Luzern, 27.3.2007. Die verkehrspolitische Umweltorganisation umverkehR plant auf Frühling 2008 die Lancierung einer Städte-Initiative zur Entlastung der Agglomerationen durch den Verkehr. Zusätzlich hat umverkehR beschlossen die Klima-Initiative der Umweltverbände zu unterstützen.
An der Generalversammlung (GV) vom letzten Wochenende haben sich die Mitglieder von umverkehR ausgesprochen, die Städte-Initiative weiter auszuformulieren. Mit der Städte-Initiative soll das Verkehrschaos im städtischen Raum bekämpft und die Lebensqualität gesteigert werden. Aufgrund der hohen Siedlungsdichte sind im städtischen Raum die Möglichkeiten für klima-freundliche Alternativen zum Auto ideal. Ziel der Städte-Initiative ist es, dass der Personenverkehr im städtischen Raum mehrheitlich durch den ÖV, Fuss- und Veloverkehr bewältigt werden soll. Da der Ausbau des ÖV nur bedingt zum Umsteigen führt, solange die Strassen weiter ausgebaut werden, beinhaltet die Initiative auch ein Moratorium für den Bau von Hochleistungstrassen. Ob die Initiative national oder gleichzeitig in mehreren Städten und Kantonen lanciert werden soll, wird an einer Mitgliederversammlung im Herbst entschieden; lanciert wird voraussichtlich im Frühling 2008. Der Handlungsbedarf in der Klimapolitik ist gross. Doch während der Verbrauch von Brennstoffen zum Heizen in den letzten Jahren abgenommen hat (minus 6,2 Prozent zwischen 1990 und 2005), steigt der Treibstoffverbrauch zum Autofahren weiterhin an (plus 8,6 Prozent). Der Verkehr ist unterdessen bereits für 40 Prozent des CO2-Ausstosses verantwortlich. Es ist also höchste Zeit auch die heilige Kuh Auto an den Hörnern zu packen und Massnahmen gegen den wachsenden Verkehr zu unternehmen. Die Klima-Initiative ist ein erster und notwendiger Schritt. Die Mitglieder von umverkehR haben in diesem Sinne entschieden auch die Klima-Initiative zu unterstützen.
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