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Basel, 3.12.2008. Die Umweltorganisation umverkehR hat heute die Städte-Initiative zur Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs nach weniger als der Hälfte der offiziellen Sammelfrist mit 3503 Unterschriften eingereicht. Dies zeigt deutlich, dass die Priorität der Verkehrspolitik künftig beim sanften Verkehr liegen soll, und die Strassenkapazität nicht weiter ausgebaut werden darf. An der Einreichung hat umverkehR deshalb einen grünen Zebrastreifen für den ÖV, Fuss- und Veloverkehr ausgelegt.
Aktive von umverkehR und dem Initiativkomitee haben heute Mittag vor dem Rathaus einen Fussgängerstreifen ausgerollt, dessen Streifen aus grünem Rasenteppich bestehen. Über diesen Zebrastreifen wurden die Unterschriften von Kindern und Erwachsenen auf Fahrrädern, einem Leiterliwagen und mit einem grossen Spielzeugzug dem künftigen Regierungspräsidenten, Guy Morin, übergeben. Die Aktion macht deutlich, dass die Städte-Initiative zu mehr Lebensqualität in Basel beiträgt, indem sie den Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs am Gesamtverkehrsvolumen erhöhen will. «Die Stadtbevölkerung hat genug von Lärm, Gestank und Staus», erläuterte Thomas Stahel, Geschäftsleiter umverkehR, bei der Einreichung. «Die Leute in den Städten und Agglomerationen wollen sich heute mit dem ÖV, Fuss- und Veloverkehr fortbewegen. Die Stadtbehörden sollen sich dementsprechend für diese effizienten und klimafreundlichen Verkehrsmittel stark machen sowie einen Ausbau der Strassenkapazität mit allen Mitteln verhindern.» Nach Annahme der Städte-Initiative – die von einem breiten Bündnis von Organisationen und Parteien unterstützt wird – soll der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs innerhalb von 10 Jahren um mindestens 10 Prozentpunkte erhöht werden. Welche Massnahmen der Kanton Basel-Stadt konkret ergreift, um dieses Ziel zu erreichen, schreibt die Städte-Initiative nicht vor. Nadia Bischof, Kampagnenkoordinatorin umverkehR: «Wir setzen uns zusammen mit unseren Partnern für die Optimierung des Angebots von ÖV, Fuss- und Veloverkehr ein. Dadurch sollen die Leute motiviert werden diese sanften Verkehrsmittel dem Auto vorzuziehen.» Lücken im Angebot sieht das Initiativkomitee vor allem im Bereich der Tangentialverbindungen, von einem Aussenquartier zum anderen. Aber auch das Tram- und Velonetz kann noch verbessert werden. Davon profitieren alle, auch FussgängerInnen. Velofahrende müssen dann nicht mehr aufs Trottoir ausweichen. Die Städte-Initiative wurde im Oktober und November bereits in Luzern, Winterthur und Zürich eingereicht. Überall mit sehr guten Sammelresultaten. Nächste Woche folgt in St. Gallen noch die letzte Einreichung der fünf deutschschweizer Städte. |