Die Homepage für nachhaltige Mobilität Logo D|F 
  umverkehR Logo
Logo
arrow Startseite Medienmitteilungen Logo

 

Pressebilder

 

Medienschaffende finden hier hochauflösende Pressebilder, welche frei genutzt werden können (mit Hinweis "Foto umverkehR").

 
umverkehR hilft Bundesrat Leuenberger beim Geldsammeln PDF Drucken E-Mail
FacebookDel.icio.usTwitter
Zürich, 9.12.2002. An einer Pressekonferenz präsentierte umverkehR eine neue Studie zum Strassenbau. Christian Harb, Präsident von umverkehR und Verfasser der Studie, forderte eine neue Betrachtungsweise in der Verkehrspolitik.

Denn es drohen durch den massiven Neu- und Ausbau neue Transitachsen zu entstehen, speziell in den Kantonen Aargau und Luzern. Sorgen machen umverkehR auch die immensen Kosten, die eine solche Politik verursacht. Darum habt umverkehR zusammen mit unserem Verkehrsminister und Harry Haslers samt Blondinen mit einer klangvollen Sammelaktion schon mal den Grundstein zu einer soliden Finanzierung gelegt.
Die in der neuen Studie detailliert aufgelisteten Strassenbauvorhaben würden insgesamt unglaubliche 100 Milliarden Franken kosten. Die von den Avanti-Initianten geforderte zweite Gotthardröhre ist nämlich nur die Spitze des Eisbergs. Den grossen Rest bilden die zahlreichen Strassenbauvorhaben in der ganzen Schweiz, unter anderem viele teure Tunnels. Geri Müller, Fraktionspräsident der Grünen Aargau, nennt am Beispiel des Kantons Aargau zwei Ursachen für den Strassenbauwahn: Die dezentrale Besiedelung und eine Steuerpolitik, die die Trennung von Wohn- und Arbeitsort fördert. Beides führt zu mehr Autoverkehr. Dieser wiederum lässt Engpässe sowie starke Verkehrsbelastungen in den Ortschaften entstehen und den Ruf nach neuen Strassen, vielfach Umfahrungsstrassen, laut werden.

Umfahrungsstrassen: Neue Transitachsen anstatt Entlastungstrassen
In der Studie sticht aber besonders ins Auge, dass durch den Bau vor allem von Umfahrungsstrassen neue leistungsfähige Transitachsen entstehen. Die Wege werden kürzer und somit kann bei der auch kilometerabhängigen LSVA gespart werden. Die Folge ist, dass sich der Schwerverkehr von den überlasteten Autobahnen auf dieses attraktive Schnellstrassennetz verlagern wird.

Umfahrungsstrassen werden aber gerade unter dem Etikett der Entlastung propagiert. Zum Beispiel die 150 Millionen Franken teure Umfahrungsstrasse bei Burgdorf. Christa Markwalder, jungfreisinnige Grossrätin aus Burgdorf, kritisiert dieses Projekt als typisch für die schweizerische Verkehrspolitik, denn der Nutzen steht in keinem Verhältnis zu den Kosten. Der Nutzen, das heisst die Entlastung, ist denn auch gleich Null, da durch den Bau solcher Strassen neuer Verkehr angezogen und Staus einfach verlagert werden.

Singende BundesrätInnen?
Der Bundesrat, die Avanti-Initianten und die Asphalt-Lobby wollen uns ein Strassennetz aufdrängen, das wir uns aus finanzieller und ökologischer Sicht gar nicht leisten können. Es werden immer wieder Engpässe entstehen, die nach gängiger Logik mit Steuer-Milliarden beseitigt werden müssen. Die fehlen dann aber in anderen wichtigen Bereichen, wie zum Beispiel im Gesundheitswesen oder bei der Bildung. Vielleicht müssen in Zukunft die BundesratskollegInnen den Verkehrsminister beim Singen begleiten?

 

Valid XHTML and CSS.

Powered by Joomla!

© 2006-2008 umverkehR