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Zürich, 4.9.2011. Die Umweltorganisation umverkehR ist hocherfreut über die Annahme der Städte-Initiative in Zürich. Das Abstimmungsresultat ist ein klares Zeichen, dass die Stadtbevölkerung einen Richtungswechsel in der Verkehrspolitik wünscht und umweltfreundliche Verkehrsmittel klar Vortritt bekommen sollen.
Die Stadt Zürich hat heute die Städte-Initiative angenommen. Der unverbindliche Gegenvorschlag des Stadtrats ging der Bevölkerung zuwenig weit. «umverkehR ist sehr erfreut über das überraschende Resultat und das Zeichen der Stadtbevölkerung für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik», sagt Thomas Stahel, Geschäftsleiter von umverkehR. «Der Stadtrat muss nun bei der Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehr einen Zacken zulegen, damit die Ziele der Initiative erreicht werden.»
Simone Brander, Gemeinderätin SP und Mitglied des Initiativkomitees fordert, dass das Tram- und Busnetz weiter ausgebaut wird». «Der Stadtrat soll zum Beispiel mit der Planung des Trams Affoltern vorwärts machen.» Ein sehr grosses Potenzial in Zürich hat der Fuss- und Veloverkehr. «Trottoirs sollen nicht von FussgängerInnen und VelofahrerInnen geteilt werden. Es braucht mehr Platz für den Veloverkehr auf der Strasse, wenn nötig auch durch Spurreduktion auf Kosten des Autos», sagt Stahel. «Trottoirs gehören den FussgängerInnen!». Der Waidhaldetunnel und weitere Strassenneubauprojekte sind für umverkehR vom Tisch, vielmehr braucht es nun eine stärkere Verkehrsberuhigung in den Quartieren. Im öffentlichen Verkehr sind verschiedene Grossprojekte wie Durchmesserlinie, Tram Zürich West u. a. in der Realisierung; dies bietet eine einmalige Chance, den motorisierten Individualverkehr mit gezielten flankierenden Massnahmen einzudämmen.
Thomas Stahel zieht nach der letzen Abstimmung der sechs Städte-Initiativen eine äusserst positive Bilanz: «umverkehR konnte mit den Städte-Initiativen eine Erfolgsgeschichte schreiben. Die Vorlagen werden die Verkehrsplanung in den Städten nachhaltig beeinflussen, wie erste Massnahmen in St. Gallen und Basel bereits zeigen.»
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