
42 Basel Süd 12.1 3.16
43 Zürich 12.9 2.84
44 Lausanne 14.5 2.20
45 St. Gallen 18.2 1.00

Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge ist nicht nur eine Grösse für den Fahrkomfort, der den Kunden geboten wird. Busse und Trams prägen ein Stadtbild und sind – wenn sie neu und in attraktivem Design erscheinen – beste Werbung für den öffentlichen Verkehr.

Resultate
Die Resultate sind nicht einfach nur ein Spotlicht auf den aktuellen Stand der normalen Fahrzeugbeschaffungspolitik der Transportunternehmungen. So weist beispielsweise Chur einen andauernd neu erscheinenden Fahrzeugpark auf und wirkt so ungleich dynamischer als etwa St. Gallen: Hier hat nicht nur das Durchschnittsalter der Busse die normale Abschreibungsdauer überschritten, das ganze Erscheinungsbild (inkl. Fahrgastinformation und Schutzdächer über den Haltestellen am Bahnhof) scheint in den 80er-Jahren stecken geblieben zu sein.
Neben St. Gallen verfügen auch Luzern, Bellinzona, Bern, Zofingen-Wiggertal, Fribourg, Locarno Genève, Olten, Basel-Süd (BLT) und vor allem Zürich und Lausanne über einen überalterten Fahrzeugpark. In Zürich werden erst nach und nach Busse und Trolleybusse ersetzt, die Ende 80er- und anfangs 90er-Jahre praktisch auf einen Schlag beschafft wurden. Das lange Warten auf die Zürcher Cobras mag zwar verschiedene Gründe haben, für die die VBZ nicht verantwortlich sind, auf potenzielle Fahrgäste wirken die Zürcher Trams und Busse letztendlich aber altbacken.
Grundsätzlich gilt aber, dass sich die Situation in allen Städten, die hier mit einer ungenügenden Note bewertet wurden, in den nächsten Jahren ändern wird.

Details Bewertung
Die Betriebsdauer von Trams ist etwa doppelt so lange wie derjenige von Bussen. Trams sind jedoch wegen ihrer ruhigen Fahrweise sehr beliebt, ein Aspekt der ansonsten nirgends zum Tragen kommt. Da Städte mit Trambetrieb entscheidend benachteiligt wären, wird das Durchschnittsalter der Tramfahrzeuge halbiert.
  • Note 4 (genügend): Busmodelle ändern erfahrungsgemäss etwa alle 7-10 Jahre ihr äusseres Design. Note 4 wird mit einem Durchschnittsalter von 10 Jahren so festgesetzt, dass der Fahrzeugpark im Durchschnitt gerade noch der letzten Generation entspricht.
  • Note 1 (Tiefstnote): Der tiefste Wert wird bei 17.5 Jahren gewählt. Damit ist das Durchschnittsalter von Trams und Bussen so hoch wie die normale Abschreibungsdauer. Das Erscheinungsbild der Fahrzeuge entspricht noch insgesamt der vorletzten Generation und wirkt entsprechend veraltet.
  • Note 6 (Höchstnote): Die Höchstnote ergibt sich aus der Wahl von Tiefstnote und genügender Note 4 bei einer linearen Skala bei einem Durchschnittsalter bei 5 Jahren.
 

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