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13.7.2005. Bis im Herbst haben die Kantone Zeit beim Bund ihre Agglomerationsprogramme einzureichen. Nach ersten groben Schätzungen werden sich die Kosten auf 50 Milliarden belaufen. Dies ist nicht nur viel zu teuer, die Projekte sind auch stark strassenlastig.
Der Luzerner Baudirektor Max Pfister (FDP) macht keinen Hehl daraus, was ihm am Agglomerationsprogramm wichtig ist: Ziel sei es, eine möglichst grosse Tranche der Bundesgelder nach Luzern zu holen (Neue Luzerner Zeitung, 1.2.03). Mit dieser Strategie steht Luzern nicht alleine da. Rechnung geht nicht auf Bereits stehen Kostenschätzungen für verschiedene Agglomerationsprogramme zur Verfügung. Rechnet man die entsprechenden Wünsche hoch, dann belaufen sich die Kosten für die nächsten 20 Jahren auf mindestens 50 Milliarden Franken. Der Bund sieht dafür gerade mal 6 Milliarden vor. Auch wenn man die 5 Milliarden für die Engpassbeseitigung auf den Autobahnen und die Anteile von Kantonen und Gemeinden berücksichtigt, fehlt immer noch die betrüchtliche Summe von 20 Milliarden Franken. Betrachtet man die Agglomerationsprojekte detaillierter, wird zudem ersichtlich, dass zwei Drittel der Investitionen für den Ausbau des Strassennetzes vorgesehen sind. Dies ist ein denkbar schlechtes Rezept, können in Agglomerationen doch die anfallenden Verkehrsströme durch Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr wesentlich effizienter und umweltfreundlicher bewältigt werden. Eine einzige, moderne Strassenbahn etwa ersetzt eine stehende Autokolonne von etwa 600 Metern. Ein Drittel der Treibstoffgelder in den ÖV Da sich die Vernehmlassung für den Agglomerationsverkehr durch den starken Widerstand der Randregionen und Umweltverbönde stark verzögern dürfte, fordert umverkehR in seiner Stellungnahme zum geplanten Infrastrukturfonds, dass die Agglomerationsprogramme alleine Projekte des öffentlichen Verkehrs, sowie des Fuss- und Veloverkehrs berücksichtigen. Zusätzlich soll ein Drittel der Mittel aus der Spezialfinanzierung Strassenverkehr (Treibstoffzölle) zugunsten von Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr umgeleitet werden. Sind die Bahninfrastrukturen einmal gebaut, dann lassen sich die Kapazitäten mit wenig Aufwand markant erhöhen (Fahrplanverdichtungen, längere Züge) - ein Ausbau der Strasse wird überflüssig. Download der umverkehR-Stellungsnahme zur Vernehmlassung des Agglomerationsfonds |