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Luzern, 29.4.2010. Politikerinnen und Politiker von Mitte bis Links genossen heute morgen mit Tandem, Rikscha oder Elektromobil eine umweltfreundliche Fahrt zum Rathaus. Dort berät der Grosse Stadtrat über die Städte-Initiative und den Gegenvorschlag. Da der Gegenvorschlag auf falschen Zahlen beruht, wird eine Richtigstellung zu Gunsten der Initiative erwartet. Für die Initianten ist klar: Der Gegenvorschlag ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur die Städte-Initiative bringt die gewünschte Verbesserung der Lebensqualität in Luzern.
Anlässlich der Debatte zur Städte-Initiative im Grossen Stadtrat hat das Initiativkomitee alle Grossstadträte eingeladen, sich in einem umweltfreundlichen Gefährt zur Sitzung chauffieren zu lassen. 9 Personen aus der CVP, GLP, SP und der Grünen Partei sind der Einladung gefolgt, unter ihnen auch die Stadträtin Ursula Stämmer, welche als Leiterin der Direktion Umwelt, Verkehr und Sicherheit für den Gegenvorschlag zuständig ist.
Die Initianten erwarten die heutige Debatte mit Spannung: «Der Gegenvorschlag ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, aber nur die Städte-Initiative bringt mit Sicherheit eine Verbesserung der Lebensqualität in Luzern», sagt Karin Hess von umverkehR Luzern. «Die Initiative fördert ÖV, – Fuss und Veloverkehr und verlagert das Verkehrsaufkommen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel. Konkret verlangt sie eine Erhöhung um 10%. Der Gegenvorschlag hingegen nennt keine verbindlichen Ziele für die Verkehrsentlastung. Sein Nutzen ist deshalb nicht abschätzbar» erklärt Hess.
Falsche Zahlen des Stadtrates
UmverkehR möchte vor der Debatte nochmals betonen, dass die Zahlen im Gegenvorschlag nicht den Vorgaben der Initiative entsprechen und deshalb falsch und irreführend sind. Die Städte-Initiative schreibt als Messgrösse eindeutig alle Personenkilometer auf dem Stadtgebiet und nicht Verkehrswege vor. «Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen», kritisiert Hess. Gemäss Berechnungen von umverkehR anhand der Mikrozensus-Umfrage 2005 beträgt der Anteil des MIV in Luzern 47%. Eine Steigerung des ÖV- Fuss- und Veloverkehrs um 10% würde also eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs um rund einen Fünftel bedeuten. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es in Luzern sowohl beim ÖV- wie beim Veloverkehr ein grosses Potential.
Pressefotos der Aktion
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