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14'812 Unterschriften für die Städte-Initiative Genf PDF Drucken E-Mail
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Genf, 2.7.2009. In weniger als vier Monaten hat die Umweltorganisation umverkehR  14'812 Unterschriften für ihre Initiative zur Förderung von Fahrrad- und Fussgängerverkehr im Kanton Genf gesammelt. Die Bevölkerung aller Altersstufen nahm das Anliegen mit Begeisterung auf und macht damit deutlich, dass sie die Analyse von umverkehR teilt: Der Fuss- und Veloverkehr hat einen riesigen Nachholbedarf. Die Initiative möchte diese sanften Mobilitätsformen dank gesicherten Übergängen für FussgängerInnen und einem durchgehenden Velowegenetz mit separaten Spuren auf den Hauptstrassen fördern. Im letzten Jahre sind bereits fünf Städte-Initiativen in Basel, Luzern, St. Gallen, Winterthur und Zürich eingereicht worden.

 

umverkehR-AktivistInnen sowie Mitglieder 13 weiterer Umweltorganisationen und Parteien haben heute Morgen im Rahmen einer farbenprächtigen Velokarawane dem kantonalen Genfer Abstimmungsdienst die 14'812 gesammelten Unterschriften überreicht. Es handelt sich dabei um ein ausserordentlich gutes Sammelresultat, ist die Hürde für Volksinitiativen im Kanton Genf mit 10'000 Unterschriften innerhalb von vier Monaten überdurchschnittlich hoch. Beim Eingang des Dienstgebäudes wurde ein grüner Fussgängerstreifen ausgerollt, über den die Unterschriften eingereicht wurden. Philippe de Rougemont, von umverkehR Westschweiz: «Genf und die fünf anderen Deutschschweizer Städte werden mi den Städte-Initiativen an Lebensqualität gewinnen: weniger Staus, Luftverschmutzung und Lärm.» Der letzte Punkt ist gerade in Genf sehr wichtig, fühlen sich doch hier über 40 Prozent der Bevölkerung durch den Strassenlärm belästigt. «Ein durchgehendes Velowegnetz und gesicherte Fussgängerwege werden vielen Menschen die Angst nehmen, auf die umweltfreundlichen Verkehrsmittel Füsse und Velo zurückzugreifen.» Tatsächlich hörten die SammlerInnen häufig, dass das Fehlen separater Velospuren viele Menschen daran hindert, regelmässig ihr Fahrrad zu benutzen.

Die Initiative geht die grössten Verkehrsprobleme der Schweiz direkt an: Die Städte und ihre Vororte ersticken im motorisierten Privatverkehr und der öffentliche Verkehr gelangt an seine Grenzen. Der Handlungsbedarf ist gross. Andrea von Maltitz, Koordinatorin umverkehR Westschweiz, betont: «Die hohe Dichte in den Agglomerationen ist dazu prädestiniert, Alternativen zum motorisierten Individualverkehr zu fördern. Fahrrad, Tram, Bus und Zu-Fuss-Gehen sind viel wirtschaftlicher und energieeffizienter.» Die Städte-Initiativen werden zu einem besseren Zusammenleben der städtischen Wohnbevölkerung, zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit, beitragen.

 

 

Fotos auf der Homepage von umverkehR-Romandie.

 

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