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Zürich, 4. Dezember. 7388 Personen haben eine von umverkehR lancierte Petition gegen den strassenlastigen Richtplan unterschrieben, welche mit einem Streichkonzert dem Kantonsrat übergeben wurde: Die Unterschreibenden fordern die Streichung neuer Autobahnprojekte wie Stadttunnel oder Oberlandautobahn und stattdessen klare Prioritäten beim öffentlichen Verkehr, Fuss- und Veloverkehr. Die zahlreichen Unterschriften sind Ausdruck des Unmuts der Bevölkerung, da die neue Strassenbaulawine in der Richtplanung keine Lösung für die Verkehrprobleme in den Agglomerationen darstellt.
Die Übergabe der Petition wurde musikalisch von drei Streichern unterstützt: Eine Geige, eine singende Säge und ein Kontrabass empfingen die Kantonsrätinnen und Kantonsräte in der Pause vor dem Rathaus. Mit dem Streichkonzert protestiert umverkehR gegen die mit dem Richtplan eingeleitete Strassenbauwelle im Kanton Zürich. Die Petition fordert vom Regierungs- und Kantonsrat die Streichung neuer Autobahnprojekte und stattdessen klare Prioritäten beim ÖV und Langsamverkehr. Die zahlreichen Unterschriften sind Ausdruck des Unmuts der Bevölkerung, da die neue Strassenbaulawine in der Richtplanung keine Lösung für die Verkehrprobleme in den Agglomerationen darstellt. Das Verkehrsproblem wird mit neuen Strassen nicht gelöst, dies hat sich am Baregg deutlich gezeigt. Bereits ein Jahr nach der Eröffnung der dritten Tunnelröhre wurde jenes Verkehrsvolumen erreicht, das der Umweltverträglichkeitsbericht für das Jahr 2010 prognostiziert hat. Das Beispiel Baregg beweist eindrücklich, dass der Ausbau von Strassen zu deutlich mehr Verkehr fährt und die Staus lediglich verschiebt. Die mit dem Stadttunnel prognostizierte Zunahme von 20 Prozent dürfte insofern bei weitem überschritten werden. Längerfristig werden wir die Verkehrsproblematik in den Agglomerationen nur mit dem Ausbau des
ÖVs und Langsamverkehrs in den Griff bekommen: bessere Tangentialverbindungen (z.B. ein Waidhaldentunnel für den Zug), dichtere Fahrpläne, gut ausgebaute Velonetze usw. Das ist nicht nur weit effizienter und günstiger als der Bau neuer Strassen, sondern kommt auch dem Klima zugute. Die Petition wird neben umverkehR von der IG Velo, den Grünen, den Grünliberalen, dem VCS und der IG Westtangente unterstätzt.
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