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Infos und Links zur ÖV-Sardine

Im Blog schreiben die ÖV-Sardinen von ihren Exkurssionen.

 

Wettbewerb: Wer schickt uns das beste Sardinen-Foto

 

Bildergalerie der ÖV-Sardine

 

ÖV-Sardine auf Facebook

 

 
Neue Fischart entdeckt
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5.6.2009, Marcel Budmiger, SP, umverkehR-Regionalgruppe Luzern

In Luzern steht der Härtetest an. Zusammengepfercht mit verkleideten Menschen in den Gassen herumstehen kommt in der Innerschweizer Fasnachtshochburg ja immer gut an. Doch gefällt dasselbe auch im Bus?
Im und um den Bahnhof ziehen wir drei Sardinen jedenfalls viele neugierige Blicke auf sich und schnell wird klar - es gefällt. Einzig unsere Botschaft wird leider nicht immer verstanden. Zu aktuell ist unser Fischkostüm. So will eine ältere Dame wissen, ob wir gegen den Gülle-Unfall auf der Luzerner Landschaft demonstrieren. Dass tausende von Fischen deswegen sterben mussten, finden wir natürlich auch einen Skandal. Und ebenso skandalös sind die engen Platzverhältnisse in Luzerns ÖV im Feierabendverkehr.
Oder dann der nette SBB-Angestellte, der uns mit der vor wenigen Tagen entdeckten neuen Fischart im Vierwaldstätersee verwechselt. Aber auch er findet, dass etwas mehr Platz für die Fahrgäste im Zug nicht schaden würde.
So gibt es durchwegs positives Echo, wie auch vom schreienden Baby, welches wirklich nur mit einer Broschüre der Städte-Initiative beruhigt werden kann und dankbar zurücklächelt. Ein weiterer guter Grund für unsere Initiative und weiteres Engagement.

 
Umsteigewilligen eine Alternative bieten
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20.5.2009, Martin Kraft, Zürich

Neulich stand ich mit Thomas und Sandro am Bahnhof Hardbrücke, kurz vor meinem ersten Ausflug als umverkehR-Sardine im Zürcher ÖV. Von der Hardbrücke nach Stadelhofen, von Stettbach zum HB, es dauerte nicht lange, bis der Schweiss perlte und ich schreckliche Angst vor den überfüllten Saunas bekam, zu denen die S-Bahnen in Zürich leider zu oft werden.
Die Metapher der Sardine - zusammengepfercht in der Dose - hat wunderbar funktioniert, es gab kaum einen Passagier, dem nicht ein Lächeln ins Gesicht huschte. Sogar die ach-so-ernsten-anzugtragenden-Zeitungleser hatten Ihre Mundwinkel nicht unter Kontrolle.
Der wichtigste Punkt der Kampagne für mich ist nicht, eines der besten Nahverkehrsnetze der Welt noch besser zu machen, sondern dass es wichtig ist, Umsteigewilligen eine echte Alternative zu bieten, anstatt sie für die weise Entscheidung für den öffentlichen Verkehr zu bestrafen.

 

Ich habe mehr über meine Eindrücke und die Hintergründe der Kampagne in meinem Internet-Tagebuch (auf Englisch) verfasst.

 

 

 
Darf ich mich auf Ihre Armlehne setzen?
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13.5.2009, Claudia Gambacciani, Kantonsrätin Grüne, Initiativkomitee Städte-Initiative Zürich
Durchsage vom ÖV-Sardinchen: hat es hier irgendwo noch ein Plätzchen frei? Nein? Und bei Ihnen? Auch nicht. Vielleicht hier im anderen 4-er Abteil? Wuaaaah - nirgends hat es einen Sitzplatz für mich frei. Snif, das ist ja eng, wie in einer Ölsardinen-Büchse hier. Und heiss und stickig ist es auch noch! Guten Tag - haben Sie vielleicht.. hmpf. Darf ich mich sonst allenfalls hier auf Ihre Armlehne setzen? Oder Ihren Schoss? Danke, sehr aufmerksam. Ächz, wenn das so ist... - fahre ich doch lieber Auto. Dort habe ich wenigstens ne Klimaanlage oder kann laute Musik hören, wenn ich im Stau steh. Darum: Ja, zur Städte-Initiative von umverkehR - und damit für eine Erhöhung des ÖV und Frischluft-Verkehrs! Danke für Ihr Verständnis, Ihre SBB.

 

 

 
Lange Gesichter am morgen
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12.5.2009, Thomas Stahel, Zürich
Vorhang auf für die Sardine! Meine Bühne ist das Perron im Bahnhof Stettbach. Im Fischkostüm misch ich mich unter die Wartenden. Bald sind alle Blicke auf mich gerichtet. Ich bleib einfach mal stehen und lass die fragenden, lächelnden und skeptischen Blicke auf mich wirken; zwischendurch muss ich immer wieder schmunzeln. Die S12 von Winterthur fährt ein - und rein in den vollen Zug. Die Fahrgäste in der S-Bahn gucken leicht skeptisch hinter ihren 20 Minuten hervor. Wer ist nicht irritiert, wenn einem am frühen Morgen eine menschengrosse Sardine fast auf den Fuss steht? Es gibt aber wohl kaum jemand, der mich nicht wahrgenommen hat: Eine Frau fragt mich, ob sie ein Foto machen darf. Beim Aussteigen ruft mir einer «Super Sache!» nach und eine Gruppe junger Frauen kann sich vor Lachen kaum mehr erholen.

 

Drei Dinge hab ich auf meinem morgendlichen Ausflug gelernt:

  • früh aufstehen lohnt sich nicht: je später man unterwegs ist umso angenehmer die Stimmung
  • je grösser die Pendlerdichte, umso länger die Gesichter
  • mein 5-Minuten-Velo-Arbeitsweg ist purer Luxus


 
Vergnügte Nähsessions
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22.4 bis 6.5.2009, Sandro Gähler, Zürich
Nach dem erfolgreichen Testlauf machen wir uns also ans Herstellen von zwei weiteren Kostümen der Sardine. Schliesslich wollen wir in vier Städten mehr oder weniger gleichzeitig mit der Sardine unterwegs sein. Wir organisieren alle benötigten Stoffe und sonstiges Nähzubehör und treffen uns für vier gemeinsame Nähsessions im umverkehR-Büro. Mit zwei Nähmaschinen und zwei bis fünf NäherInnen pro Abend kommen wir erstaunlich gut voran. Wenn auch der Einstieg etwas holprig ist und der Pflästerli-Vorrat im umverkehR-Büro arg dezimiert wird, sind wir mit dem Resultat mehr als zufrieden. Insgesamt ist es ein vergnügtes und lehrreiches Gebastel! Nähabenteuer! ...

 

 

 
Erster Ausflug mit dem Prototypen
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21.4.2009, Sandro Gähler, Zürich
Wir alle haben zugegebenermassen zu wenig Erfahrung mit Nähen, um ein solches Kostüm auf die Beine stellen zu können. Glücklicherweise haben wir eine Theaterschneiderin, die uns einen Prototypen gefertigt hat. Fische sollen ja bekanntlich frisch gegessen werden (sonst beginnen sie zu stinken), wir machen deshalb gleich zu dritt einen ersten Ausflug. Dabei testen wir, ob die Sardine im knallvollen ÖV tragbar ist und wie die Leute auf die Sardinen reagieren. Unsere ersten Eindrücke halten wir auf Video fest. Viel Spass!

 

 

 


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