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Klima-Initiative auf Erfolgskurs PDF Drucken E-Mail
Bern, 31.8.2007. Bereits über 70’000 Unterschriften kamen für die «Volksinitiative für ein gesundes Klima» zusammen. Das Resultat zeigt deutlich: Die Bevölkerung will, dass die Schweiz ihren fairen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Die Initiantinnen und Initianten der Initiative betonen zudem, dass es beim Klimaschutz endlich vorwärts gehen muss.

 

Ende Mai lancierte der Trägerverein Klima-Initiative, der von Umweltorganisationen und Mitgliedern aus fast allen Parteien unterstütz wird, die eidgenössische «Volksinitiative für ein gesundes Klima». Die Unterschriftensammlung läuft erfreulich. Bereits über zwei Drittel der geforderten 100’000 Unterschriften kamen in den ersten drei Monaten zusammen. Die Initiantinnen und Initianten setzen ihre Anstrengungen fort und wollen bis zu den Wahlen im Oktober eine möglichst hohe Zahl von Unterschriften zusammenbringen.
Namhafte Klimawissenschafter, -wissenschaftlerinnen und deren Modellrechnungen bestätigen, dass die Klimaerwärmung allerhöchstens 2°C betragen darf, um gefährliche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zu vermeiden. Auch das Beratende Organ des Bundesrates für Fragen der Klimaänderung (OcCC) erachtet eine globale Erwärmung von 3°C als zu gravierend und fordert umfassende und wirksame Massnahmen zur Begrenzung der Erwärmung unter 2°C. Der am 16. August von Bundesrat Leuenberger vorgestellte Klimabericht schlägt aber ungenügende Massnahmen vor, die eine Temperaturerhöhung von 3°C zulassen. Die Schweiz hat ein gültiges CO2-Gestetz, das nicht umgesetzt wird, sowie einen internationalen Vertrag ratifiziert. Griffige Massnahmen können und müssen nun sofort eingeleitet werden. Zusätzlich braucht es die Klima-Initiative. Nur mit der durch sie geforderten 30 Prozent Reduktion (bis 2020) könnte der Klimawandel auf ein vertretbares Mass beschränkt werden. So würde die Schweiz den minimalen Beitrag an die notwendige CO2-Reduktion der Industrieländer leisten. Neben Deutschland, das seine Emissionen um 40 Prozent reduzieren will, ist dies immer noch bescheiden.
Um 0.5°C pro Jahrzehnt stiegen die Temperaturen in der Schweiz seit ca. 30 Jahren an. Das ist mehr als doppelt so stark wie im weltweiten Durchschnitt, wie die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL aufgrund einer aktuellen Studie im Juni 2007 bekanntgab. „Es ist damit zu rechnen, dass sich diese überdurchschnittliche Erwärmungsrate fortsetzt,“ sagt Prof. Martine Rebetez, Klimatologin an der WSL. „Unser gebirgiges Land reagiert auf Klimaveränderungen ganz besonders empfindlich. Deshalb soll die Schweiz den Klimaschutz ernst nehmen.“


Mitglieder des Trägervereins:
Alpen-Initiative, arbeitskreis tourismus & entwicklung, Ärztinnen und Ärzte für den Umweltschutz, bioterra, Club der Autofreien der Schweiz CAS, Ecologie libérale, Erklärung von Bern, EVP, Greenpeace, Grüne Schweiz, Hausverein Schweiz, Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung, Junge Grüne, JungsozialistInnen Schweiz JUSO, Naturfreunde, Oeku Kirche und Umwelt, Pro Natura-Schweizerischer Bund für Naturschutz, Schweizerische Energiestiftung SES, Schweizerischer Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband SEV, Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, SKF - Schweizerischer Katholischer Frauenbund, SP Schweiz, Schweizerische Vereinigung für SonnenenergieSSES , Umverkehr, Verkehrs-Club der Schweiz VCS, Vereinigung Bündner Umweltorganisationen, WWF Schweiz.

 

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