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Petition für Stehplatzwagen PDF Drucken E-Mail
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Bern, 26.8.2010. Die Umweltorganisation umverkehR hat heute eine Petition für Stehplatzwagen dem Bundesamt für Verkehr übergeben und gleichzeitig einen vier Meter langen Prototypen vorgeführt. Die Aktion zeigt eine weitere nicht wirklich ernst gemeinte Alternative zur Billet-Preiserhöhung der SBB. Für umverkehR ist klar, dass die Politik jetzt gefordert ist und Lösungen gegen weitere Tariferhöhungen beim öffentlichen Verkehr suchen muss. Die ÖV-Tarife dürfen in Zukunft nur dann weiter erhöht werden, wenn parallel auch die Kosten für den motorisierten Individualverkehr steigen, sonst kommt es zu einer Wettbewerbsverzerrung und falschen Anreizen.

 

umverkehR-AktivistInnen haben heute Morgen vor dem Hauptbahnhof einen Prototypen eines vier Meter langen Stehplatzwagens aufgestellt; aus den zwei Fenstern winkten stehende Zugreisende den Passanten und Passantinnen auf dem Bahnhofplatz zu. Der erste Stehplatzwagen wurde für die Übergabe einer Petition für Stehplatzwagen gemacht, welche mit 86 Unterschriften dem Bundesamt für Verkehr übergeben wurde.

«Mit Stehplatzwagen kann die SBB mit gleich viel Wagen viel mehr Passagiere transportieren und spart so viel Geld – weitere stehplatzwagenTariferhöhungen würden sich so erübrigen», sagt umverkehR-Geschäftsleiter Thomas Stahel bei der Übergabe mit einem Schmunzeln und ergänzt sogleich: «Stehplatzwagen seien eine verführerische Idee, sie sind aber natürlich keine sinnvolle Lösung.» Vielmehr seien Bundesrat und Parlament gefordert Massnahmen zu ergreifen, damit die Preise für die Mobilität nicht ungleichmässig steigen. «Die ÖV-Tarife dürfen in der Zukunft nur dann steigen, wenn auch die Kosten für das Auto erhöht werden – ansonsten kommt es zu einer Wettbewerbsverzerrung auf Kosten der Umwelt», zieht Stahel Bilanz.

Die Kosten für den öffentlichen Verkehr sind zwischen 1990 und 2009 um fast 30 Prozent stärker gestiegen, als diejenigen für den motorisierten Individualverkehr (MIV). Der öffentliche Verkehr ist zwar heute noch immer günstiger als das Auto. Mit der Erhöhung der ÖV-Tarife im Dezember 2010 verstärkt sich aber die für den öffentlichen Verkehr negative Preisentwicklung der letzten Jahre.

Nach der Forderung nach Parkgebühren für Sitzplätze von letzter Woche – umverkehR hat eine Parkuhr in einem Zugabteil aufgesellt – ist dies die zweite ironische Alternative zur SBB-Tariferhöhung. Am 2. September 2010 wird umverkehR an einer Medienkonferenz in Bern weitere Forderungen präsentieren.

 

 

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