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100 Mrd. - Agglomerationsprogramme und kantonale Richtpläne PDF Drucken E-Mail
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Agglomerationsprogramme

Zurzeit sind die Kantone daran, beim Bund ihre Agglomerationsprogramme zur Lösung der Verkehrsprobleme einzureichen und finanzielle Unterstützung zu bekommen (vgl. Karte).
Die Entwürfe lassen bereits einen ersten Schluss zu: Die Realisierung aller Projekte würde 18 Mrd. Franken kosten. Diese Summe täuscht allerdings darüber hinweg, dass gemäss der vorliegenden Studie ein Investitionsbedarf von rund 60 Mrd. Franken (ohne Teuerung)  in den Agglomerationen ausgewiesen ist. Der grösste Teil betrifft jedoch Autobahnen, die hier unter Fertigstellung und Ausbau Nationalstrassennetz aufgeführt sind. In den Agglomerationsprogrammen wurden sie bestenfalls als «übergeordnete Projekte» bezeichnet oder ganz weg gelassen, da sie grösstenteils oder vollumfänglich vom Bund bezahlt werden.
Die Grafik (unten) zeigt das Verhältnis von eigentlichen «Agglomerationsprojekten» (orange Balken) zu allen Projekten dieser Übersicht, die in Agglomerationen liegen (violette Balken), aufgeschlüsselt nach dem Investitionsbedarf in Franken pro Einwohner.
Auffallend ist, dass vor allem kleinere Agglomerationen den grössten Investitionsbedarf ausweisen.
In Schaffhausen müssten insgesamt 24'000 Franken relativ zur Bevölkerung investiert werden. Es handelt sich vor allem um den Ausbau der Stadttangente, die – erst 1996 als Nationalstrasse 2. Klasse eingeweiht – bereits überlastet ist. Delémont wünscht sich eine bessere Verbindung nach Basel und versucht dies in Form eines neuen Juratunnels zu realisieren, der 400 Mio. Franken kosten würde. Auch die Agglomeration Obersee (u.a. Rapperswil-Jona SG, Freienbach SZ) wartet mit grossen Strassenbauträumen auf – einen 752 Mio. Franken teuren Entlastungstunnel für Rapperswil.

 

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Bemerkung: Für Kreuzlingen und das Oberengadin waren keine Angaben erhältlich. Dies gilt auch für Genf und Lugano. Hier wurden eigene Annahmen getroffen.

 

Richtpläne

Um einen Eindruck von den Strassenprojekten auf kantonaler und regionaler Ebene zu bekommen, wurden für die vorliegende Übersicht die Richtpläne herangezogen. Bei den in den Richtplänen aufgeführten Strassenbauvorhaben handelt es sich nicht zwingend um Projekte, die in Zukunft auch wirklich realisiert werden. In vielen Fällen geht es nur um eine vorsorgliche Trasseesicherung. Trotzdem geben die Richtpläne einen guten Aufschluss darüber, welche Bauvorhaben die Behörden für real machbar und für langfristig wünschbar halten.

Die Übersicht über alle Projekte finden Sie hier.

 

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