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Basel atmet auf - Ja zur Städte-Initiative PDF Drucken E-Mail
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Basel, 4. 11. 2010. Die Umweltorganisation umverkehR, Initiatin der Städte-Initiative, hat heute zu einer Medienkonferenz an ungewohnter Lage eingeladen. In einer der am stärksten vom Verkehr belasteten Wohnung des Kantons Basel-Stadt hat umverkehR aufgezeigt, wie Basel mit einem Ja zur Städte-Initiative an Lebensqualität gewinnt. Mit einem Stopp des Ausbaus von Autobahnen, einer konsequenten Förderung des ÖV, Fuss-, Veloverkehrs und Massnahmen zur Verkehrsberuhigung in den Wohnquartieren gewinnt Basel bessere Luft, weniger Lärm, sichere Verkehrswege und ein attraktives Wohnumfeld.

 

Ein Grossteil der Basler Bevölkerung leidet heute unter der starken Verkehrsbelastung. Die Umweltorganisation umverkehR, welche die Städte-Initiative Basel 2008 lancierte, hat deshalb heute Morgen eine Medienkonferenz auf dem Balkon einer stark belasteten Wohnung in Basel durchgeführt. Unter dem Lärm der A2 forderte Sabine Gerber von umverkehr Basel klare Prioritäten bei den umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie ÖV, Fuss- und Veloverkehr. «Die Städte-Initiative ist eine Investition in die Zukunft und stärkt den Standort Basel: Ein doppeltes Ja am 28. November bedeutet mehr Platz für Kinder, sicheres Überqueren der Strasse für ältere Menschen, eine wachsende Attraktivität des Wohnorts Basel, weniger Lärm und bessere Luft.» 
Als zweiter Redner sprach Bruno Keller, Anwohner an der Osttangente, über den Ausbau der Hochleistungstrassen im Kanton Basel-Stadt. «Der Autobahnausbau löst die Staus nicht auf, sondern verlagert sie lediglich bis zum nächsten Engpass.» Die zwischen 1995 und 2000 eröffneten Nationalstrassen haben innerhalb von wenigen Jahren ein zusätzliches Verkehrswachstum von 15 bis 20 Prozent verursacht. Basel sei keine Ausnahme: 2009 wurde die Nordtangente fertig ausgebaut, die Engpässe haben sich bereits in den Osten der Stadt verschoben. Die Städte-Initiative setzt einen Riegel und verhindert einen weiteren Ausbau. «Es stellt sich zudem die Frage» so Keller, «weshalb zwei Drittel der Stadtbevölkerung ohne Auto unterwegs sind und die gleichen unter den Folgen leiden müssen, die zum Grossteil von Nicht-BaslerInnen verursacht werden?»
Die Kampagnenleiterin Marianne Gehring sprach zum Schluss über die nationale Bedeutung der Abstimmung. «Wir haben die sechs Städte-Initiativen dort lanciert, wo die Verkehrsprobleme am grössten sind und gleichzeitig die Bedingungen für Alternativen zum motorisierten Individualverkehr ideal.» Das aktuelle Jahr habe aufgezeigt, dass umverkehR mit dieser Strategie auf dem richtigen Weg ist: In St. Gallen wurde die Städte-Initiative mit fast 60 Prozent angenommen und in Luzern der Gegenvorschlag mit 63 Prozent. «Das Ja zur Städte-Initiative in St. Gallen hat gezeigt, dass unsere Initiative wichtige Impulse setzen kann», so Gehring.  So wird im nächsten Jahr bereits eine neue Buslinie in Betrieb genommen. «Wenn die Gegnerschaft in Basel nun davon spricht, dass jede vierte Fahrt verboten wird, ist das Angstmacherei» fügt Gehring an. umverkehR hält auch Massnahmen wie Road-Pricing für unnötig – dazu braucht es sowieso eine Anpassung der Bundesverfassung.

 

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