Winterthur, 25.11.2008. Die Umweltorganisation umverkehR hat heute gemeinsam mit Vertretern von lokalen Parteien und Organisationen die Städte-Initiative zur Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs mit 1608 Unterschriften eingereicht. 1608 Winterthurer und Winterthurerinnen fordern, dass die Priorität der Verkehrspolitik künftig beim sanften Verkehr liegen soll, und die Kapazität der Hauptverkehrsachsen nicht weiter ausgebaut werden darf. An der Einreichung wurde deshalb ein grüner Zebrastreifen für den ÖV, Fuss- und Veloverkehr ausgelegt.
Aktive von umverkehR, der Grünen, der SP und von verkehrspolitischen Organisationen haben heute Morgen vor dem Stadthaus einen Fussgängerstreifen ausgerollt, dessen Streifen aus grünem Rasenteppich bestehen. Über diesen Zebrastreifen wurden die Unterschriften von Kindern und Erwachsenen auf Fahrrädern, einem Leiterwagen und mit einem grossen Spielzeugzug den Stadtbehörden übergeben. Die Aktion macht deutlich, dass die Städte-Initiative zu mehr Lebensqualität in Winterthur beiträgt, indem sie den Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs am Gesamtverkehrsvolumen erhöhen will. «Die Stadtbevölkerung hat genug von Lärm, Gestank und Staus. Das zeigen die 1608 Unterschriften deutlich», erläuterte Reto Diener, Mitglied des Initiativkomitees, bei der Einreichung. «Die Leute in den Städten und Agglomerationen wollen sich heute mit dem ÖV, Fuss- und Veloverkehr fortbewegen. Die Stadtbehörden sind aufgefordert sich dementsprechend für klimafreundliche Verkehrsmittel stark zu machen und keinen weiteren Ausbau der Strassenkapazitäten für den motorisierten Privatverkehr mehr zu unterstützen.» Nach Annahme der Städte-Initiative soll der Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs bis 2025 um mindestens 10 Prozentpunkte gegenüber dem Stand von 1998 erhöht werden. Mit einer Zwischenkampagne wird umverkehR frühzeitig aufzeigen, dass die Initiative umsetzbar ist. Nadia Bischof, Kampagnenkoordinatorin umverkehR: «Wir setzen uns zusammen mit unseren Partnern für die Optimierung des Angebots der effizienten und umweltverträglichen Mobilität ein. Bessere Tangentialverbindungen der Busse und die Optimierung des Velowegnetzes, zum Beispiel im Zentrum, machen das Umsteigen attraktiver.» Anfang Oktober wurde die Städte-Initiative in Zürich mit mehr als dem Doppelten der erforderlichen Unterschriften eingereicht. Drei Wochen später folgte die Einreichung in Luzern, wo die Unterschriften bereits zweieinhalb Wochen nach der Lancierung zusammen waren. Im Dezember reicht umverkehR die Initiativen auch in Basel und St. Gallen ein. |