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Luzern, 22.7.2010. An der heutigen Medienkonferenz hat die Umweltorganisation umverkehR die Abstimmungskampagne für ein Ja zur Städte-Initiative am 26. September lanciert. Ein breit abgestütztes Komitee macht sich mit einer vielseitigen Kampagne für die Annahme der Initiative zur Förderung des ÖV Fuss- und Veloverkehrs stark. Ziel ist es, den Erfolg von St. Gallen zu wiederholen: Mehr Erholungsraum, weniger Lärm, sichere Strassen für alle Verkehrsteilnehmer und weniger Staus sollen sich positiv auf den Standort Luzern auswirken und die Lebensqualität in der Stadt steigern.
«Die Städte-Initiative und ihre Ziele sind realistisch und durchaus mehrheitsfähig.» so Yvonne Gilli, St. Galler Nationalrätin und Co-Präsidentin der Umweltorganisation umverkehR. Sie berichtet an der Medienkonferenz zur Lancierung des Abstimmungskampfes für ein JA zur Städte-Initiaitive vom Erfolg in St Gallen. Dort wurde die Vorlage im März mit 59% Ja Stimmen deutlich angenommen. «Fachkreise beurteilten die Städte-Initiative als realistisch und umsetzbar, und sorgten dafür, dass sich anfängliche Bedenken in Zustimmung wandelten» berichtet Gilli. Der Verkehrsplaner Prof. Zweibrücken der Hochschule für Technik Rapperswil beispielsweise habe die Städte-Initiative in St. Gallen als realistisch, zeitgemäss und planungskonform bezeichnet.
Ziel der Städte-Initiative ist es, den Anteil von ÖV, Fuss und Veloverkehr innerhalb von 10 Jahren um insgesamt 10 Prozentpunkte erhöhen, indem diese Verkehrsmittel gezielt gefördert werden. «ÖV, Fuss- und Veloverkehr sind ideale Verkehrsmittel in der dicht besiedelten Stadt. Die von der Städte-Initiative verlangte Förderung sorgt für ein bequemes und rasches Vorankommen im Bus, für sichere Velowege und attraktive Fussgängerzonen», erläutert Nico van der Heiden von umverkehR Luzern. Der Gegenvorschlag, den der Stadtrat der Initiative gegenüberstellt ist nach Ansicht der Initianten eine Absichtserklärung ohne verbindliche Ziele. Für eine Verbesserung der Verkehrssituation in Luzern brauche es deshalb die Annahme der Initiative. «Weniger Abgase, mehr Raum, bessere Luft und beruhigte Wohnquartiere bedeuten mehr Lebensqualität für alle Luzernerinnen und Luzerner», so das Fazit von Nico van der Heiden».
Im Zentrum der Abstimmungskampagne in Luzern steht die städtische Lebensqualität und die Stärkung des Standorts Luzern, führt Marcel Budmiger von umverkehR Luzern aus. Das Hauptelement der Kampagne sind Plakate, auf welchen eine Frau und ein Mann den Passantinnen und Passanten zuzwinkert und sie auffordert: «Setzen Sie ein Zeichen für mehr Lebensqualität in Luzern!» «Getragen wird die Kampagne von einem überparteilichen Komitee, in welchem sich Politikerinnen und Politiker von der CVP über die GLP, bis hin zur SP und Grünen sowie Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kultur engagieren», so Budmiger. Mit dabei sind zum Beispiel die Spitzensportlerin Renata Bucher aus Luzern-Littau, CVP-Kantonsrat Peter Zosso und der ehemalige Chefarzt des Kantonsspitals Luzern Jan-Olaf Gebbers.
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