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Zürich, 15.6.2009. Die Umweltorganisation umverkehR hat in der Bevölkerung und in Fachkreisen während rund einem Jahr Ideen zur Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs gesammelt. Die 99 besten Vorschläge sind heute an 99 Ballonen an Regierungsrat Markus Kägi überreicht worden. Mit diesen Massnahmen hat der Kanton eine gute Grundlage dem Verkehrschaos den Kampf anzusagen. Die Aktion ist der Auftakt für eine Reihe von verkehrspolitischen Vorstössen und Aktivitäten.
Die Umweltorganisation umverkehR hat heute Regierungsrat Markus Kägi 99 Luftballone mit ebenso vielen Massnahmen zur Förderung des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs überreicht. Es handelt sich dabei um die besten Ideen, die von umverkehR während der Unterschriftensammlung der Städte-Initiative gesammelt worden sind. Die Städte-Initiative in Zürich will den Anteil des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs ausbauen und kommt im Jahr 2010 zur Abstimmung. «Mit der heutigen Aktion zeigen wir frühzeitig auf, dass die Städte-Initiative umsetzbar ist und eine konsequente Förderung der Alternativen zum motorisierten Individualverkehr möglich ist», erläutert Nadia Bischof, Koordinatorin der Städte-Initiative. «Dazu fehlte dem Regierungs- und Kantonsrat bisher leider der politische Willen.» Regierungsrat Kägi wird aufgefordert die Massnahmen zusammen mit Stadträtin Ruth Genner, welche die 99 Massnahmen ebenfalls erhalten hat, zu prüfen. Wir können es uns nicht mehr leisten parallel in zwei Verkehrssysteme zu investieren. umverkehR fordert, dass die Prioritäten klar bei leistungsstarken und umweltfreundlichen Verkehrsmitteln wie Tram, S-Bahn, Fuss- und Veloverkehr gesetzt werden. Ein modernes Tram beispielsweise ersetzt eine Autokolonne von 125 PWs. Die heutige Aktion ist der Auftakt für eine Reihe von verkehrspolitischen Vorstössen und Aktivitäten. Einige der 99 Ideen thematisiert umverkehR am kommenden Donnerstag im Rahmen eines Rundgangs durch Zürich Süd. Im Gemeinde- und Kantonsrat werden in den folgenden Tagen und Wochen mehrere verkehrspolitische Vorstösse eingereicht: beispielsweise für Optimierungen von Buslinen, für eine separate ÖV-Spur auf der Wehntalerstrasse oder für die Änderung der Signalisation auf der Westumfahrung. «Viel Potential sehen wir auch in einem Velo-Verleihsystem wie es bereits in den meisten grösseren europäischen Städten existiert», so Nadia Bischof. «Ein solches System könnte dem Veloverkehr in Zürich einen enormen Schub geben.»
Liste mit 99 Massnahmen (PDF)
Infos zum Rundgang |