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Drei Fliegen mit einer Klappe PDF Drucken E-Mail
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2.4.2004. Avanti hat eine Diskussion um den Agglomerationsverkehr ausgelöst. Doch notwendig ist der Blick aufs Ganze. Die Zweckbindung der Treibstoffgelder muss erweitert werden – alternative Verkehrsträger, wie Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr, müssen prioritär und grosszügig gefördert werden. umverkehR fordert deshalb, die Gunst der Stunde zu nutzen und aus dem Treibstoffzolltopf 1,2 Mia. pro Jahr dafür einzusetzen.

Nach dem klaren Nein zur Avanti-Vorlage versuchen verschiedene Parteien und Verbände mit einem «Avanti-light» oder «Avanti-Mittelschwer» wenigstens einen Teil des überladenen Avanti-Vorschlages umzusetzen. Die Vorschläge reichen von 300 bis 500 Mio. Franken aus unterschiedlichen Töpfen bis zum Road-Pricing für grössere Städte oder Agglomerationen. Schon für die Bedürfnisse im öffentlichen Agglomerationsverkehr wird dieser Betrag langfristig nicht ausreichen.

Vom Berg, der eine Maus gebärt
Die Diskussion klammert ausserdem den zentralen Punkt aus: Via Treibstoffzölle fliessen auch weiterhin jährlich rund 1.5 Mia. Franken in den Neu- und Ausbau von Autobahnen. Dabei handelt es sich in vielen Fällen um eigentliche Agglomerationsprojekte, welche ein immenses Wachstum an Autoverkehr generieren. Daneben wird die Wirkung von ein paar Millionen Franken für alternative Verkehrsträger ganz verpuffen. Bringt dieses gross angekündigte und angelegte Treffen lediglich einen Vorschlag über ein paar Millionen für Bahn und Bus in Agglomerationen zustande, so hat der Berg wahrlich nur eine Maus geboren.

Blick aufs Ganze notwendig
umverkehR schaut über die Agglomerationsgrenzen hinaus und schlägt eine Lösung vor, die die Verkehrsfrage gesamtschweizerisch angeht. Die Zweckbindung der Treibstoffzölle soll erweitert und mit rund einem Drittel dieser Gelder (etwa 1.2 Mia. Franken) sollen Bahn und Bus sowie allgemein alternative Verkehrsträger gefördert werden.
«Damit würden gleich drei Fliegen mit einer Klappe erschlagen», meinte Christian Harb, Präsident von umverkehR am gestrigen Treffen des Runden Tisches zum Agglomerationsverkehr. Zum einen könnte so der öffentliche Agglomerationsverkehr wirksam und langfristig gefördert werden. Zum zweiten wäre Geld für die Realisierung der Zweiten Etappe von Bahn 2000 und die NEAT-Zufahrten vorhanden und vor allem würden die Prioritäten bei den Investitionen in die verschiedenen Verkehrsträger endlich zugunsten der umweltfreundlichen und effizienten Verkehrsträger verschoben werden. Das seien in jedem Fall, Bahn und Bus, Fuss- und Veloverkehr.
Die kleine Schweiz braucht im Bereich Verkehr den Blick auf das Ganze. Mit Teillösungen, die an der grundlegenden Problematik nichts ändern, ist langfristig niemandem geholfen. UmverkehR fordert ein Umdenken und eine neue Verteilung dieser Gelder. Dazu ist jetzt der richtige Zeitpunkt, denn in Kürze ist das Nationalstrassennetz fertig gebaut und die Zweckbindung der Treibstoffgelder wird obsolet.

 

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