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Zürich, 6.12.2003. «Samichlaus du liebe Maa, warum chan ich hüt keis Gschänkli ha?» So und ähnlich tönte es heute an der Bahnhofstrasse in Zürich. «Heute wegen Strassenbau kein Geld für Geschenke» titelte ein Transparent. Daneben schaufelten acht Samichläuse in Ketten als Strafgefangene Kies für neue Strassen.
«Wir haben kein Geld für Geschenke», brummelte einer der Samichläuse. Er wies auf seine Fussketten: «Ausserdem haben wir jetzt keine Zeit mehr für diese vorweihnachtlichen Pflichten, wir wurden zur Zwangsarbeit im Strassenbau eingezogen.» Mit dieser unkonventionellen Aktion forderte das Komitee Avanti-Nein.ZH die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auf, am 8. Februar 2004 ein Nein zur Avanti-Vorlage in die Urnen zu legen. Exorbitante Kosten Die Vorlage ist nämlich mit exorbitanten Kosten verbunden. Die Schätzungen bewegen sich zwischen 30 und 60 Mrd. Franken allein für den Autobahnbau.« Dabei macht man aber die Rechnung ohne den Wirt", meinte dazu Christian Harb, Medienbeauftragter des Komitees Avanti-Nein.ZH. Der durch den Autobahnbau verursachte Mehrverkehr würde sich in Städten und Dörfern stauen entsprechend müsste auch hier das Strassennetz ausgebaut werden. Die Kosten für Bund, Kantone und Gemeinden beliefen sich dann für die nächsten 20 Jahre auf rund 100 Mrd. Franken, wie eine Studie von umverkehR letztes Jahr aufzeigte. Strassenbau geht auf Kosten von Zürcher ÖV Im Kanton Zürich droht der Strassenbau riesige Ausmasse anzunehmen. Hier sind Strassenprojekte in einem Umfang von insgesamt 18 Mrd. Franken in der Pipeline, das sind immerhin 15'000 Franken pro Einwohnerin und Einwohner. Rechnet man dagegen die Projekte bei Bahn und Bus zusammen, beläuft sich die Summe auf lediglich 6 Mrd. Franken. Die Prioritäten beim Strassenbau sind für eine Agglomeration wie Zürich völlig unsinnig. Bahn und Bus, aber auch Fuss- und Veloverkehr bieten hier gute Alternativen zum Privatauto. Dabei sind sie weit umweltfreundlicher und effizienter. |