Zürich, 5.3.2007. Heute beginnt im Zürcher Kantonsrat die Schlussdiskussion des Verkehrsrichtplans. Aus Protest gegen die strassenlastige Vorlage hat die verkehrspolitische Umweltorganisation umverkehR Mitte Januar einen Wettbewerb ausgeschrieben, wie die 24 Milliarden sinnvoller verwendet werden könnten. Die fünf besten/originellsten Einsendungen wurden nun prämiert. Es gibt Alternativen zum wahllosen Strassenbau! umverkehR fordert den Kantonsrat deshalb auf, den Verkehrsrichtplan als Ganzes abzulehnen. Stattdessen soll in den effizienten und klimafreundlichen ÖV, Fuss- und Veloverkehr investiert werden.
24 Milliarden Franken sollen im Rahmen des Verkehrsrichtplans in den nächsten 20 bis 30 Jahren für Strassen verbaut werden. Eine Mehrheit von CVP, FDP, EVP und SVP hat in der Richtplan-Debatte jegliche Anpassungsvorschläge unterbunden und somit eine zukunftsfähige Verkehrspolitik verhindert. Zum einen versuchen Bürgerliche aus den Reihen von CVP und FDP mit ökologischen Lippenbekenntnissen für die Kantonsratswahlen Stimmen zu gewinnen, zum anderen fördern dieselben PolitikerInnen mit ihrer Politik konkret den Klimakollaps. Doch um gegen den Klimawandel vorzugehen sind neue Strassen ein Schritt in die falsche Richtung. Pragmatische Ansätze sind gefragt, nicht ideologisches Betonklotzen. Die Einsendungen auf den umverkehR-Wettbewerb belegen, dass es Möglichkeiten gibt – auch wenn einige Vorschläge eher zum Schmunzeln anregen. Tatsache ist, dass neue Strassen Mehrverkehr erzeugen und somit nur neue Probleme schaffen. Im städtischen Raum bringt nur die Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs eine Besserung. umverkehR fordert deshalb den Verkehrsrichtplan als Gesamtpaket zurückzuweisen oder im Minimum dem Stimmvolk vorzulegen. |