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Luzern, 26.9.2010. umverkehR ist erfreut über das gute Abstimmungsergebnis der Städte-Initiative und über die Annahme des Gegenvorschlags in Luzern. Luzern ist nach St. Gallen somit bereits die zweite Stadt, in der sich eine Mehrheit für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung ausspricht: In Zukunft soll in Luzern der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs stetig erhöht werden, der motorisierte Individualverkehr dagegen darf nicht weiter zunehmen.
Die Stadt Luzern hat heute den Gegenvorschlag der Städte-Initiative mit 63 Prozent angenommen. Die Initiative erzielte mit 45.8 Prozent Ja Stimmen ein gutes Ergebnis. «Das Abstimmungsergebnis ist ein klares Bekenntnis zur umweltfreundlichen Verkehrspolitik» sagt Karin Hess vom Initiativkomitee. Denn der angenommene Gegenvorschlag habe die gleiche Stossrichtung wie die Initiative. Schade sei jedoch, dass darin quantitative Ziele für die angestrebte Verkehrsentwicklung fehlten. Das gute Resultat für die Städte-Initiative müsse jedoch nun bei der weiteren Planung berücksichtigt werden. «Wir fordern die Regierung auf, rasch konkrete Ziele und Massnahmen zur Erhöhung des Anteils des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs festzulegen.» Die unter dem Namen «Agglomerationsprogramm» versammelten Strassen- und ÖV-Projekte müssen nun gemäss den Massstäben des neuen «Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung» frisch bewertet werden. «Vorrang haben Projekte, die eine Verlagerung auf den öffentlichen Verkehr bewirken» so Hess. Der Stadtrat muss sich mit allen Mitteln dafür einsetzen, dass Luzern ein voll ausgebautes S-Bahn-Netz erhält und für Fussgänger und Velofahrende attraktiver wird. In einer nachhaltigen Verkehrsplanung machen hingegen millionenschwere Strassenprojekte wie der Bypass keinen Sinn. Er würde ÖV-Projekte konkurrenzieren und Mehrverkehr generieren.
Die InitiantInnen werden sich für eine rasche Festlegung der Ziele für die Erhöhung Anteils des ÖV- Fuss- und Veloverkehrs einsetzen und die Umsetzung des «Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung» kritisch beobachten.
Die Städte-Initiative soll auch in Basel, Zürich, Winterthur und Genf für mehr Lebensqualität und weniger Verkehrsbelastung sorgen. umverkehR ist zuversichtlich, dass in diesen Städten nicht nur der Gegenvorschlag, sondern auch die Städte-Initiative angenommen werden wird.
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