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Am 27.3 findet die umverkehR-Generalversammlung 2010 statt. Höhepunkt ist ein Referat des Verkehrsplaners Willi Hüsler.
 
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Der Zürcher Stadtrat möchte als Gegenvorschlag zur Städte-Initiative die 2000-Watt-Gesellschaft für die Mobilität einführen. umverkehR äussert sich in der Wochenzeitung P.S. zu diesem Vorhaben.
 
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Mobilitätskosten für alle erhöhen PDF

Mit der aktuellen Tariferhöhung steigen die SBB-Billettpreise in drei Jahren um fast zehn Prozent. Die Preise beim motorisierten Verkehr bleiben dagegen seit Jahren konstant. Ohne Gegenmassnahmen droht eine Wettbewerbsverzerrung.

 

Am 14. Januar haben die SBB bekannt gegeben, dass die Tarife im Dezember 2010 steigen werden. Durchschnittlich verteuern sich die Billettpreise um 6,4 Prozent. Besonders hart trifft es die treusten KundInnen: das Halbtax-Abo soll zehn bis 20 Prozent und das GA je nach Sortiment bis zu 9,5 Prozent teurer werden.

Kommt diese neuerliche Tariferhöhung zustande, beträgt der Preisanstieg zwischen Dezember 2007 und 2010 fast zehn Prozent. Ganz anders sieht es beim motorisierten Individualverkehr (MIV) aus: der Benzinpreis hat sich im gleichen Zeitraum um elf Prozent verringert und seit 2000 um lediglich zwölf Prozent erhöht. Die Motorfahrzeugsteuern wurden in vielen Kantonen seit Jahrzehnten nicht mehr erhöht. Und auch die Einführung einer CO2-Abgabe auf Benzin und Diesel wird seit Jahren hinausgezögert, obwohl der Verkehr bereits für 44 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich ist und die Schweiz die klimaschädlichste Neuwagenflotte von Europa hat.

Die Mobilität ist heute zu günstig. Doch eine einseitige Preiserhöhung zulasten der BahnkundInnen ist falsch. Die SBB weisen im Personenverkehr seit Jahren dreistellige Millionengewinne aus (eine Ausnahme war das Jahr 2005). Es ist also nicht einsichtig, weshalb gerade die SBB-Reisenden mehr für den ÖV zahlen und das Defizit aus anderen Bereichen wie zum Beispiel dem Güterverkehr quer subventionieren sollen. Die Begründung der SBB, dass der Ausbau des Angebots höhere Billettpreise rechtfertige, entbehrt jeglicher Logik. Das bessere Angebot führt auch zu Mehreinnahmen und die Strassengebühren werden beim Ausbau des Autobahnnetzes auch nicht einfach erhöht. Es ist Aufgabe des Bundes den Grossteil des Streckenausbaus von Bahn und Strasse zu finanzieren. Falls die Gelder nicht reichen, braucht es neue Einnahmequellen wie zum Beispiel eine CO2-Abgabe.

Wenn die SBB-Preise nun einseitig ansteigen, führt dies zu einer Wettbewerbsverzerrung. Auch wenn der öffentliche Verkehr im Vergleich zum MIV in den meisten Fällen immer noch billiger ist, hat eine einseitige Preiserhöhung eine falsche Signalwirkung. Gerade angesichts der grossen Verkehrsbelastung in den Agglomerationen und der Klimaerwärmung sind viele heute bereit vom Auto auf den ÖV umzusteigen. Steigende Bahn-Preise bremsen diese erfreuliche und notwendige Entwicklung. umverkehR fordert deshalb, dass der Bundesrat und das Parlament gegen die einseitigen Tariferhöhungen aktiv werden: Zum einen sollen auch die Kosten für den Strassenverkehr erhöht werden, zum anderen sind die SBB-Preiserhöhungen zu überdenken. Von einseitigen Tariferhöhungen profitiert niemand: Es kann auch nicht im Interesse der Autofahrerinnen und Autofahrer sein, wenn sich morgens und abends noch mehr Fahrzeuge in den Agglomerationen und Städten stauen. Erhöhen wir die Mobilitätskosten also auch für die Strasse – zum Nutzen von allen.

 

 

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