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Bern, 17.6.2003. Der Ständerat verspricht dem Schweizer Volk mit dem Gegenvorschlag zur Avanti-Initiative den Spatz auf dem Dach, obwohl die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen mit dem Alpenschutzartikel schon lange die Taube in der Hand halten. Ein schlechter Tausch.
Mit einer zweiten Gotthardstrassenröhre werden Tür und Tor für eine Nord-Süd-Transitlawine geöffnet, die das vom Ständerat in Aussicht gestellte, fadenscheinige Verlagerungs-Gesetz nicht verhindern kann. Von zunehmendem Lastwagenverkehr werden nicht nur die Kantone Tessin, Uri, Schwyz, Nid- und Obwalden betroffen sein. Denn als Folge des massiven Aus- und Neubaus von Strassen entsteht eine Vielzahl an neuen Zufahrtsachsen zum Gotthard. So haben auch die Kantone Baselland, Luzern, Aargau und Zürich mit mehr Lärm und Gestank zu rechnen, um nur einige Beispiele zu nennen.
100 Milliarden für Strassenbau? Ein Fass ohne Boden ist die Forderung der Avanti-Initiative und des Gegenvorschlages, alle Engpässe auf dem Strassennetz zu beseitigen. Mit dieser Politik müssten in den nächsten 20 Jahren rund 100 Milliarden Franken für den Strassenbau ausgegeben werden. Dies ist ein finanz- wie auch verkehrspolitischer Unsinn, weil mit neuen Strassen Staus nicht verhindert, sondern nur verschoben werden. Zudem konkurrenzieren Stadtautobahnen den geplanten Bau von neuen S-Bahn- und Tramlinien. Aus diesen Gründen lehnt umverkehR sowohl die Avanti-Initiative als auch den Gegenvorschlag ab. Als Alternative zu diesen Vorlagen bereitet umverkehR eine Initiative vor. Ziel dieser Initiative ist es, Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr mit Mitteln aus der Treibstoffzollkasse zu fördern und werden endlich eine zukunftsfähige Verkehrspolitik einzuleiten. Lancierungszeitpunkt ist voraussichtlich der 1. März 2004. |