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St. Gallen, 28.10.2009. Gestern wurde im St. Galler Stadtparlament ein Postulat eingereicht, welches den Stadtrat auffordert die Einführung eines Veloverleihsystems abzuklären, wie es unterdessen die meisten grösseren Schweizer Städte einführen möchten. Mit einem solchen System können die Alternativen zum motorisierten Individualverkehr gestärkt werden, wie es auch die Städte-Initiative fordert, welche in der Stadt St. Gallen am 7. März 2010 zur Abstimmung kommt.

 

In verschiedenen europäischen Städten von Barcelona bis Kopenhagen wurden in den letzten Jahren Veloverleihsysteme, auch Velo-Mobility genannt, eingeführt, welche dem Veloverkehr neuen Schwung gaben. Der Verleih läuft über automatisierte Fahrradstationen, die engmaschig verteilt sind. Unterdessen ist Velo-Mobility auch in zahlreichen Schweizer Städten ein Thema. Im Sinne der zum Abstimmung kommenden Städte-Initiative haben gestern Doris Königer (SP), Thomas Brunner (glp) zusammen mit Stefan Rosenblum (CVP) ein Postulat eingereicht, das den Stadtrat auffordert abzuklären, wie sich ein solches System in St. Gallen umsetzen lässt. «Mit diesem Postulat möchten wir einen weiteren 'Puzzlestein' für eine kombinierte Mobilität in der Stadt St. Gallen anregen und den Veloverkehr in St. Gallen stärken», erklärt Mitinitiantin Doris Königer (SP). «Veloverleihsysteme sind eine Möglichkeit um die Ziele der Städte-Initiative umzusetzen, welche im Frühjahr 2010 zur Abstimmung kommt.» Die hügelige Topografie in St. Gallen, so fügt Königer an, erschwere zwar eine grossflächige Einführung; es gebe aus anderen Städten aber verschiedene Lösungsansätze. So werde man das Thema Elektrovelos vielleicht in das Angebot integrieren müssen. «Wir sind auf jeden Fall überzeugt, dass in St. Gallen ein Potenzial für ein solches Veloverleihsystem vorhanden ist.»

Es erleichtert die Erfolgschancen von Velo-Mobility, wenn die Systeme in den verschiedenen Städten kompatibel sind. Die Umweltorganisation umverkehR fordert deshalb, dass sich die Stadtbehörden von Basel, Bern, Biel, Lausanne, Luzern, St. Gallen und Zürich untereinander absprechen und begrüsst eine nationale Anlaufstelle, wie sie Pro Velo Schweiz und die Velokonferenz Schweiz zurzeit am aufbauen sind. «BenutzerInnen sollten sich in der ganzen Schweiz ohne Probleme anmelden können und das System muss benutzerfreundlich sein», fordert Thomas Stahel Geschäftsleiter von umverkehR.

 

 

Mehr Details zu Velo-Mobility im Postulat als PDF.

 

 

 

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