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Nein zum Tram Zürich West PDF Drucken E-Mail
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Zürich, 26.4.2007. Das Tram Zürich West ist mit einen massiven Ausbau der Pfingstweidstrasse verbunden, welcher Mehrverkehr für die ganze Stadt Zürich bringen wird und die Aussicht auf gute Luft im Kreis 5 aussichtslos macht. Die umverkehR-Regionalgruppe Zürich unterstützt das Referendum gegen den Tramkredit als einzige Möglichkeit, einen weiteren Strassenausbau zu verhindern.

umverkehR setzt sich grundsätzlich für den öffentlichen Verkehr ein. Doch nicht jedes Tram-Projekt» ist auch ein gutes. Im Falle des «Tram Zürich West» wird mit dem Sympathieträger Tram Abstimmungspolitik gemacht und gleichzeitig fast zwei Drittel der Projekt-Gelder für den Strassenbau verwendet. So werden mit dem Tram zugleich die Kapazitäten der Pfingstweidstrasse um fast 20 Prozent erhöht. Statt die Prioritäten auf den ÖV zu setzen, werden so Tram und Bus konkurrenziert. Niemand steigt vom Auto auf das Tram um, wenn gleichzeitig die Strassenkapazitäten massiv erhöht werden.
Störend ist zudem, dass die «Tram-Vorlage» der Anfang eines massiven Strassen-Ausbaus ist. Als Teil der «Ypsilon»-Autobahn soll der Verkehr über die Pfingstweidstrasse und den Kreis 5 ins Zentrum geführt und mit dem Stadttunnel verbunden werden. Allein der Stadttunnel wird laut Angaben der Stadt rund einen Fünftel mehr Verkehr nach Zürich bringen (10'000 zusätzliche Autofahrten pro Tag).

Ein neuer «Rosengarten»
Anfang 2009 wird die Westumfahrung eröffnet und damit die Pfingstweidstrasse entlastet. Statt eines Ausbaus wäre ein massiver Rückbau nötig, um diesen Entlastungseffekt langfristig sicher zu stellen und so einen Schritt in Richtung Umsetzung der Luftreinhalteverordnung zu machen. An die Pfingstweidstrasse kommen einige Tausend Wohnungen zu liegen. Dies werden durch die Emissionen von bis zu 50'000 Fahrzeugen täglich belastet – wollen wir einen neuen «Fall Rosengarten» in Zürich schaffen?

Kapazitäten genügen vorläufig
Die wichtigsten Areale in Zürich-West sind durch den Bahnhof Hardbrücke und das Tram auf der Hardturmstrasse gut erschlossen. Entlang der Pfingstweidstrasse genügen die Kapazitäten der bestehenden Buslinien. Die Frequenzen der kürzlich eröffneten ersten Etappe der Glatttalbahn (Tramlinie 11 bis Auzelg) halten sich tagsüber und am Wochenenden in engen Grenzen. Dies wird auch dem Tram im Zürcher Westen blühen. Es gibt zudem Beispiele, wo grösserer Handlungsbedarf besteht: So fehlt es an attraktiven Querverbindungen von Zürich-Nord nach Zürich-West. Auch Witikon und Neuaffoltern verfügen über keine direkte Verbindung in die Zürcher Innenstadt.
Aus all diesen Gründen unterstützt die Regionalgruppe Zürich von umverkehR das Referendum gegen den Tramkredit. Nur mit einem Nein zum Tram Zürich West kann ein weiterer massiver Strassenausbau verhindert werden. Stadt und Kanton haben genügend Zeit, ein besseres Projekt auszuarbeiten; die in Aussicht stehenden Subventionen des Bundes können auch später noch angefordert werden.

Link zum Referendum-Komitee
 

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