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Alternativen für den Autoverkehr am Rosengarten PDF Drucken E-Mail
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Zürich, 10.11.2010. Die Umweltorganisation umverkehR empfiehlt für die Abstimmung vom 28. November ein Ja zum Rosengarten-Tram, da es eine wichtige Lücke im ÖV-Angebot schliesst und gleichzeitig eine Alternative für den Autoverkehr bietet. In wenigen Jahren werden zudem der Tiefbahnhof und die neue Durchmesserlinie sowie das Tram Zürich West eröffnet, was das Umsteigen auf den ÖV weiter fördert. Diese Investition gleichzeitig mit einer neuen Strasse zu konkurrenzieren, wäre unwirtschaftlich. Auch bei der Teilrevision der Parkplatzverordnung votiert umverkehR für ein Ja, damit in Zürich endlich autofreie Wohnsiedlungen möglich werden und der Veloverkehr gestärkt wird.

 

Bis heute steht keine leistungsfähige Direktverbindung zwischen Zürich-Nord und dem Limmattal zur Verfügung. Die Umweltorganisation umverkehR empfiehlt deshalb ein Ja zur «Initiative Rosengarten-Tram» und zum Gegenvorschlag, welche diese wichtige Lücke im ÖV-Netz schliessen möchten. Das Provisorium Rosengartenstrasse würde durch die Reduktion auf zwei Spuren endlich beruhigt und deren AnwohnerInnen vor Lärm entlastet. «Der Bau eines Waidhaldetunnels wäre dagegen kontraproduktiv», warnt Christian Harb, Co-Präsident von umverkehR. Damit würde der Verkehr nicht verschwinden, sondern wegen der zusätzlichen Kapazitäten deutlich zunehmen. Die AnwohnerInnen an den Zufahrtsstrecken und Tunnelportalen wären die Leidtragenden. Lärm und Gestank würden von der Rosengartenstrasse einfach an andere Orte verlagert. «Den ÖV ausbauen und gleichzeitig mit neuen Strassen zu konkurrenzieren ist in höchstem Masse unwirtschaftlich», so Harb weiter. Für den Autoverkehr auf der Rosengartenstrasse werden in Kürze mehrere Alternativen zur Verfügung stehen: Der Transitverkehr kann seit kurzem die Stadt Zürich umfahren. Für den Verkehr von und nach Zürich werden in wenigen Jahren der Tiefbahnhof und die neue Durchmesserlinie für den Bahnverkehr eröffnet, dank der das Angebot der S-Bahn massiv erweitert werden kann. Diese grossen Investitionen müssen zu einer Entlastung der am stärksten belasteten Wohnquartiere wie zum Beispiel an der Rosengartenstrasse führen.

Auch bei der Teilrevision der Parkplatzverordnung (PPV) macht sich umverkehR für ein Ja stark. Die PPV ist ein wichtiges Instrument den Veloverkehr in der Stadt Zürich attraktiver zu machen, da das Fahrrad in Zukunft mehr Platz bekommt.

Weiter werden mit einem Ja zur PPV endlich auch autofreie Wohnsiedlungen ermöglicht, welche bisher durch die Pflichtparkplätze verhindert wurden. Für Harb ist diese neue Regelung angesichts der sinkenden Zahlen von zugelassenen Autos in der Stadt Zürich absolut zeitgemäss. «Es ist absurd, dass es heute für eine Bauherrschaft nicht möglich ist freiwillig auf teure Tiefgaragenparkplätze zu verzichten», wundert sich Harb. «In Zürich lebt doch fast die Hälfte der Haushalte ohne Auto.»

 


 

 

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